Innovation der Woche: Mehr Energie im Speicher

Innovation der Woche: Mehr Energie im Speicher

von Jürgen Rees

Das lange Warten hat ein Ende: Mit dem Nissan Leaf kommt der erste rein elektrische Kompaktwagen jetzt wirklich auf den deutschen Markt.

Alle reden vom Elektroauto. Doch kaufen können Kunden kaum eines. Vor allem keines mit fünf Sitzplätzen, passablem Kofferraum und einer vernünftigen Reichweite. Das wird sich ändern. Denn ab April verkauft Nissan auch in Deutschland den ersten Kompaktwagen mit reinem Elektroantrieb.

Warum hat das von der Ankündigung bis zum wirklichen Verkauf so lange gedauert? Fehlende Subventionen sind der Grund. Weil der Gesetzgeber in Deutschland den Kauf von Elektroautos bis jetzt nicht bezuschusst, zog Nissan es vor, den Leaf zuerst in Länder wie USA, Frankreich, Niederlande, Portugal, Irland und England zu liefern. Von satten Zuschüssen wie Kalifornien sie bietet, können die meisten Kunden allerdings nur träumen: der Bundesstaat zahlt noch 5000 Dollar von der Rechnung, Washington gewährt 7500 US-Dollar Steuerrabatt obendrauf.

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Üppige Ausstattung

Im Gegensatz dazu brauchen Kunden in Deutschland viel grünes Gewissen und ein gut gefülltes Konto: Denn der Leaf kostet hier immerhin 36.990 Euro. Dafür bietet der Nissan Leaf einen 109 PS starken Elektromotor, eine Akkuladung reicht laut Hersteller für 175 Kilometer. In 11,9 Sekunden beschleunigt der Leaf auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 145 km/h.

Der Leaf ist recht üppig ausgestattet: Serienmäßig an Bord sind sechs Airbags, Navigationssystem mit Touchscreen und Rückfahrkamera, der Schleuderschutz ESP, Klimaautomatik, funkgesteuerte Zentralverriegelung inklusive Keyless Go und ein Kofferraum mit immerhin 330 Litern, der Golf 6 hat 350 Liter.

Spannung auf den Abverkauf in Deutschland

Damit eine schwache Batterie dem Leaf-Fahrer keine Schweißperlen auf die Stirn treibt, berechnet das Navigationssystem die Position der nächstgelegenen Ladestationen während der Fahrt ständig neu, um bei schwacher Batterie den kürzesten Weg zur nächsten Stomtankstelle liefern zu können. Außerdem lässt sich der Leaf via Smartphone oder Computer steuern: beispielsweise über den Ladezustand. So lässt sich das Aufladen der Batterien programmieren und auch Heizung und Klimaanlage vor Fahrtantritt aktivieren.

Die entscheidende Frage ist jedoch die nach der Reichweite des Stromers: Die Lithioum-Ionen-Akkus speichern mit 24 Kilowattstunden (kWh) 50 Prozent mehr Energie als die üblichen 16 kWh-Akku-Packs der Kleinwagen wie sie beispielsweise im eher spartanischen Mitsubishi i-MiEV verbaut sind. Die angepeilten 175 Kilometer Reichweite scheinen daher unter Idealbedingungen gar nicht Mal unrealistisch. Geladen wird über eine konventionelle Steckdose oder an öffentlichen Starkstromtankstellen.

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Mit 50 kW an der Leine lässt sich die Batterie des Nissan Leaf in einer halben Stunde zu 80 Prozent füllen. Unter einer Klappe in der Fahrzeugfront befinden sich zwei Ladeanschlüsse für Wechsel- und Gleichstrom. Mit der Hausladestation in der heimischen Garage dauert das komplette Aufladen acht Stunden, per Schnellladung bei 50 Kilowatt Gleichstrom sollen die Akkus in weniger als 30 Minuten voll sein.

Nissan hat nach eigenen Angaben weltweit bereits 22.000 Fahrzeuge verkauft, mal sehen wie viele es in Deutschland werden.

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