Porsche SE: PSE will in Vernetzung investieren

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Porsche SE: PSE will in Vernetzung investieren

, aktualisiert 17. März 2015, 15:10 Uhr
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Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende der Porsche Automobil Holding SE.

Porsche SE erwägt weitere Investitionen im Bereich der Vernetzung von Fahrzeugen. Vorstandschef Martin Winterkorn sieht darin eine Zukunftsbranche.

Die Porsche-Holding will nach dem Einstieg beim US-Verkehrsdaten-Anbieter Inrix weiter in das Thema Vernetzung investieren. „Die Porsche SE sieht in diesem Bereich ein erhebliches Markt- und Wachstumspotenzial“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Dienstag in Stuttgart - „und dieses Potenzial wollen wir nutzen.“ Die Porsche SE (PSE) hatte sich im vergangenen Jahr mit rund 10 Prozent an dem Anbieter für Echtzeit-Verkehrsinfos beteiligt.

„Im Zuge der Digitalisierung entstehen hier fortlaufend neue Geschäftsmodelle“, erklärte Winterkorn. „Dies betrifft neben der Aufbereitung und Nutzung von Verkehrsdaten auch angrenzende Bereiche wie neue Mobilitätsdienstleistungen.“ Die PSE arbeite „intensiv daran, weitere Beteiligungen zu erwerben“.

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Hauptsächlich besteht die Holding derzeit aus der Beteiligung an Volkswagen, die für rund 90 Prozent ihrer Vermögenswerte steht. Wegen der starken Bilanz des Autobauers hatte die PSE 2014 ein Ergebnis von rund drei Milliarden Euro nach Steuern ausgewiesen (Vorjahr: 2,4 Mrd Euro). 2015 rechnet die Holding mit 2,8 bis 3,8 Milliarden Euro.

Auf der hohen Kante hat die Porsche-Dachgesellschaft trotz des positiven Ergebnisses mittlerweile allerdings etwas weniger als im Vorjahr: Die sogenannte Nettoliquidität - also das verfügbare Geld in der Kasse abzüglich der Schulden bei den Banken - ging von rund 2,6 Milliarden Euro auf fast 2,3 Milliarden Euro zurück.

Als Gründe hierfür nannte die PSE neben dem Einstieg bei Inrix auch höhere Steuerzahlungen. Demnach hat die Holding aus Sicht der Finanzverwaltung bislang zu niedrige Steuerzahlungen geleistet. Für 2015 rechnet sie deswegen mit einer Nettoliquidität zwischen 1,7 und 2,3 Milliarden Euro.

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Kosten könnten auf die Schwaben zudem wegen zahlreicher Rechtsstreitigkeiten zukommen. Die Holding hat im Zusammenhang mit der versuchten Übernahme von Volkswagen 2008/2009 diverse Klagen am Hals. Anleger fühlten sich rückblickend getäuscht und fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Zuletzt hatte die PSE dabei allerdings einige Etappensiege erzielt. In der kommenden Woche will das Oberlandesgericht in Stuttgart eine Entscheidung im Streit mit mehreren Hedgefonds verkünden.

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