VW-Elektrochef Krebs: Kauf eines Elektroautos rechnet sich frühestens 2020

exklusivVW-Elektrochef Krebs: Kauf eines Elektroautos rechnet sich frühestens 2020

von Jürgen Rees

Wegen zu hoher Strom- und Akkukosten hält Deutschlands größter Autobauer Volkswagen Elektroautos hierzulande erst ab 2021 für massentauglich.

"Auf zehn Jahre rechnet sich das Elektroauto in Deutschland heute aufgrund der hohen Strompreise noch nicht. Anders sieht es in Frankreich aus, wo der Strom nur die Hälfte kostet und der Staat zusätzlich steuerliche Anreize bietet", sagt VW-Elektrochef Rudolf Krebs im Interview mit der WirtschaftsWoche. Vor allem wasserstoffbetriebene E-Autos hält Krebs erst dann für bezahlbar: "Ein solcher Antrieb ist sehr komplex und aufwendig, zum Elektroantrieb kommt zusätzlich die Brennstoffzellentechnik. Eine bezahlbare Lösung sehe ich nicht vor 2020."

Als erstes Elektroauto will VW laut Krebs 2013 den Stadtflitzer e-up! auf den Markt bringen, dem wenig später der Golf Blue e-Motion folgen soll. Zu den Kosten sagt Krebs: "Die Akkupreise sind innerhalb von zwei Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, und wir gehen davon aus, dass sie noch weiter fallen. Aber der Elektroantrieb inklusive Batterie ist immer noch fünfmal so teuer wie ein konventioneller Antrieb. Das ist das Kernproblem beim Elektroauto. "Mit Preisen wie in der Großserienproduktion für Laptop- und Handyakkus, "also etwa 100 bis 150 Euro pro Kilowattstunde", rechnet Krebs "vielleicht bis 2018."

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Reine Elektroautos in nennenswertem Umfang sieht Krebs deshalb kaum vor 2015: "Aber wir geben den Plug-in-Hybriden, die ab 2013 starten, gute Erfolgsaussichten."

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