Submarke BMW i: Geheimniskrämerei um Elektroauto von BMW

Submarke BMW i: Geheimniskrämerei um Elektroauto von BMW

von Jürgen Rees

Scheibchenweise portioniert BMW die Informationen zu seiner neuen Submarke BMW i. Während die M-Modelle für besonders schnelle Autos stehen, soll BMW i in Zukunft besonders nachhaltige Fahrzeuge hervorbringen. i3 und i8 heißen die beiden neuen Autos, die ab 2013 auf den Markt kommen. Zudem will BMW neue Mobilitätsdienstleistungen anbieten

Großer Auftritt in der futuristischen BMW-Welt in München:  Auf meterhohen Leinwänden erscheint ein neues BMW-Logo mit blauem Kreis für die neue Submarke BMW i und Bilder, die lediglich erahnen lassen, wie die neuen grünen Autos einmal aussehen könnten. Kein Zweifel, die Marketingmaschinerie läuft auf Hochtouren, handfeste Informationen gibt es aber nur scheibchenweise. Die Salamitaktik ist Kalkül, denn so soll die Spannung möglichst bis zum Jahr 2013 aufrecht erhalten werden.

Denn erst dann kommt das neue Stadtauto mit Elektroantrieb, danach folgt der Sportwagen BMW i8 mit  einem Plug-in-Hybrid. Darüber hinaus wird die BMW Group zukünftig ihr Angebot an Mobilitätsdienstleistungen deutlich ausbauen. Zu diesem Zweck wurde die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet. Sie wird mit bis zu 100 Millionen US-Dollar ausgestattet.

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Geheimniskrämerei war gestern Abend in München weiterhin angesagt bei Fragen wie:  Wie werden die neuen Autos aussehen? Was kosten sie? Werden sie in Car-Sharing-Modellen vertrieben? Wie ist die Reichweite der Elektroautos?

Der BMW i3, bisher als Megacity Vehicle bekannt, wird das erste rein elektrisch angetriebene Serienautomobil des Münchner Autoherstellers – vor allem für das städtische Umfeld. Der BMW i8 basiert auf der Konzeptstudie BMW Vision Efficient Dynamics und soll mit seinem Plug-In Hybridantrieb die Fahrleistungen eines Hochleistungssportlers mit dem Verbrauch und dem Emissionsniveau eines Kleinwagens kombinieren. Die Lithium-Ionen-Batterien können an der heimischen Steckdose aufgeladen den. Über Kapazität und Reichweite gab es noch keine Informationen.

Wie sehen die neuen Autos aus?

Beide Fahrzeuge basieren auf einem neuen Konstruktionsprinzip, der LifeDrive Architektur. Ein Chassis aus Aluminium beherbergt jeweils den Antriebsstrang, die aufgesetzte Fahrgastzelle besteht in beiden Autos aus hochfestem, aber extrem leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). „Beide Fahrzeuge sind maßgeschneidert für alternativen Antriebe. Durch ihre Architektur und die Verwendung von CFK kompensieren wir das Mehrgewicht der Batterien praktisch vollständig“, sagt Entwicklungsvorstand Klaus Draeger.

Wie sehen die neuen Autos aus? Auch diese Frage blieb unbeantwortet. BMW-Designchef Adriavon Hooydonk versicherte: „Die Autos werden als BMW erkennbar sein.“ Dazu dient das klassische BMW-Logo, das mit einem blauen Kreis eingefasst wird. „Die neue Technologie soll sichtbar sein, die Autos sollen Leichtigkeit ausstrahlen“, verriet van Hooydonk lediglich. Große aber eher schmale Räder sollen genauso wie der Leichtbau die Aerodynamik unterstützen und die Reichweite der Elektroautos erhöhen sowie den Verbrauch des Hybridautos senken. 

Ebenso wie der BMW i3 wird auch der BMW i8 im BMW Werk Leipzig produziert werden. Dazu werden bis 2013 rund 400 Mio. Euro in neue Gebäude und Anlagen investiert und rund 800 Arbeitsplätze geschaffen. Synergien ergeben sich jedoch nicht nur bei der Produktion. So nutzen die Entwickler für beide Fahrzeuge denselben Komponentenbaukasten für E-Maschinen, Leistungselektroniken und die Lithium-Ionen Hochvoltspeicher.

Auf dem Weg zum Hersteller, der sich zum Mobilitätsanbieter entwickelt, sehen sich die Bayern mit ihren neuen Mobilitätsdienstleistungen. Damit folgt BMW Herstellern  wie Peugeot, der sein Angebot Mu (gesprochen mü) nennt und der Stuttgarter Konkurrenz Daimler. Daimler hat in Ulm ein modernes  flexibles Car-Sharing-Angebot namens car2go aufgebaut und weitet es jetzt auf weitere Städte wie Hamburg und Austin/Texas aus.

Carsharing-Modelle

Bei BMW stehen Lösungen zur besseren Nutzung vorhandenen Parkraums, intelligente Navigationssysteme mit ortsabhängigem Informationsangebot, intermodale Routenplanung sowie Carsharing  im Vordergrund. Möglich ist, dass die neuen Autos der  Submarke BMW i vor allem in Carsharing-Modellen eingesetzt werden, um so den möglicherweise hohen Kaufpreis der neuen i-Modelle zu kaschieren. Die Serienfertigung der Karbonkarosse und die Lithium-Ionen-Batterien treiben die Herstellungskosten in die Höhe.  

Neben selbst entwickelten Serviceangeboten setzt BMW auf Kooperationen mit Partnerunternehmen sowie auf strategische Kapitalbeteiligungen bei Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen. Zu diesem Zweck wurde die BMW i Ventures gegründet. Ziel der Gesellschaft ist es, das Produktportfolio von BMW i mit Beteiligungen an Dienstleistungsanbietern langfristig zu erweitern.

Das New Yorker Unternehmen My City Way ist das erste Unternehmen an dem sich BMW i Ventures beteiligt. My City Way ist eine Mobile App, die für mehr als 40 Städte in den USA Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verfügbaren Parkplätzen und lokalen Unterhaltungsangeboten anbietet. Weitere 40 Städte, darunter auch München, werden im Zuge einer globalen Markteinführung folgen.

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