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Volkswagen: Die siebte Auflage des VW Golf kommt

von Jürgen Rees

Ab November startet VW den Verkauf des Bestseller-Modells, die Produktion hat gerade begonnen. Zum ersten Mal entsteht der Kompaktwagen nach dem Legoprinzip, das nicht nur die Produktionskosten senken soll.

Er läuft und läuft und läuft. 29 Millionen Golfs hat Volkswagen inzwischen verkauft.

Rekordverdächtige 1.150.000 Kilometer fuhr Hans-Dieter Gehlen seinen ersten VW Golf. Anlässlich seines 60. Geburtstages versteigerte der Duisburger Autoliebhaber das Fahrzeug 2003 bei Ebay. Wie viele Kilometer seither dazukamen ist nicht überliefert.

Bild: dpa/dpaweb

Die Revolution bleibt auch in der siebten Auflage des Golf aus. Zumindest von außen. Warum auch? Seit 1974 ist er in der Kompaktwagenklasse Marktführer – trotz heftiger Konkurrenz von Ford Focus, Opel Astra, Renault Megane, Hyundai i30, Toyota Auris und Co. Allein 2011 baute der Wolfsburger Konzern fast 914.000 Fahrzeuge des Vorgängers. Bisher wurden laut VW von dem Bestseller des Unternehmens rund 29 Millionen Exemplare verkauft.

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Damit der Erfolg weiter anhält, stellt VW Anfang September die siebte Generation des VW Golf vor, Marktstart ist dann ab November. Die Diesel-Modelle folgen jedoch erst im Frühjahr. Die Produktion hat Anfang August im Wolfsburger Stammwerk begonnen. 

Wichtiger Baustein

Der Neue ist nur geringfügig flacher, breiter und länger geworden, doch durch den gestreckten Radstand, die flachere Windschutzscheibe und die stärker nach vorn gezogene C-Säule soll er moderner und dynamischer wirken.

Damit soll die jüngste Auflage seines "Brot-und-Butter-Modells" nicht nur den Marktanteil der VW-Kernmarke im Wettrennen vor allem mit der asiatischen Konkurrenz von Toyota und Hyundai ausbauen, der Golf ist zudem ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum größten Autohersteller der Welt.

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Unter der Karosserie hat sich deutlich mehr getan als von außen sichtbar ist. Es ist eine Art Lego, was Volkswagen da spielt. Die Modelle vom Kleinwagen Polo über den Millionenseller Golf und den Mittelklassewagen entstehen künftig in den Produktionsstätten überall auf der Welt mit Hilfe eines neuen Baukastens mit dem etwas kryptischen Namen „Modularer Querbaukasten“ (MQB).

Je nach Ausführung spart dieses variable Plattform-Puzzle 40 bis 100 Kilo Gewicht und schafft gleichzeitig mehr Raum für Menschen und Gepäck. Dazu wird die Technik platzsparender untergebracht als bisher. Früher hat VW im Golf beispielsweise den Motor mal nach vorn und mal nach hinten geneigt installiert – entsprechend groß war der dazu nötige Bauraum. Im Golf VII ist nicht nur die Position des Triebwerks vereinheitlicht, sondern auch die Einbaulage von Getriebe, Achswellen und Abgasstrang. Gleichzeitig kommen weiterentwickelte Aggregate zum Einsatz, die bis zu 18 Prozent kürzer sind und bis zu 28 Prozent weniger wiegen.

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