Bild: dapdDer italienische Star-Autodesigner Sergio Pininfarina ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Designer war verantwortlich für die schlanke Ferrari-Silhouette und die Designs von einer Reihe anderer Sportwagen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, verstarb der Designer in der Nacht zum Dienstag. Er sei seit längerem krank gewesen, hieß es.
Sergio Farina wurde am 8. September 1926 in Turin geboren. Später übernahm er die von seinem Vater, dem Karrosseriebauer Battista „Pinin“ Farina, gegründete Designfirma. In den 1960er Jahren fügte
Pininfarina den Spitznamen seines Vaters, „Pinin“, zu seinem Namen hinzu. Im Jahr 2005 ernannte Italiens Staatspräsident Pininfarina zum Senator auf Lebenszeit. Ein kleine Rückschau auf das Werk des Stardesigners.
Bild: tmnMaserati Gran Turismo S
Zum Genfer Autosalon 2007 gestaltete Pininfarina den Maserati Gran Turismo S - das Auto bekam 30 internationale Preise, darunter auch den als "Best Car".
Bild: REUTERSMaserati Quattroporte
Pininfarina designte auch den ersten Viertürer von Maserati - den Quattroporte. Bei der IAA in Frankfurt im Jahr 2003 stellten er und Maserati-Chef Luca de Montezemolo den Wagen vor.
Bild: AP"OSEE" Prototyp von Citroen
Der Designer zeichnete aber nicht nur für Ferrari und Maserati: 2001 baute Pininfarina einen Sportwagen für Citroën mit Sechszylinder-Mittelmotor. Der OSEE-Prototyp hatte wegen des in der Mitte angebrachten Motors weit außenstehende Reifen. Das Auto bot Platz für drei Personen.
Bild: dpaFerrari Rossa
Für den Ferrari Rossa bekam das italienische Designunternehmen Pininfarina sogar den red dot design award verliehen.
Bild: dpa/dpawebFerrari 612 Scaglietti
Dieser von Pininfarina entworfene Ferrari 612 Scaglietti wurde im Jahr 2004 bei der North American International Auto Show in Detroit vorgestellt. Benannt ist das Auto nach Sergio Scaglietti, der einige der ersten Wagen für Ferrari entworfen hatte.
Bild: dapdPeugeot 406
Aus dem Mittelklassewagen Peugeot 406 zauberte Pininfarina 1997 ein schnittiges Coupé.
Bild: dpaFerrari California
Der Ferrari California wurde, wie auch der 250, von Pininfarina entworfen. Der Ferrari California wird allerdings von einem V8-Motor angetrieben.
Bild: REUTERSFerrari P4/5
Der von Pininfarina designte Ferrari P4/5 wurde bei der Paris Mondial de l'Automobile im Jahr 2006 vorgestellt. Man kann sagen, dass der Familienbetrieb Sergio Pininfarina seit den 1950er Jahren nahezu jeden Ferrari entworfen hat.
Bild: APFerrari Rossa
Pininfarinas "Ferrari Rossa" wurde auf der 68. Turiner Autoshow im Jahr 2000 vorgestellt. Eines der Fahrzeuge ist in Berlin in den Ausstellungshallen im Meilenwerk zu sehen.
Der italienische Star-Autodesigner Sergio Pininfarina ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Designer war verantwortlich für die schlanke Ferrari-Silhouette und die Designs von einer Reihe anderer Sportwagen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, verstarb der Designer in der Nacht zum Dienstag. Er sei seit längerem krank gewesen, hieß es.
Sergio Farina wurde am 8. September 1926 in Turin geboren. Später übernahm er die von seinem Vater, dem Karrosseriebauer Battista „Pinin“ Farina, gegründete Designfirma. In den 1960er Jahren fügte
Pininfarina den Spitznamen seines Vaters, „Pinin“, zu seinem Namen hinzu. Im Jahr 2005 ernannte Italiens Staatspräsident Pininfarina zum Senator auf Lebenszeit. Ein kleine Rückschau auf das Werk des Stardesigners.
"Verliebt in scharfe Kurven" hieß der Titel einer italienischen Komödie, die Anfang der 60er Jahre in die deutschen Kinos kam. Vittorio Gassmann und Jean-Louis Trintignant spielen darin zwei liebenswerte Vagabunden, die in der Ferienzeit mit einem Cabrio völlig sinnfrei die italienische Küste entlang fahren und dabei allerlei Menschen kennen lernen.
An die Handlung des Schwarzweiß-Films, den ich in den späten 70er Jahren einmal im deutschen Fernsehen sah, kann ich mich nur noch in groben Zügen erinnern, an den eigentlichen Helden des Roadmovie umso mehr: Eine schwarzen Lancia Aurelia Spider. Der Sportwagen, gestaltet bei Pininfarina in Turin, begeisterte mit seinem kraftvollen Auftritt und seinen fließenden Linien dermaßen, dass ich mich nie fragte, ob der deutsche Filmtitel vielleicht eine versteckte andere Bedeutung haben könnte: Die Aurelia war bereits Erotik pur.
Starke Präsenz im Kino und auf der Straße
Die 50er und 60er Jahre waren die Glanzzeit des italienischen Karosseriebaus. Was damals aus Turin kam, aus der Carrozzeria Pinin Farina, von Vignale, Bertone, Ghia, Michelotti, später auch von Giugiaro, war Autodesign vom Feinsten. Oldtimer-Sammler in aller Welt lecken sich die Finger nach den Produkten, die damals entstanden und die eine so starke Präsenz hatten – im Kino oder auf der Straße – dass man sich auch heute nicht mit dem bloßen Hinschauen begnügen mag. Man spürt das unwiderstehliche Verlangen, die Autos auch berühren zu können. Das gilt für die Lancia Aurelia ebenso wie für einen Alfa Romeo Giulietta Sprint, einen Lancia Stratos, einen Lamborghini Miura, einen Ferrari 250 GT wie für einen BMW M1: Autos für die Ewigkeit, denen italienische Designer Gestalt gaben.
Sergio Pininfarina, der jetzt nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren starb, war ganz ohne Zweifel einer der einflussreichsten Designer seiner Zeit. Unzählige automobile Schönheiten der vergangenen 50 Jahre tragen seine Handschrift. Vor allem der Marke Ferrari hat der Maestro der Stromlinienform eine unverwechselbare Gestalt gegeben. Aber auch Ford (Focus CC), Fiat (124 Spider), Volvo (C70), Peugeot und Cadillac profitierten von seiner Ästhetik.
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