Von Nullen und Einsen: Neues Hackerziel - Autos

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Ein Renault wird wird mit einem elektronischen Schlüssel geöffnet. Je mehr IT im Auto verbaut wird, desto leichter werden können sie gehackt werden. Die Sicherheitsvorkehrungen sind noch zu niedrig

Kolumne von Ben Schwan

Es klingt wie aus einem Actionfilm: Angreifer brechen aus der Ferne in den Bordcomputer eines Autos ein und manipulieren diesen so, dass der Fahrer bei nächster Gelegenheit einen Unfall baut. Science-Fiction sind solche Szenarien längst nicht mehr - IT-Security-Forscher glauben, dass sie in ein paar Jahren Realität werden könnten, wenn die Hersteller nicht aufpassen.

Wir leben in vernetzten Zeiten. Systeme, die einst für sich alleine standen und brav ihre Arbeit verrichteten, erhalten Internet-Anbindungen - vom Küchenradio bis zum Atomkraftwerk. Das ist höchst praktisch, weil man nun auf Geräte aus der Ferne sowie von den Geräten selbst auf entfernte Inhalte (und andere Geräte) zugreifen kann. Nichts ist mehr nur lokal, alles - zumindest unter Idealbedingungen - stets erreichbar.

Da ist es nur verständlich, dass auch das gute, alte Automobil mittlerweile in der Blüte seiner Online-isierung steht: Hersteller verbauen, nachdem sie bereits viele Jahre lang integrierte Autotelefone verkauften, selbst in hippe Kleinwagen mittlerweile 3G- und 4G-Mobilfunkmodems, einige Modelle sind sogar mit einem WLAN-Hotspot versehen, damit die Passagiere während der Fahrt auf ihren iPads herumbrowsen können.

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Autos knacken aus sicherer Entfernung

Das ist einerseits eine feine Entwicklung, bedingt allerdings auch, dass Fahrzeughersteller dringend damit beginnen müssen, sich um das Thema IT-Sicherheit zu kümmern. Zwar ist derzeit kaum ein direkter Durchgriff aus dem Onboard-Internet auf den Onboard-Computer möglich, doch die Dinge gehen langsam in diese Richtung.

In Amerika gelang es im vergangenen Jahr einem Team aus Sicherheitsforschern, einen erfolgreichen sogenannten "War Texting"-Versuch an einem Automobil aus japanischer Produktion zu demonstrieren. Dabei knackten sie ein System, das eigentlich der Sicherheit dienen soll: Ein sogenanntes "Machine2Machine"-Modul (M2M), mit dem sich beispielsweise bei einem Unfall automatisch eine Notrufzentrale verständigen oder nach einem Autoklau eine GPS-Ortung des Fahrzeugs einleiten lässt.

Das M2M-Kästchen ist nicht viel mehr als ein Mobilfunkempfangsteil, das über ein paar Chips in Verbindung mit der Fahrzeugelektronik steht. Die Wissenschaftler der Firma iSec fanden heraus, dass es ausreichte, eine bestimmte Datenkombination per SMS an die Komponente, die im übrigen ständig auf Empfang war, zu senden, um die Türen zu öffnen, zu schließen oder die erwähnte GPS-Ortung einzuleiten. "Autoklau per SMS" ließ sich der Ansatz auch abkürzen.

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