DriveNow: Carsharing bald mit Elektroauto i3

ThemaMobilität

DriveNow: Carsharing bald mit Elektroauto i3

, aktualisiert 30. Juni 2015, 11:16 Uhr
von Christian Schlesiger

Die Carsharing-Tochter von BMW will ab Juli 100 Elektroautos i3 in die Flotte bringen. Das dürfte das Carsharing noch attraktiver machen.

Elektroautos haben es schwer in Carsharing-Flotten. Die Nutzer fahren zwar gerne mit einem Stromer, doch wenn die Batterie leer ist, dauert es mehrere Stunden, bis das Auto wieder startbereit ist. Außerdem bleibt der Wagen selten dort liegen, wo sich in der Nähe eine Aufladestation befindet. Mitarbeiter müssen die Elektroautos dann abholen, um sie wieder aufzuladen.

Die Carsharing-Angebote im Überblick

  • Flinkster (Dt. Bahn)

    Zahl der Fahrzeuge: mehr als 3100

    Verbreitung: 140 Städte

    Fahrzeugtypen: viele

    Carsharing-Typ: stationär

    Kosten pro km: 18–20 Cent

    Sonstige Kosten: 1500 Euro Selbstbeteiligung, bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • Stadtmobil

    Zahl der Fahrzeuge: 2000

    Verbreitung: 100 Städte

    Fahrzeugtypen: 25 verschiedene

    Carsharing-Typ: stationär

    Kosten pro km: ab 18 Cent

    Sonstige Kosten: regional verschieden

  • CarUnity (Opel)

    Zahl der Fahrzeuge: mehr als 1.500 (herstellerübergreifend)

    Verbreitung: deutschalndweit

    Fahrzeugtypen: verschieden

    Carsharing-Typ: Peer-to-Peer

    Kosten pro km: Tagespauschale

    Sonstige Kosten: keine Angabe

  • Citeecar

    Zahl der Fahrzeuge: 800

    Verbreitung: Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Dortmund, Herten, Recklinghausen, Bottrop

    Fahrzeugtypen: Kia Rio, Toyota Yaris

    Carsharing-Typ: stationär

    Kosten pro km: ab 22 Cent

    Sonstige Kosten: 1000 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall - kann aber auf Null Euro reduziert werden, wenn man pro Stunde 75 Cent zusätzlich zahlt oder maximal 7,50 Euro am Tag.

  • Car2go (Daimler)

    Zahl der Fahrzeuge: 3500

    Verbreitung: Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Ulm, Frankfurt

    Fahrzeugtypen: Smart, Smart e-Drive

    Carsharing-Typ: flexibel

    Kosten pro km: 29 Cent pro Minute

    Sonstige Kosten: 500 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • DriveNow (BMW)

    Zahl der Fahrzeuge: 2950

    Verbreitung: München, Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Wien, San Francisco

    Fahrzeugtypen: BMW 1er, BMW X1, BMW ActiveE, MINI, MINI Cabrio, MINI Clubman, MINI Countryman

    Carsharing-Typ: flexibel

    Kosten pro km: ab 24 Cent pro Minute

    Sonstige Kosten: 750 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • Multicity (Citroen)

    Zahl der Fahrzeuge: 350

    Verbreitung: Berlin

    Fahrzeugtypen: Citroen C-zero (elektro)

    Carsharing-Typ: flexibel

    Kosten pro km: 28 Cent

    Sonstige Kosten: 500 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • Greenwheels (VW)

    Zahl der Fahrzeuge: 280

    Verbreitung: 21 Städte

    Fahrzeugtypen: Kompaktklasse, Vans

    Carsharing-Typ: stationär

    Kosten pro km: 10 Cent plus Benzin

    Sonstige Kosten: 1000 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • Quicar (VW)

    Zahl der Fahrzeuge: 200

    Verbreitung: Hannover

    Fahrzeugtypen: VW Golf

    Carsharing-Typ: stationär

    Kosten pro km: 20 Cent

    Sonstige Kosten: 100 Euro Selbstbeteiligung bei Unfall, Reduktion gegen Aufpreis möglich

  • Mu (Peugeot)

    Zahl der Fahrzeuge: keine Angabe

    Verbreitung: deutschlandweit

    Fahrzeugtypen: alle Peugeot-Modelle

    Carsharing-Typ: bei Händlern

    Kosten pro km: ab 33 Cent

    Sonstige Kosten: keine Angaben


Angesichts dieser Probleme dürfte überraschen, dass DriveNow nun trotzdem voll auf Elektroautos setzt. Ab Juli will die BMW-Tochter sukzessive 100 Elektroautos einflotten – zunächst in Berlin. Weitere Städte sollen folgen. DriveNow ist derzeit neben der Hauptstadt auch in Düsseldorf, Köln, Hamburg und München unterwegs.

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Der i3 dürfte Carsharing noch attraktiver machen. Unter den deutschen Elektroautoherstellern gilt der i3 als bestverkaufter Wagen. Der i3 wird dann Teil der DriveNow-Flotte. Die Autos können überall im Stadtgebiet ausgeliehen und abgestellt werden.

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Elektroautos in Carsharingflotten galten bislang als schwer kombinierbar. Citroen setzte als erster Anbieter in Berlin voll auf Elektroautos. Die Autos können an jeder Ecke im Stadtgebiet abgestellt werden.

Auch die Daimler-Tochter Car2Go bietet inzwischen Elektro-Smarts an. Ursprünglich konnten die Autos nur direkt an den Ladestationen abgeholt werden und mussten dorthin wieder abgestellt werden. Doch inzwischen setzt Car2Go die Elektro-Smarts etwa in Berlin und Stuttgart als sogenannte Freefloater ein.

Noch unklar ist, in welcher Form DriveNow den i3 in die Flotte einbringt. Details dazu will das Unternehmen Mitte Juli in Berlin verkünden.

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