Flugautos: Die luftigen Auto-Pläne von Uber, Airbus und Co.

ThemaMobilität

Konkurrenz für die Straße: Uber und Airbus planen fliegende Autos

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Mobilität über den Wolken: Das PAL-V fährt wie ein Auto und fliegt wie ein Helikopter.

von Andreas Menn

Die Autobranche feiert das selbstfahrende Auto. Doch warum nicht einfach über den Stau hinwegfliegen? Schon 2018 sollen erste Jet-Prototypen in die Lüfte steigen und rollenden Karossen auf den Straßen Konkurrenz machen.

Es ist einer der unvergesslichen Momente im Kinoklassiker „Zurück in die Zukunft“: „Straßen?“, sagt der Erfinder Emmett Brown am Steuer seines DeLorean. „Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen.“ Und schon hebt er mit seinem Auto ab, düst in den Himmel über Kalifornien.

Inzwischen sind fliegende Karossen kein Science-Fiction-Konzept mehr, sondern stehen vor der Markteinführung. Ein Dutzend Start-ups arbeitet an eigenen Modellen, darunter Lilium Aviation aus München, das gerade zehn Millionen Euro Wagniskapital eingesammelt hat. Bis 2018 wollen fünf Anbieter an den Markt gehen, PAL-V aus den Niederlanden nimmt seit dieser Woche schon Bestellungen auf.

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Google-Gründer Larry Page ist so von der Idee überzeugt, dass er mit Zee.Aero und Kitty Hawk gleich zwei Flugauto-Schmieden mitfinanziert. Sogar der Luftfahrtkonzern Airbus hat einen Prototyp (Project Vahana) noch für 2017 angekündigt – und will 2021 den Betrieb aufnehmen.

Damit könnte sich eine unverhoffte Revolution der Mobilität Bahn brechen: Noch bevor autonom fahrende Autos Gestresste vor Staus retten, könnten Geschäftsreisende über die verstopften Straßen einfach hinwegfliegen. Oder Pendler selbst bei langen Wegen schneller zur Arbeit kommen, als sie an Bord ihren Kaffee austrinken.

Sogar Städtetrips, etwa von München nach Frankfurt, ließen sich im Flugtaxi schneller erledigen als mit Auto oder Bahn. Denn fliegende Shuttles müssten keine Umwege in Kauf nehmen und könnten auch auf Parkhausdächern landen, in der Mitte von Autobahnabfahrten oder auf Plätzen mitten in der Stadt. Und das alles per Autopilot, leiser als Hubschrauber und ohne Abgase – weil die bemannten Flieger elektrisch abheben.

Klingt verrückt, die Pläne sind aber durchaus realistisch, auch wenn es noch einige technologische Hürden zu nehmen gibt.

Das Thema hat zusätzlich Auftrieb erhalten, seit der Fahrtenvermittler Uber vor Kurzem den Nasa-Forscher Mark Moore anheuerte, der als der führende Experte für elektrische Flieger gilt. Bis 2021 will Uber den Jet für jedermann fertig haben, 2026 sollen dann Scharen von Flugtaxis abheben. Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche prophezeite Moore: Eine Fahrt im Flugtaxi „wird ähnliche Kosten erreichen wie ein Uber-Trip – und dabei drei Mal schneller sein.“

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