
VWs Kleinwagen-Marktführer dürfte den europäischen Markt kräftig aufmischen – mit einem attraktiven Design im Stil des größeren Golf, einer üppigen Ausstattung und mit in der Version Blue Motion konkurrenzlos niedrigen Kraftstoffverbräuchen. Nur billiger wird er nicht: Die Preise für den neuen Polo werden im Schnitt vier Prozent über dem des Vorgängers liegen - das Auto ist ab 12.150 Euro zu haben.
Einige wenige ausgewählte Journalisten durften schon vor einigen Wochen einen Blick auf den neuen Polo werfen, der jetzt auf dem Genfer Automobilsalon seine Weltpremiere erlebt. In der „Walhalla“, im vollverspiegelten Präsentationssaal des VW-Designzentrums in Wolfsburg, enthüllte VW-Chef Martin Winterkorn sein neues Lieblingskind -- den Polo der fünften Generation. Seit 1975 schon gibt es diese Modellreihe, die nicht nur auf dem europäischen Markt eine feste Säule in der VW-Erfolgsgeschichte ist. Um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, wurde der Polo von Chefdesigner Walter de Silva komplett überarbeitet. „Design“, findet Winterkorn, „ist heute das Wichtigste überhaupt.“
Anleihen beim großen Bruder Golf
Scharfkantig ist die neue Front gezeichnet, dem großen Bruder Golf fast wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Fensterlinie ist tief gezogen, die Gürtellinie steigt nach hinten hin stark an – der Polo scheint dadurch satt auf der Straße zu liegen. Mit einer Länge von 3,95 Metern übertrifft er den Vorgänger zwar nur um drei Zentimeter. Dafür ist der Innenraum spürbar gewachsen. Selbst im Fond sitzen Erwachsene bequem – mehr Auto, so der erste Eindruck, braucht kein Mensch.
Zumal auch die Ausstattung alles andere als karg ist. Die Materialien und die Verarbeitung sind Premium. Mit sattem Plopp fallen die Türen in die Schlösser, die Instrumente und Schalter sind mit Chromringen gefasst. Der neue Polo ist wahrlich kein Verzichtauto. Auf Wunsch gibt es sogar Bixenon-Scheinwerfer und Rückfahr-Kamera, einen Parkassistenten oder ein Navigationssystem mit Touchscreen. Features, die man aus Passat und Phaeton kennt.









