Spritpreise zur Ferienzeit: Nur Dumme tanken morgens

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Spritpreise zur Ferienzeit: Nur Dumme tanken morgens

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Kostenfalle Tankstelle: Wer in den Urlaub fährt, sollte sich gut überlegen, wann und wo er sein Auto volltankt.

von Julia Gurol

Pünktlich zu den Sommerferien steigen deutschlandweit die Spritpreise. Wo es sich am günstigsten tanken lässt - und wo Ihnen das Benzin besser nicht ausgehen sollte.

Die Ferien haben begonnen, das Auto ist vollgepackt und die Vorfreude auf den Urlaub steigt. Aber Vorsicht: Wer in diesen Tagen in den Urlaub starten möchte, der sollte sein Auto am besten schon am Abend vorher tanken. "Frühmorgens sind die Preise in der Regel am höchsten. Zwischen 18 und 20 Uhr liegen sie dagegen im Durchschnitt am niedrigsten", sagt Jürgen Albrecht, Leiter der Verkehrspolitik im Automobilclub ADAC.

Dieser Trend ist deutschlandweit erkennbar. Darüber hinaus unterscheiden sich jedoch die Preise pro Liter Benzin um bis zu acht Cent pro Liter je nach Bundesland - macht bei einer Tankfüllung rund fünf Euro. Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland beträgt derzeit vier Cent bei Superbenzin und knapp vier Cent bei Diesel.

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Ein Vergleich der bundesweit rund 14.000 Tankstationen, den der ADAC anlässlich des Ferienstarts für die "Welt" durchführte, zeigt auch: Berlin und Brandenburg gehören zu den Spitzenreitern, wenn es um günstiges Tanken geht. Nordrhein-Westfahlen, bisher ebenfalls auf den vorderen Plätzen, rutscht dagegen ins Mittelfeld ab.

Günstige Städte, teures Land

Der Wettbewerb zwischen den Ölkonzernen ist je nach Region unterschiedlich. In den Städten sind Benzin und Diesel vergleichsweise günstiger, auf dem Land dagegen teurer. Dort gibt es weniger Tankstationen und somit weniger Konkurrenz - Grund genug für die Konzerne, die Preise in die Höhe zu treiben.

Der ADAC geht davon aus, dass sich die Spritpreise in den ersten Ferienwochen weiter verändern werden. "Wir erwarten, dass zum Ferienbeginn noch ein Preiseffekt spürbar sein wird, aber der wird nicht mehr so ausgeprägt sein wie in den vergangenen Jahren", sagt Albrecht. Der Grund: Zwar nutzten die großen Ölkonzerne die Ferien dafür, die Preise ordentlich in die Höhe zu treiben. Allerdings seien die Schwankungen nicht mehr so groß wie früher. Stattdessen verlagerten sich die Preissprünge jetzt auf die einzelnen Tage und könnten je nach Wochentag stark variieren, so Albrecht.

Auch andere Experten stellen fest, dass hohe Preisschwankungen nicht mehr zu bestimmten Ereignissen stattfinden, sondern sich tagtäglich abspielen. "Früher waren es drei bis vier Cent, heute liegen die Benzinpreise im Verlauf eines Tages um zehn bis 15 Cent auseinander", sagt Rainer Wiek, Chefredakteur des Energie-Informationsdienstes (EID).

Dass die Preise jetzt besonders stark steigen, liegt auch daran, dass die Tankstationen im April und Mai geringen Gewinn gemacht haben. Das solle jetzt durch große Preissprünge ausgeglichen werden. Denn in den kurzen Stunden mit besonders hohen Preisen bleibt entsprechend mehr in der Kasse hängen.

"Autofahrer können jeden Tag günstig tanken oder zumindest teure Zeiten vermeiden", sagt Albrecht. Man müsse nur hinschauen, wann und wo man den Tank am besten fülle.

Wer einen Diesel fährt, kann vor allem in Bremen günstig tanken, der Literpreis liegt dort bei 1,356 Euro. Teuer wird es dagegen mit 1,407 Euro pro Liter im Saarland. Benzinfahrer sollten Brandenburg meiden, wo ein Liter Benzin 1,583 Euro kostet. Günstig tanken können sie stattdessen ebenfalls in Bremen, für 1,542 Euro pro Liter.

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