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Nachhaltigkeit: Toyota stellt deutsche Autobauer in den Schatten

von Martin Seiwert

Kein Thema ist für die Autohersteller derzeit so wichtig wie Nachhaltigkeit. Dutzende Milliarden investieren allein die deutschen Autobauer in den kommenden fünf Jahren in sparsame Antriebe und Elektroautos, um sich ein grünes Image aufzubauen und sich fit zu machen für die Zukunft. Doch wie kommt das bei den Kunden an? Für wie umweltfreundlich halten sie die Automarken? Eine Studie der EBS Business School bringt Klarheit.

Pictogramm von einem Quelle: REUTERS/Vincent Kessler
Pictogramm von einem Elektroauto Quelle: REUTERS/Vincent Kessler

Die IAA in Frankfurt zeigt es wieder einmal: In der Automobilindustrie ist das Thema Nachhaltigkeit en Vogue. Jeder Anbieter versucht, noch nachhaltiger als der Mitbewerber zu sein. Damit treffen die Unternehmen den Nerv der Konsumenten. Laut einer Studie von AutoScout erwarten 88 Prozent der Befragten von Automobilunternehmen mehr nachhaltige Mobilität. 82 Prozent wollen künftig, dass Autos emissionsfrei, umweltfreundlich und nachhaltig sind. Andererseits sind Kunden nicht bereit, dafür Abstriche bei der Qualität hinzunehmen. Auch einen höheren Preis würden nur etwa 10 Prozent der Befragten zahlen.

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Wie sollen Unternehmen mit einem so ambivalenten Kundenverhalten umgehen? Und wie nehmen eigentlich die Konsumenten ihre eigenen und die Autos anderer Konsumenten bezüglich ihrer Nachhaltigkeit wahr? Gibt es hier Konsumentenunterschiede?

Das Automotive Institute for Management (AIM) an der EBS Business School in Oestrich-Winkel hat in einer Studie die Wahrnehmung der Nachhaltigkeit bei insgesamt 581 Konsumenten im Alter zwischen 18 und 70 Jahren aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten zu einer Vielzahl von Marken erhoben. Exklusiv für wiwo.de haben die Studienautoren die Ergebnisse zusammengefasst.

Hierbei wurde zwischen Kunden der jeweiligen Marke und Nicht-Kunden differenziert. So bauen Kunden im Gegensatz zu Nicht-Kunden durch persönliche Erfahrungen Wissen zur jeweiligen Automobilmarke auf, welches umfassender ist als das Wissen zu anderen Automobilmarken. Dagegen bilden Nicht-Kunden ihr Markenurteil über die jeweilige Marke lediglich aus der Massenkommunikation und aus dem hieraus entstandenen Image in der Öffentlichkeit. Eigenes markenspezifisches Wissen aus der Nutzung der jeweiligen Automobilmarke fehlt hingegen fast gänzlich.

Durch seine Vorreiterrolle im Hybrid-Elektrofahrzeugmarkt kann Toyota fünf Jahre Vorsprung im Nachhaltigkeitsmarkt vorweisen. Dies spiegelt sich auch im Gesamtranking der nachhaltigsten Automobilunternehmen wieder: Hier steht Toyotas Premiummarke Lexus sogar noch vor Toyota an erster Stelle. Daran knüpfen sich VW, Smart und BMW an. BMW setzt zwar auf "Freude am Fahren", hat es aber dennoch in den letzten Jahren geschafft, das Thema Nachhaltigkeit in das Markenimage mit einzubauen. Schlusslichter sind Chrysler, Kia und Honda. Offensichtlich ist die Technik und die Kommunikation der Automobilbauer entscheidend, um nachhaltig wahrgenommen zu werden.

Doch wie denkt ein Autofahrer selbst über die eigene Marke und wie schätzen andere Fahrer diese ein? Ist hier die Reihenfolge ähnlich oder sind die Urteile unterschiedlich?

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.09.2011, 11:17 UhrHuZu

    Toyota, dass ist doch der Konzern, welcher eigentlich nur veraltete Technik einbaut, die erstens billig und zweitens ausgereift ist. Komischer weise hat gerader dieser Konzern das Feld mit den Hybridautos aufgemacht. Na klar. Hybridtechnik ist ja nix neues. Audi hat das mit dem Audi A4 duo in den 90er Jahren schon angeboten. Aber die Kunden wollten damals so ein Auto nicht haben. bosch hat dann seine Technik, die Audi dann nicht mehr wollte, einfach auf dem Weltmarkt angeboten. Toyota hat zugegriffen.
    ich bin jetzt 4 Jahre einen Toyota-Lexus gefahren. Meine Erfahrungen: Ganz so sparsam war er nicht. Grund - Er braucht benzin. Mein Vorstandskollege war mit seinen bWM-Diesel deutlich sparsamer. Also was hab ich mir jetzt bestellt. Einen Audi A8 TDi!
    Ein Diesel-Hybrid wäre was feines!

  • 23.09.2011, 10:32 UhrWade Arnold

    My Auris HSD will be here on Oct the 5th. Needless to say there are no comparable European Automobiles that are anywhere near this advanced. German manufacturers claim no one wants these automobiles and they can't sell them. if you don't make them how can you know that you can't sell them. i think too many of these high priced management types have invested a lot of their money in oil stocks, or become other options. Wake up people pure electric cars are only going to shift the consumer to more aggravation with the rising kw prices and more smog from the electric plants than the vehicles made. if you wonder why you can't sell them either, try taking into consideration that we have had enough lying, cheating and high prices, try convincing someone else, we've learned, now it's time for you to learn !

  • 21.09.2011, 14:50 Uhredgar

    Die deutschen Automobilmanager kriegen einfach zu viel Geld. Die Spitzenmanager der japanischen Automobilhersteller bekommen 200.000,- bis 250.000,- Euro pro Jahr. Solche Summen reichen bei unserem Schlafgesindel noch nicht einmal für einen Monat. Aber man hat gut in das Lobbygesindel investiert. Die haben wieder Miliarden für die Entwicklung von E-Autos vom Steuerzahler herausgeschindert! Die Aufbringung solcher Gelder ist klar Aufgabe der Unternehmen - aber der Steuerzahler hat es ja schließlich. Später fällt noch so manch eine Parteispende oder ein Pöstchen mit unheimlich viel Geld und unheimlich wenig Arbeit für so manchen berufspolitiker an. Wenn der Staat dan pleite ist muss der kleine man ihn aus dem Dreck zerren. 100% Spitzensteuersatz ist nötig für Einkommen ab 250.000,- Euro jährlich, wobei alle Vermögensvorteile berücksichtigt werden müssen (z.b. erworbene Altersvorsorge, Aktienoptionen usw.). Wenn die Taugenichtse ins Ausland gehen wollen, dann sollen sie gehen.

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