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Pariser Autosalon: Die Autobranche jubelt sich aus der Krise

Die Krise des letzten Jahres scheint vergessen: Auf dem Pariser Autosalon strotzen die Hersteller vor Zuversicht, zeigen erste serienfertige Elektroautos – und entdecken die Mittelklasse wieder.

Auf dem Pariser Autosalon wird Quelle: dpa
Auf dem Pariser Autosalon wird der Audi e-tron Spyder präsentiert Quelle: dpa

Blankblitzende Messestände, eine Fülle neuer Modelle, garniert mit aufwändigen Abendveranstaltungen: Von der Krisenstimmung des letzten Jahres ist auf dem Pariser Autosalon, der heute seine Tore für die internationale Presse öffnete, nichts mehr zu spüren. Stattdessen haben die Autobauer in den Pariser Messehallen die Farbe weiß endeckt: So gut wie alle großen Hersteller präsentieren ihre neuesten Modelle auf hellen Marmorböden. Putztrupps entfernen beständig die Fußabriebspuren von den weißen Böden und die Fingerabdrücke von den blankpolierten Ausstellungsstücken. Die spritsparenden neuen Hybridmodelle und die ersten serienfertigen Elektroautos zeigen sich fast durchgehend im weißen Lackkleid.

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Die Farbe der Unschuld wird auf dem Pariser Autosalon zur Farbe der Hoffnung. Ob Luxusautobauer wie BMW oder Massenhersteller wie Toyota: Sie alle strotzen bei der Präsentation ihrer neuen Modelle vor Zuversicht. „Die Faszination Automobil ist so stark wie nie“, konstatierte Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bei der aufwändigen Präsentation der gesamten Modellpalette gestern Abend. Und schob nach, dass die Zeichen für die Automobilindustrie „grundsätzlich wieder auf Aufbruch“ stünden.

Neue Modelle haben die Hersteller reichlich im Gepäck: Im Halbstundentakt starten in den zehn Hallen Neuvorstellungen, Präsentationen und Pressekonferenzen, gespickt mit vollmundigen Ankündigungen: Die Autobranche tönt wieder, als hätte es niemals eine Krise gegeben.

Kein Wunder, sind doch die weltweiten Absatzzahlen der Hersteller in den letzten Monaten höchst erfreulich ausgefallen – so gut sogar, dass die deutschen Oberklasse-Hersteller BMW, Daimler und Audi ihre Absatzprognosen deutlich angehoben haben. Das große Wachstum findet aber außerhalb Europas statt: Die Absatzzahlen in China verdecken die Krise, in der sich etwa der deutsche Automarkt weiterhin befindet. Doch die deutschen Autobauer haben sich für den Heimatmarkt ein neues Rezept zurechtgelegt: Dienstwagen-Fahrer haben in den nächsten Monaten die Qual der Modellwahl, wie die Neuvorstellungen der Messe zeigen.

Sparsamkeit wird höchstens bei den Motoren geübt: Die neuesten Hybridmodelle und  aufgepeppten Kleinmotoren versprechen weniger Verbrauch bei kräftigen PS-Zahlen. Hier feiert Peugeot mit dem ersten Diesel-Hybrid für sein neues Mittelklassemodell 508 eine Weltpremiere, die jedoch von der Konkurrenz zumindest kritisch betrachtet wird. Bei Dieselmotoren, die in vielen Bereichen effizient arbeiten, ließe sich mit Hybridantrieb deutlich weniger Spriteinsparung erzielen als bei herkömmlichen Benzinmotoren, moniert etwa die Konkurrenz von Toyota.

12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.11.2010, 00:41 UhrAnonymer Benutzer: Werner Kögel

    Ja das ist wohl wahr geschrieben. Aber nicht nur die Autobranche jubelt sich aus der Krise. Wenn man ins Fernseh schaut oder die Tageszeitungen liest, überall sensationelle Meldungen über Gewinne beim Vorausblick auf die Jahresbilanz diverser Firmen und überall inovative Projekte die wie Pilze aus dem boden schießen, die eine goldene Zukunft verheißen. Also ich bin kein Mensch der nur negativ denkt, denn um was zu verändern muss mann nach vorn sehen, aber vieles was da bejubelt wird ist Wunschdenken. Und speziell die Französische Autoindustrie berwirbt ihre Produkte ständig mit Technologie die es bei anderen Firmen auch gibt und langweilt einen mit Avangarde Technologie die sie schon längst nicht mehr hat.

  • 01.10.2010, 17:41 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    ich finde jedenfalls, die Models sollten noch weniger anziehen. Ein typischer Frauenjob eben. Vielleicht wird dann auch Logan verkauft.

  • 01.10.2010, 16:50 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Ing. Bart Teeuwen

    Der erste "deutsche" der "über die Klinge springt" ist aber mit Sicherheit VW. Die Konzern ist nähmlich bei genauerem hinsehen völlig marode.Vor allen dank Ferdinand.
    ich war bei VW und froh weg zu sein vor dem großen Knall.

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