Elektroautos: Schneller, besser und bequemer laden

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Elektroautos: Schneller, besser und bequemer laden

von Jürgen Rees

ChargeLounge heißen neuartige Schnelladestationen des Fraunhofer-Instituts IAO. Damit lassen sich alle Elektroautos, egal welcher Standard, laden. Zudem bieten die modular aufgebauten Stationen jede Menge Service.


Es gibt etwa 1500 Ladestationen für Elektroautos in Deutschland, aber rund 15.000 konventionelle Tankstellen. Das sind nicht nur zu wenige: Wer gelegentlich Ladestationen anfährt, stellt oft genervt fest, dass sie nicht funktionieren oder von Dauerparkern blockiert werden.

Das soll sich bald ändern: Mit der sogenannte ChargeLounge stellt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart auf der Hannover-Messe (7. April bis 11. April) den Prototyp einer neuartigen Ladestation vor.

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Das Besondere: ChargeLounge vereint alle technischen Standards und Steckertypen in einer einzigen Ladestation. Parallel können drei Autos in etwa einer halben Stunde geladen werden. Wenn irgendwann induktives, also kabelloses Laden, möglich sein sollte, lassen sich die Ladeeinheiten einfach austauschen. Ein spezieller Batteriepufferspeicher sorgt dafür, dass die Ladestation mit niedriger Leistung und entsprechend niedrigen Kosten ans Netz angeschlossen werden kann und trotzdem eine hohe Ladeleistung bereitstellt. Jedem E-Fahrzeughalter steht dabei ein Aufenthaltsraum mit Kaffee zur Verfügung, der mit einer Business-Lounge am Flughafen vergleichbar ist. In den modular aufgebauten Einheiten sollen damit auch Meetings und sogar die Einrichtung von Shops möglich sein. Die Ladestation ist zudem als Ganzes flexibel: Bewährt sich ein Standort nicht, kann die aus zwei Containerartigen Boxen bestehende Station einfach umziehen. Alles was es dazu braucht ist ein Starkstromkabel. Der Strom soll aus regenerativen Quellen, also Wind, Wasser oder Sonne stammen.

Infrastruktur für E-Autos Einmal vollladen, bitte! Aber wo?

BMW startet die Produktion des i3. 2014 sollen insgesamt elf neue Stromer die elektromüden Deutschen zum E-Auto bekehren. Doch von einem flächendeckenden Netz aus Ladestationen fehlt jede Spur. Woran es hapert.

BMW startet die Produktion des Elektrofahrzeugs i3, allein an öffentlichen Ladestationen für die Stromer fehlt es noch. Quelle: Presse

Finanzieren sollen sich die etwa 250.000 Euro teuren Ladestationen einmal über eine Art Abo von Elektroautofahrern, das etwa 80 Euro pro Monat kosten soll und das unbegrenzte Laden, Kaffee und einen Internetzugang in der halbstündigen Ladepause beinhaltet. Wer kein Abo will, kann für zehn Euro auch einmalig seine Batterie laden.

Damit die Elektroautos nicht vor defekten Ladesäulen stehen hat das schwäbische Unternehmen Swarco Traffic Systems aus Unterensingen nahe Esslingen den Service übernommen. Das Unternehmen, das Techniken zur Verkehrssteuerung anbietet, soll mit einem Rund-um-die Uhr Service gewährleisten, dass die Anlagen funktionieren.

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