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Elektroautos: Autohersteller büßen Macht ein

von Hans-Jürgen Klesse

Die Abkehr vom Verbrennungsmotor erschüttert das Machtgefüge in der Autowelt. Die etablierte Arbeitsteilung zwischen Autobauern und Zulieferern ändert sich radikal. Wer vom Technologiewechsel profitiert, wer verliert.

BMW i8 Quelle: Marc Tirl dpa/lhe
BMW i8 Quelle: Marc Tirl dpa/lhe

Flach wie eine Flunder, Flügeltüren, Schalensitze, 356 PS, 4,8 Sekunden von 0 auf 100, 250 Kilometer Spitze. Das ist der Steckbrief des neuen BMW i8. Er vereint Leichtbau und Hybridantrieb. Zwei Elektromotoren und ein 1,5-Liter-Turbodiesel schaffen 700 Kilometer Reichweite mit läppischen 99 Gramm CO2-Ausstoß pro 100 Kilometer – weniger als ein Suzuki-Alto-Kleinwagen.

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Auf der am kommenden Donnerstag beginnenden Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt soll der i8 für Aufsehen sorgen. Noch ist er ein Konzeptauto, doch 2013 soll er in Serie gehen. Er wäre das ideale Auto für umweltbewegte Doppelverdiener, um morgens den Nachwuchs zur Waldorfschule zu kutschieren. Schnittig und schnell, trotzdem sparsam und umweltfreundlich. Sieht so die Zukunft aus?

Denkbar, dass sich viel weniger ändert. Das Auto von morgen könnte aussehen wie schon heute verkaufte Elektromobile vom Schlage Mitsubishi i-MiEV. Lautlos, langsam, langweilig. Rollen wir morgen mit rein elektrischen Einsitzern im Asphaltblasen-Design, wie VW sie plant? Oder bewegen uns Autos, deren Form wir uns noch gar nicht vorstellen können? Futuristisch, visionär, ressourcenschonend.

So konträr die Visionen künftiger Fahrzeuge auch ausfallen, so einig sind sich die Experten darin, dass der begonnene Systemwechsel zur Elektromobilität die Automobilwelt so radikal verändern wird wie zuletzt der Übergang von der Fahrzeugmanufaktur zu Fords Fließbandproduktion.

Nicht nur, weil der Elektroantrieb den Verbrennungsmotor langfristig zum Auslaufmodell macht. Weit gravierender werden die mit dem Wandel verbundenen Verwerfungen der bisherigen Machtverhältnisse zwischen Autobauern und Zulieferern sein. "Mit der Umstellung auf elektrische Antriebsformen entsteht eine neue Wertschöpfungskette, die die heutigen Strukturen signifikant verändern wird", sagt Norbert Wittemann, Branchenexperte und Geschäftsführer der Frankfurter Technologieberatung PRTM Management Consultants. Autobauer wie VW, Ford oder Renault drohen an Einfluss und Geschäft zu verlieren, Zulieferer wie Bosch oder Continental dürften erheblich dazugewinnen.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.10.2011, 21:04 UhrAnonymer Benutzer: DieZukunft

    Früher, nannten sich Leute, welche ein Unternehmen voran brachten Unternehmer, heute kenne ich nur Verwalter (Lehrerstöchter, beamtensöhne, bedenkenträger), wenn ich ein Unternehmen (Monopolunternehmen T-com) habe und nicht genügend Arbeit, dann suche ich neue Arbeit (Geschäftsfelder, Nieschen) um allen arbeit zu geben und schicke nicht hochwertiges Humankapital mit 38 Jahren in Frühpansion. Die heutige Führungsclique in Politik und Unternehmen sind nicht von großer inteligenz geprägt, sondern haben sich hochgeschleimt (Netzwerke), die Macht der institutionen muss gebrochen werden, damit auch wieder ein Aufstieg von unten nach oben möglich ist und nicht nur fette Großkonzerne die Sahne abschöpfen. beispiel; wer hat die U-boote für israel, Griechenland und Südafrika bezahlt!? So kann ich ihnen noch mehr beispiele aufzählen, aber die sogenannte inteligenz, die hier verkehrt, wird es schon wissen, oder auch nicht wissen wollen!

  • 23.09.2011, 13:19 UhrAnonymer Benutzer: Angelika

    ich finde das Matscho-Gehabe nicht coolen Autos schrecklich. http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100116033630AAcmSTr

  • 16.09.2011, 16:13 UhrAnonymer Benutzer: Viggebob

    Hm, nicht wirklich was neues für jemanden der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Faszinierend wie man so gut wie nie etwas darüber liest, daß die batterietechnik in DEutschland schon seit einem Jahr mindestens einen gewaltigen Sprung gemacht hat, aber unsere ganzen Fürstensklaven Unternehmen gar nicht daran interessiert sind die Technik zu verbauen. Naja, was solls verlieren wir halt auch noch unser letztes wirklich großes Wertschöpfungspotenzial nach Fernost. Die jetzt die Dinge für uns alle entscheiden sind ja eh schon reich genug, und sich mit solchen Umwälzungen wirklich auseinanderzusetzen, "aach, das soll doch lieber jemand anders tun, ich hab doch schon genug Geld verdient, vielleicht riskier ich auch noch meinen Ruf"- unkt der Durchschnittsmanager in seinem Gierhirn. Nur ein Stichwort: "Kolibriakku". Das scheiss rumgebobbe geht mir auf die Eier.

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