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Navigationsgeräte: Kampf der digitalen Wegweiser

von Thomas Kuhn

Google und Nokia haben den Herstellern von Navigationsgeräten mit kostenlosen Angeboten den kampf angesagt. TomTom & Co. reagieren mit einer neue Generation von Navis, die ihre Informationen aus dem Netz ziehen.

Neben dem regulären Quelle: dpa
Neben dem regulären Staunachrichten, sollen künftige Navigationsgeräte auch Stauinformationen von Bewegungsprofilen auf den Autobahnen erhalten. Quelle: dpa

Wer die Diskussion um mobile Navigationsdienste verfolgt, wähnt sich im Krieg: Googles Ansage im Herbst, Handynavigation gratis anzubieten, „war eine Handgranate“, sagt Michael Halbherr, der Chef von Nokias ortsbezogenen Diensten, Mitte Januar in Berlin. Und kündigt an, das eigene – bis dato kostenpflichtige – Navigationsangebot ebenfalls zu verschenken: „Das wird eine Bombe.“

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Zwar können derzeit nur zwei Handvoll Nokia-Handys den Navi-Dienst auch nutzen. Und Googles Routenführer funktioniert vorerst nur in den USA. Trotzdem zwingen die Branchengiganten die etablierten Hersteller von Navigationsgeräten zu einer Innovationsoffensive.

Immerhin kauften deutsche Autofahrer vergangenes Jahr 4,1 Millionen Nachrüst-Navis. Ein Markt von 690 Millionen Euro Volumen, so der Branchenverband gfu. Doch bereits 2010 schrumpfe der Umsatz auf nur noch 660 Millionen Euro.

Hersteller rüsten mit Extras auf

Um nicht noch mehr Geschäft an die Gratiskonkurrenz zu verlieren, rüsten die Hersteller kräftig auf. Der europäische Marktführer TomTom vertreibt bereits Top-Modelle mit Mobilfunkmodul. Damit können Autofahrer dank gebührenpflichtiger Live-Services zum regulären Verkehrsfunk zusätzliche Stauinfos empfangen, die unter anderem aus Bewegungsprofilen von Abermillionen europäischen Vodafone-Handys errechnet werden. „Das ist einmalig“, gibt sich TomTom-Vorstandschef Harold Goddijn im Interview mit der WirtschaftsWoche zuversichtlich, die Gratisdienste auf Distanz halten zu können.

Die Top-Modelle von Navigon bieten über ein Funkmodul neben Wetter- und Verkehrsdaten Zugriff auf Online-Datenbanken mit freien Stellplätzen in Parkhäusern. Konkurrent Garmin überträgt beim Modell nüvi 1690 ebenfalls via Funk Live-Infos aus dem Netz – vom Wetter am Ziel bis zur ortsbezogenen Google-Suche. Per Adapter liest das Gerät sogar Verbrauchs- und Servicedaten aus dem Diagnose-Computer des Fahrzeugs.

Neben allen Softwarefinessen aber sprechen für Navigon-Chef Egon Minar auch in Zukunft vor allem ganz praktische Gründe für eigenständige Navigationsgeräte: der Platzbedarf ausreichend dimensionierter Lautsprecher – und der Trend zu immer größeren Displays. „Im Handy wird das viel zu unhandlich.“

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2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.02.2010, 15:12 UhrAnonymer Benutzer: Jan

    Wozu braucht ein Navi eigentlich ein Display? Man sieht die Lage ja durch die Frontscheibe und braucht nur einen, der sagt, wo es lang geht. "Nach hundert Meter links" genügt vollkommen.

  • 03.02.2010, 20:25 UhrAnonymer Benutzer: Huber

    wofuer immer groessere displays ?
    die navigation muss viel zeitnaher und vorausschauend sein

    und was bringen die infos ueber mobilfunk im ausland ausser teuren roaming kosten

    infos zum sparen im ausland unter

    http:www.intenet-ausland.de

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