James-Bond-Automarke: Aston Martin ruft Tausende Autos in die Werkstatt

James-Bond-Automarke: Aston Martin ruft Tausende Autos in die Werkstatt

, aktualisiert 26. Dezember 2017, 12:22 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Unliebsame Weihnachtsüberraschung für Aston-Martin-Kunden: Mitten in den Vorbereitungen für einen Börsengang oder einen Verkauf des Sportwagenherstellers ruft das Unternehmen in den USA Tausende Fahrzeuge zurück.

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Vom Hersteller in die Werkstatt gerufen.

New YorkBetroffen sind insgesamt 5.500 Autos aus den Jahren 2005 bis 2016, wie am Montag aus einer Veröffentlichung auf der Internetseite der US-Verkehrsaufsicht NHTSA hervorging. Bei einigen Fahrzeugen drohten Probleme, durch die das Fahrzeug unbeabsichtigt wegrollen könne, hieß es. Bei anderen könne ein Batteriekabel in einer bestimmten Position des Fahrersitzes beschädigt werden und das Brandrisiko erhöhen. Betroffen sind unter anderem die Modelle DB9, DBS, Rapide, Virage und Vanquish der Baujahre 2009 bis 2016. Bei der durch James-Bond-Filme bekanntgewordenen Automarke war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial und eine Gruppe kuwaitischer Investoren, die derzeit zusammen mehr als 90 Prozent an Aston Martin halten, erwägen Insidern zufolge einen Börsengang oder einen Verkauf der in England ansässigen Traditionsfirma, war am Freitag bekannt geworden. Die Eigner hätten die Investmentbank Lazard engagiert, um einen vorläufigen Plan auszuarbeiten, verlautete weiter aus den Kreisen. Dieser könnte in einer Neuemission der Automarke an der Börse im dritten oder vierten Quartal 2018 oder in einen Verkauf münden. Eine Transaktion könnte den Sportwagenhersteller mit zwei bis drei Milliarden Pfund (umgerechnet rund 2,3 bis 3,4 Milliarden Euro) bewerten. Eine Notierung am Aktienmarkt sei die wahrscheinlichere Option als ein Verkauf.

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Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden, hieß es weiter. Es sei aber auch möglich, dass die Investoren die Kontrolle behielten. Investindustrial wollte sich nicht dazu äußern. Bei Aston Martin und Lazard war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die durch James-Bond-Filme bekannte Automarke hatte in den vergangenen sechs Geschäftsjahren durchweg Verluste geschrieben. Für dieses Jahr strebt sie aber einen Gewinn an nach einem Plus im ersten Halbjahr. Aston Martin war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent und gehörte bis 2007 zum US-Autobauer Ford.

Quelle:  Handelsblatt Online
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