Neidisch schauen gebeutelte Opel-Manager auf die Schwestermarke Chevrolet. Die Einstiegsmarke des Mutterkonzerns General Motors (GM) aus den USA darf, was Opel verwehrt bleibt: Chevrolet tritt weltweit an statt nur in Europa. Und um der Marke, die früher hierzulande Daewoo hieß, grenzüberschreitend Profil zu geben, sponsert Chevrolet den Fußballklub Manchester United. Opel bleiben Partnerschaften mit Borussia Dortmund oder Mainz 05.
Im Luzerner Verkehrshaus, einem Schweizer Museum für Mobilität, unterstrich Chevrolets neue Europachefin Susan Docherty am 24. Juli den Expansionskurs der Marke bei einem Pressegespräch: "Wir sind ein kleiner Player mit großen Ambitionen."
Während die deutlich größere Marke Opel schrumpft, strebt der Exot weiteres Wachstum an. "Das zweite Halbjahr wird gewiss schwieriger werden, aber ich bin sicher, dass wir unsere Verkaufszahl aus dem Vorjahr von 206.000 Autos übertreffen werden", sagte Docherty. Im ersten Halbjahr legte der Chevrolet-Absatz um knapp elf Prozent auf 117.500 Autos zu.