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kolumne Innovation der Woche: Viel Platz für kleines Geld

Kolumne von Jürgen Rees

Die rumänische Renault-Tochter Dacia bringt mit dem Dokker einen praktischen Kastenwagen mit Schiebetüren zum Sparpreis auf den Markt

Dacia Dokker Quelle: Pressebild
Der neue Dacia Dokker bietet viel Auto für wenig Geld. Quelle: Pressebild

Citroen Berlingo, Renault Kangoo, VW Caddy und Touran: Die Kastenwagen sind vor allem bei Familien mit Kindern beliebt, weil sie genug Platz für Eltern, Kinder, Gepäck, Fahrräder und Spielsachen bieten. Doch die halb liebevoll, halb abschätzig „Pampersbomber“ genannten Autos sind in Preisregionen gelandet, die sich viele Familien nicht mehr leisten können oder wollen. Der Marktführer VW Touran kostet etwa knapp 22.000 Euro – wohl gemerkt in der Basisversion. Auch der Kangoo (ab 15.200 Euro) Berlingo (ab knapp 17.000 Euro), und der VW Caddy (ab 17.300 Euro) sind keine Billigheimer.

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Bild: dpa

Solide Motorisierung - aber keine Klimaanlage
Dacia, die rumänische Billigtochter des französischen Autoherstellers Renault hat sich vorgenommen, den Markt der praktischen Kastenwagen aufzumischen. Nach dem Lodgy mit konventionellen Türen und sieben Sitzen für knapp 10.000 Euro, legt Dacia nach und bietet den Dokker an. Er ist mit 4,36 Meter 14 Zentimeter kürzer als der Lodgy, hat Schiebetüren (rechts Serie und links ab der Ausstattung Ambiance) und fünf Sitzplätze. Dafür kostet er noch einmal weniger, ab Ende des Jahres ist er ab 8.990 Euro zu haben – halb so viel wie ein VW Touran. Der Dokker hat enormen Stauraum, 800 Liter sind es, wenn die Rücksitzbank umgeklappt ist wächst der Kofferraum auf 3000 Liter an. Unter der Haube finden sich nicht die allerneuesten aber durchaus soliden Renault-Motoren. Die Basisversion verfügt über einen 83 PS-Benziner, zudem gibt es einen 115 PS-Benziner und zwei Diesel mit 75 und 90 PS.

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Das sind keine Motorisierungen, die jemanden vom Hocker reisen, aber um von A nach B zu kommen reicht es allemal aus. Und der Dokker sieht zumindest so gut aus, dass man sich auf dem Ikea- oder Baumarkt-Parkplatz nicht schämen muss.
Ob die Basisversion tatsächlich häufig verkauft wird, kann man zwar bezweifeln. Denn in der Basisversion ist eine Klimaanlage auch für Geld und gute Worte nicht zu bekommen. Eine moderne Multi-Media-Anlage gibt es erst in der besten aller Ausstattungen, der Laureate für 430 Euro. Doch solche Ausstattungen kosten bei anderen Hersteller noch mehr.
Unterm Strich erhält man für vergleichsweise wenig Geld ein Auto mit viel Stauraum, Airbags und dem Schleuderschutz ESP zu einem moderaten Preis.

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