Elektro-Autos: Tesla will Supercharger-Modell für alle

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Elektro-Autos: Tesla will Supercharger-Modell für alle

von Meike Lorenzen

Noch immer gibt es kein einheitliches Konzept, um Elektroautos zu laden. Angeblich wagt Tesla-Chef Elon Musk den nächsten Vorstoß. Ein cleverer Schachzug?

Ginge es nach der Bundesregierung, sollen schon in sechs Jahren eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Doch das Vorhaben könnte schlicht an der Infrastruktur zum Aufladen der Fahrzeuge scheitern. Zwar gibt es inzwischen weit über 2000 Ladesäulen im Land. Doch für eine flächendeckende Versorgung ist das noch lange zu wenig.

Nun hofft Tesla-Chef Elon Musk, dass sich sein System durchsetzen könnte. Tesla-Fahrer laden ihre Autos an Stromsäulen namens „Supercharger“ auf. Das exklusive System inklusive Design soll nun nun auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Verkaufsstart der Limousine Model S in Großbritannien soll es losgehen.

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Dabei müsste der E-Auto-Pionier allerdings etliche seiner streng geheimen Patente offenlegen. Für Paypal-Gründer und Tesla-Chef Musk würde sich das Geschäft dann lohnen, wenn sich andere Hersteller an den Kosten für die Ladestationen beteiligen. Könnten sich alle Hersteller auf ein System zum Laden der Batterie einigen, könnten künftig alle E-Auto-Fahrer alle Ladestationen ansteuern.

Infrastruktur für E-Autos Einmal vollladen, bitte! Aber wo?

BMW startet die Produktion des i3. 2014 sollen insgesamt elf neue Stromer die elektromüden Deutschen zum E-Auto bekehren. Doch von einem flächendeckenden Netz aus Ladestationen fehlt jede Spur. Woran es hapert.

BMW startet die Produktion des Elektrofahrzeugs i3, allein an öffentlichen Ladestationen für die Stromer fehlt es noch. Quelle: Presse

Mit dem Coup will Paypal-Gründer Musk einen neuen technologischen Standard schaffen und andere Hersteller dazu zwingen, sich den Tesla-Ideen anzuschließen. Bisher hat der E-Auto-Pionier 22.500 Model S weltweit verkaufen können – aufgrund hoher Investitionen jedoch 50 Millionen US-Dollar Verlust eingestrichen.

Fraglich ist, ob Tesla tatsächlich mit den klassischen Autobauern zusammenfindet. Denn der Supercharger basiert darauf, dass das Laden des Model S bereits mit dem Kaufpreis abgegolten ist. Heißt konkret: Wer die Stromsäule anfährt und die Batterie lädt, muss keinen weiteren Cent zahlen.

Wie hoch der Beitrag anderer Hersteller sein müsste, um sich an den Tesla-Säulen zu beteiligen, ließ Musk offen. Dass der Beitrag jedoch gering bleiben solle, deutete er an. Denn Tesla müsse für seine Stromtankstellen oft keine Miete zahlen und der Strom komme aus Solar-Panels.

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Außerdem gilt der Supercharger von Tesla als eine der leistungsstärksten Ladetechnologien der Welt. Die Säule liefert bis zu 120 Kilowatt Gleichstrom, der direkt in die Batterien des Model S eingeführt werden kann. Binnen 20 Minuten laden die Akkus um etwa 50 Prozent auf.

Erst kürzlich hat Tesla seinen Supercharger erneuert und auch in Deutschland installiert. Hierzulande befindet sich bereits eine auf dem Rastplatz in Hohenwarsleben an der A2 zwischen Berlin und Hannover. Ein zweiter befindet sich in Münchberg an der A9 zwischen München und Berlin.

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