Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz: "Effizienz ist das große Thema"

Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz: "Effizienz ist das große Thema"

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Wolfgang Hatz

von Franz W. Rother

Warum Sportwagenbauer Porsche auf den Hybridantrieb setzt und trotz Umweltauflagen den Fahrspaß noch groß schreibt.

WirtschaftsWoche: Herr Hatz, Hybridautos wie der neue Panamera Hybrid haben zwei Motoren an Bord. Sie sind schwer, teuer – und fahren nur kurze Strecken elektrisch. Weshalb setzt Porsche auf die Technik? 

Hatz: Der Hybridantrieb ist für uns ein wichtiger Baustein. Gerade in den USA, Japan und China verlangen die Kunden entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge.

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Rechnet sich das für Porsche?

Betriebswirtschaftlich führt der Hybridantrieb sicher nicht zu Jubelstürmen. Für die soziale Akzeptanz aber ist er ein wichtiger Baustein. Er hilft Unternehmen auch, ihren Flottenverbrauch zu senken. Deshalb baut Porsche sein Angebot in dieser Richtung weiter aus. Interessant ist, dass wir mit dem Cayenne Hybrid in dem Marktsegment bereits führend sind.

Wenn es allein um den Verbrauch geht, schneidet ein Auto mit Dieselmotor immer noch besser ab als ein Hybrid.

Das stimmt. Deshalb sind in Europa bei großen Autos auch 50 Prozent der Neuzulassungen Dieselautos.

Der Panamera Hybrid kostet etwa 26.000 Euro mehr als die Dieselvariante. Werden sich die Preise angleichen?

Das wird schwierig – selbst bei allen Volumen- und Skaleneffekten und bei einer Intensivierung des Wettbewerbs. Denn der Markt drängt auf größere elektrische Reichweiten. Das bedeutet, dass der Energiespeicher im Auto wachsen muss, und das kostet Geld.

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring beteiligte sich Porsche mit einem Hybridauto, das einen Teil seiner Antriebsenergie aus einem Schwungrad schöpfte, das die Energie mithilfe rotierender Gewichte speichert. Eignet sich die Technik auch für Alltagsautos?

Eher nicht, aber ich will es auch nicht ausschließen: Es hängt vom Einsatzzweck des Fahrzeugs ab. In einem Kleinwagen wird es einen Schwungradspeicher sicher nicht geben. Aber in einem Supersportwagen...

...an dem Porsche arbeitet...

...könnte ich es mir vorstellen. Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist für alle Autohersteller ein Thema. Aber es führt nicht nur ein Weg dahin. Manche Autos werden ihre Energie aus Batterien beziehen, andere vielleicht aus einem Schwungradspeicher, wieder andere werden den Fahrstrom mit einem kleinen Verbrennungsmotor erzeugen.

Ist der neue Elfer für einen Hybridantrieb vorbereitet?

Kurzfristig wird es dort keinen Hybridantrieb geben, damit würde das Auto zu schwer. Aber es wäre fahrlässig, bei einem neuen Auto eine solche Antriebsform auszuschließen. Erst recht, wenn das Wissen im Unternehmen vorhanden ist.

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