Elektroautos: Die Furcht vor der leeren Batterie

Elektroautos: Die Furcht vor der leeren Batterie

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Zurzeit testet Volkswagen seine Elektromobile noch. Ab 2013 sollen die Elektrofahrzeuge in Serie gehen.

von Jürgen Rees

80 Elektro-Golf haben in 180 Tagen eine halbe Million Kilometer zurückgelegt. VW legt eine Zwischenbilanz des Flottentests vor und verspricht für 2013 alltagstaugliche und bezahlbare Elektroautos.

Eine halbe Million Kilometer haben achtzig Golf Blue-e-Motion Fahrzeuge seit Juni 2011 in Berlin, Hannover und Wolfsburg zu Testzwecken zurückgelegt. Jetzt hat Volkswagen eine erste Zwischenbilanz der Flottenerprobung gezogen. Die Testfahrer kamen aus Privathaushalten, klein- und mittelständischen Unternehmen, Großkonzernen und Behörden. Der eingesetzte Golf blue-e-motion wird von einem vorn im Motorraum integrierten Elektromotor mit einer Leistung von 85 kW / 115 PS lautlos angetrieben. Wie alle Elektromotoren liefert auch das im Golf eingesetzte Aggregat aus dem Stand heraus ein sehr hohes Drehmoment von 270 Newtonmeter, so dass jeder Ampelstart zum flotten Vergnügen wird. Gespeichert wird der Strom zum Antrieb des Elektromotors in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden.

In intensiven Befragungen der Fahrer kristallisierten sich folgende Punkte heraus:

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  • Als angenehm haben die Testfahrer die unterschiedlichen Rekuperationsstufen, also die Intensität der Energierückgewinnung, des Golf Blue-e-Motion bewertet.
  • Ebenso wurde die Fernsteuerung über eine spezielle iPhone App intensiv genutzt. Mit dem Programm für das Smartphone lässt sich beispielsweise die Temperatur im Auto vorwählen, solange es an der Steckdose hängt und die Ladezeit der Batterie einstellen.
  • Schließlich hat sich laut VW herausgestellt, dass die Reichweite des Golf Blue-e-Motion von insgesamt 150 Kilometern für die Mehrzahl aller täglichen Fahrten völlig ausreicht. Durchschnittlich wurden täglich nur 30 Kilometer zurückgelegt.
  • Gewerbliche Nutzer sehen das Haupteinsatzgebiet eines reinen Elektrofahrzeuges im städtischen Dienstverkehr. Bei dieser Zielgruppe sind das eigene Unternehmensimage bezüglich Nachhaltigkeit sowie die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership) wichtige Argumente für die zukünftige Integration von Elektrofahrzeugen in den Unternehmensfuhrpark.
  • Ein Auto, das nicht durch Motorgeräusche dokumentiert, dass es fahrbereit ist, ist für die meisten Fahrer irritierend. Sie wünschen sich eine Rückmeldung. Auch beim Fahren in der Stadt fehlt bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde das Fahrgeräusch.
  • Aus Furcht vor der leeren Batterie wollen die Tester eine detaillierte Anzeige der Restreichweite der Batterie sowie Empfehlungen zur Verbrauchsoptimierung seiner Fahrweise: Also Klimaanlage aus, Radio aus.
  • Im öffentlichen Raum ist der einfache Zugang und Wechsel zwischen Ladepunkten unterschiedlicher Energieversorger sowie ein schnelles Aufladen der Batterie sehr wichtig.

Während Volkswagen seine Elektromobile noch testet, verkaufen Autohersteller wie Mitsubishi, Renault/Nissan und demnächst Smart ihre Stromautos bereits. Für Rudolf Krebs, Leiter Elektro-Traktion des Volkswagen Konzerns ist das kein Problem: „Die Flottenerprobung in Deutschland ist positiv verlaufen und durch den engen Dialog mit unseren Testfahrern haben wir wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Kundenerwartungen und Alltagstauglichkeit der Fahrzeugtechnik gewonnen. Die Ergebnisse bestätigen unser Ziel, 2013 Elektrofahrzeuge sicher, alltagstauglich und bezahlbar in Serie zu bringen.“

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