Neues Modell "D": Was Tesla wirklich vorstellt

Neues Modell "D": Was Tesla wirklich vorstellt

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Ist das das ominöse „D“?

von Sebastian Schaal

Tesla-Chef Elon Musk befeurte kürzlich die Spekulationen über ein neues Modell "D", heute stellt er es vor. Ein Foto im Tesla-Forum zeigt: Das "D" ist keine Revolution, aber dennoch ein großer (Leistungs-)Sprung.

"About time to unveil the D and something else". Mit diesem kryptischen Tweet kündigte Tesla-Chef Elon Musk Anfang der Woche eine Modellneuheit für diesen Donnerstag an. Aber warum "D"? Bisher war doch eher über den Kompaktwagen Model 3 und das SUV Model X spekuliert worden. Oder hat Musk bei einem der beiden Modelle einfach den Namen geändert?

Im Tesla-eigenen Forum will man eine Antwort darauf gefunden haben. Das "D" soll kein eigenständiges Modell, sondern ein Ableger der erfolgreichen Limousine Model S werden – als Bestandteil der Modellbezeichnung P85D. Schließlich hat Musk ja nur von "D" und nie von "Model D" gesprochen. Ein in dem Forum gepostetes Foto scheint die These des P85D zu stützen.

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Das "D" soll für "Dual" stehen, also einen zweiten Motor. Dieser soll aus dem Model S aber keineswegs einen Plug-In-Hybriden mit Verbrennungsmotor machen – Musk hat oft genug betont, nur auf Elektrokraft setzen zu wollen. Ein zweiter Elektromotor an der Vorderachse, so die Folgerung im Tesla-Forum, soll das Model S zur Allrad-Limousine machen – mit beeindruckenden Leistungsdaten.

Schneller als ein BMW M5

Laut einer Grafik, die in dem Forum gepostet wurde, könnte das kombinierte Drehmoment der beiden Motoren von den rund 600 Newtonmetern des aktuell stärksten P85+ auf über 900 Newtonmeter steigen. Damit würde der Allrad-Tesla in nur noch 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde (96,6 km/h) beschleunigen – eine halbe Sekunde schneller als ein BMW M5 und eine ganze Sekunde unter der Zeit des P85+.

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Die genauen Zahlen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, aber auch nicht ganz aus der Luft gegriffen: Beim Umstieg von einem Porsche 911 Carrera S auf den allradgetriebenen Carrera 4S bleibt die Motorleistung bei 400 PS, sie wird aber über die zusätzlich angetriebene Vorderachse nur besser verteilt.

Beim Allrad-Tesla bliebe der bis zu 476 PS starke Elektromotor an der Hinterachse unangetastet. Die Leistung für die Vorderräder käme aus einem weiteren Elektromotor – was die Gesamtleistung erhöht.

Hinter dem "and something else" verbirgt sich nach der weit verbreiteten Meinung ein "Shared automatic vehicle", ein selbstfahrendes Auto. Elon Musk hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, ein Modell auf den Markt bringen zu wollen, das "90 Prozent der gefahrenen Kilometer selbstständig fahren kann".

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Mit einem automatisch pilotierten Auto liegt Tesla im Trend, auch zahlreiche weitere Hersteller arbeiten an solchen Systemen. Vor zwei Wochen haben Audi, Mercedes und Google die Erlaubnis erhalten, in Kalifornien ihre selbstfahrenden Modelle auf öffentlichen Straßen zu testen. Weitere US-Staaten wie Arizona, Florida oder Michigan haben ebenfalls ihre Auflagen stark gelockert: Ein Fahrer, der im Notfall eingreifen kann, und eine Versicherung in Höhe von fünf Millionen Dollar reichen aus.

Ob diese Vermutungen und Folgerungen zutreffen, wird man erst sehen, wenn Tesla-Gründer Musk wirklich das "D and something else" enthüllt. Denn bis jetzt ist nur eines klar: Elon Musk ist immer für eine Überraschung gut.

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