Mängelreport: Elektrik macht das Auto anfälliger für Schäden

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Mängelreport: Elektrik macht das Auto anfälliger für Schäden

Eine Statistik aus der Versicherungswirtschaft belegt, dass moderne Elektrik im Auto den Wagen anfälliger macht. Jeder vierte Gebrauchtwagen muss bereits nach den ersten drei Monaten wieder in die Werkstatt.

Schrauber und Autofreunde haben es schon immer gesagt: Die komplexe Elektrik in den Neuwagen am Markt macht die Fahrzeuge anfällig für hohe Reparaturkosten. Die Zeiten, in denen handwerkliche geschickte Autobesitzer einfach selbst unter der Motorhaube werkeln konnten, sind weitestgehend vorbei. Zu komplex sind die elektrischen Pfade. Bestätigt hat das jetzt die jährliche Auswertung der Versicherungs-AG Car-Garantie, die ihre Datenbestände ausgewertet hat. Berücksichtigt wurden dabei über 590.000 ausgelaufene Gebrauchtwagengarantien und über 320.000 Neuwagen-Anschlussgarantien unterschiedlicher Laufzeiten.

Danach ist der durchschnittliche Schadenbedarf im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. Mittlerweilte liege er bei 497 Euro. Vor allem der Motor aber auch die Kraftstoffanlage und die Elektronik hätten mit hohen Summen zu Buche geschlagen.

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Dass ausgerechnet die Elektronik im Auto immer stärker von Defekten betroffen ist, erkläre sich einfach: „Der Anteil elektrischer Lösungen im Pkw steigt erheblich. Kaum eine Funktion im Auto kommt noch ohne aus damit erhöht sich die Zahl möglicher Fehlerquellen“, heißt es in einer Mitteilung der Car Garantie. Auch bei den Neuwagen führen die Kraftstoffanlagen und die Elektronik die Liste der häufigsten betroffenen Baugruppen an. 20,6 Prozent beträgt der Anteil der Schäden in der Fahrzeugelektrik- und –elektronik bei Gebrauchtwagen. Darauf folgen Mängel an der Kraftstoffanlage mit 20 Prozent und Motorschäden mit 8,8 Prozent.

Weitere 10,9 Prozent der Defekte fallen auf elektronische Elemente wie das Schiebedach, die Fensterheber, Außenspiegel, Feststellbremse oder den Kofferraumdeckel.

Besonders zuverlässig funktionieren laut Car Garantie-Bericht die Sicherheitssysteme, das Differential zum Ausgleich unterschiedlicher Drehzahlen der inneren und äußeren Räder und die Fahrdynamik. Auch die Schadensquoten bei Klimaanlage (7,7 Prozent), Getriebe (4,4), Bremssystem (3,9), Lenkung (3,7), Abgasanlage (3,4) oder Sicherheitssystemen (2,1) war relativ niedrig.

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Mit 32,9 Prozent treten laut Auswertung die meisten Schäden bei Gebrauchtwagen bereits nach etwa 5000 Kilometern auf. Weitere 23,6 Prozent ereignen sich bis 10.000 Kilometer. Danach habe die Anzahl der Schäden eher abgenommen.  Allerdings sei das auch auf die durchschnittlich gefahrenen Kilometer zurückzuführen, die bei etwa 13.000 Kilometern pro Jahr lagen.

Ähnliches zeigt sich für den Zeitpunkt des Schadens. In den ersten drei Monaten nach Fahrzeugauslieferung kommen fast ein Viertel der Kunden mit einem Schaden in die Werkstatt. Im Anschluss sinkt die Schadenhäufigkeit wieder und steigt erst im zwölften Monat laut Auswertung wieder an. Das wiederum sei normal, da die Käufer in dieser Zeit das Auto im Rahmen der Garantie noch einmal checken lassen. Anders als der TÜV-Report, der lediglich die sicherheitsrelevanten Mängel auflistet, erfasst die Auswertung von Car Garantie das komplette Schadensspektrum.

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