Forschung auf Hochtouren: Die Autos der Zukunft fahren selbst

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Forschung auf Hochtouren: Die Autos der Zukunft fahren selbst

von Meike Lorenzen

Ob man in zwanzig Jahren noch einen Führerschein machen muss? Google, Audi, Toyota und Co forschen jedenfalls massiv daran, dem Fahrer das Fahren abzunehmen. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst.


Einen Turboboost wie Michael Knights Auto K.I.T.T. in "Knight Rider", der US-Erfolgsserie aus den 80er Jahren, werden die Autos der Zukunft wohl nicht haben. Aber sie werden alleine fahren können, über ein Spracherkennung verfügen und ein Stück weit auch über eine Form der künstlichen Intelligenz verfügen. All das hat nicht nur Auswirkungen auf den Straßenverkehr, sondern auch auf das, was der Fahrer eigentlich noch können muss. Brauchen wir in 20 bis 30 Jahren noch einen Führerschein? Wird die praktische Prüfung mit Seitwärts-Rückwärts-Einparken irgendwann zu einer theoretischen Übung, der man nur in der Prüfungssituation ausgesetzt ist?

Fakt ist, die Entwicklung hin zu selbstfahrenden Autos mit Kamera-, Ortungs- und Sensortechnik nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Elektronik in den PKW wird ausgefeilter, inzwischen sind es schon fast PCs auf Rädern, deren Kapazität nach Expertenmeinungen teilweise die eines Space Shuttle übersteigt. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vor wenigen Wochen waren gleich acht Autobauer vertreten – vorne mit dabei Audi, Toyota, BMW, Ford, Hyundai und General Motors. Daneben zeigte auch Google „als Fachfremder“ seine Ergebnisse vor.

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Googles Ambitionen sind ausgeprägt. Dem Chef des Internet-Riesen Larry Page ist das Google-Car ein persönliches Anliegen. Erst im Dezember äußerte Page sich in einem Interview mit dem Magazin Fortune enthusiastisch: „Schauen Sie sich selbstfahrende Autos an. Es ist bekannt, dass viele Menschen im Straßenverkehr sterben, das ist unnötig. Wir arbeiten gerne an Problemen, wie diesen: Großen Fragestellungen, wo Technik Einfluss hat.“ Der aktuelle Status bei Google scheint ihm in einem Punkt weitestgehend recht zugeben: Seit Mai 2012 sind die Wagen  zu Testzwecken im US-Bundesstaat Nevada zugelassen, sofern eine Person mit gültigem Führerschein mit im Auto sitzt. Die seitdem zurückgelegten hunderttausenden Kilometer wurden nahezu unfallfrei zurückgelegt.

Das Google-Projekt bekommt viel Aufmerksamkeit. Immer wieder gehen Page, sein Partner Sergey Brin sowie das Expertenteam aus Wissenschaftlern und Ingenieuren (die meisten kommen von der renommierten Stanford University und der Carnegie Mellon in Pittsburgh) mit neuen Nachrichten rund um die Innovation an die Öffentlichkeit. Zwischenzeitlich erweckte das Unternehmen schon fast den Eindruck kurz vor der Marktreife zu stehen. Doch bis dahin wird es noch eine Weile dauern. Noch ist der Kofferraum des Google-Autos voller Elektronik und Sensoren im Wert von über 80.000 Euro, die den Kostenrahmen sprengen.

Der Druck auf das Unternehmen aus Mountain View wächst, denn die Konkurrenz ist dem Suchmaschinen-Pionier auf den Fersen. Und anders als bei Google haben Unternehmen wie Audi und Toyota Erfahrung mit Fragen rund um das Fahrverhalten, den Straßenverkehr und die Funktion von Autos. Während Google medienwirksam das Ziel „selbstfahrende Autos“ vermarktet hat, haben sich die Autobauer in kleinen Schritten an das Thema herangetastet. Kontinuierlich haben sie Techniken eingeführt, die das Autofahren einerseits sicherer gemacht und dem Fahrer andererseits das Denken abgenommen haben.


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