Elektromobilität: Käufer bestreiken Elektroautos

Elektromobilität: Käufer bestreiken Elektroautos

Der Markt für Elektroautos ist sehr überschaubar. In Deutschland werden sogar weniger Elektroautos an Privatkunden verkauft, als in den Neunziger Jahren.

Bei den großen Autoschauen in diesem Jahr standen Elektroautos im Mittelpunkt, doch auf der Straße sind bisher kaum Stromer zu sehen. Etwas mehr als 1800 Fahrzeuge wurden bislang neu zugelassen, zu Jahresbeginn waren 2300 Elektroautos beim Kraftfahrt-Bundesamt gemeldet.

Besonders ernüchternd ist jedoch die Verteilung der Autokäufer. „Ganze 101 Elektroautos wurden in elf Monaten von Privatkunden gekauft“, erklärt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center an der Universität Duisburg Essen, der den Markt analysiert hat.

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Private Nutzer bilden damit nur fünf Prozent der Elektrokäufer, noch geringer ist der Anteil der Vermieter mit drei Prozent. Fast die Hälfte der Elektroautos ging an Autobauer und Autohändler, 43 Prozent an Unternehmen wie Stromkonzerne.

Trotz allem Werbetrommelns von Autobauern und Politik werden damit von Privatkunden weniger Elektroautos gekauft, als noch in den Neunziger Jahren. So waren es 1996 mit 264 Fahrzeugen mehr als doppelt soviel als in diesem Jahr.

Absatz in den USA zehnmal so hoch

In anderen Ländern ist die Nachfrage deutlich größer. Weltweit werden laut Dudenhöffer in diesem Jahr 50 000 Elektroautos verkauft. In den USA wurden nur von den beiden Modellen Nissan Leaf und Chevrolet Volt fast 15 000 Fahrzeuge verkauft. Der Elektroautoabsatz in den Vereinigten Staaten ist zehnmal so hoch, wie in Deutschland, dabei ist der Neuwagenmarkt insgesamt gerade mal viermal so groß wie der deutsche.

Dabei hatten bereits im November 2008 die vier Bundesministerien für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Forschung gemeinsam erklärt: „Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft“. Deutschland soll der Leitmarkt für batteriegetriebene Automobile sein und bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Doch davon ist derzeit wenig zu sehen.

Als Hauptursache bezeichnet er die Förderprogramme der Bundesregierung. Es dauere zu lange, bis diese Ergebnisse zeigen. So werde über Förderanträge des laufenden Schaufenster-Wettbewerbs für Elektromobilität erst im Herbst 2012 entschieden. „Der Leitmarkt für Elektromobilität kümmert vor sich hin“, sagt Dudenhöffer.

Das meistverkaufte Elektroauto ist Mitsubishis i-Miev mit knapp 650 Zulassungen. Daimler verdoppelte die Verkaufszahlen seines Elektro-Smart auf 300 Stück. Vom Citroën C-Zero und Peugeots iOn wurden jeweils etwa 180 Fahrzeuge verkauft. Und der gut 100 000 Euro teure Tesla Roadster fand hierzulande immerhin 40 Käufer.

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