Wenn alle Luxus haben müssen
Bild: PRMit dem Karosserieprogramm "Cyrano" macht Tuner Hamann aus dem eher zurückhaltend gestylten Porsche Panamera einen brutal anmutenden Hingucker. Und damit die Optik auch den Tatsachen entspricht, haben die Hamänner auch gleich noch unter der Motorhaube Hand angelegt. Statt 405 kW/550-Turbo-PS sorgen jetzt 443 kW/603 wilde Pferde für gewaltigen Vortrieb. Zum Basispreis von 168.987 Euro verlangt der Tuner dann allerdings noch einen Zuschlag von happigen 64.000 Euro für den Komplettumbau.
Für den Preis bekommt der Kunde eine Leistungssteigerung von 53 PS aus dem V8-Zylinder-Turbomotor. Damit soll der Viersitzer in 3,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten und nach 12,4 Sekunden 200 km/h schnell sein. Als Höchstgeschwindigkeit geben die Oberschwaben 315 km/h an. Neben der reinen PS-Leistung überzeugt der Hamann-Panamera auch mit dem gewaltigen Drehmoment von 870 Newtonmetern, das zwischen 2.500 Umdrehungen und 4.500 Umdrehungen anliegen soll.
Bild: PROptisch so aufgebrezelt kann eigentlich niemand den "Cyrano" übersehen. Ein gewaltiger neuer Frontspoiler mit riesigen Lüftungsöffnungen endet nur knapp über der Fahrbahn und sieht aus, als wolle er alles, was nicht vor ihm verschwindet, in seinen Schlund saugen. Dazu kommen auffällige Kotflügelverbreiterungen, die den Sportwagen um insgesamt 60 Millimeter in der Breite wachsen lassen. Spezielle Seitenschweller sind für eine bessere Luftführung verantwortlich und die Diffusor-Heckschürze mit neu geformten Doppelendrohren der Sportauspuffanlage soll in Verbindung mit dem GT-Heckflügel für noch mehr Abtrieb sorgen. Eine spezielle Tieferlegung senkt die Karosserie um 30 Millimeter ab und sorgt damit für einen niedrigeren Schwerpunkt. Dies soll die Fahrdynamik des Boliden nochmals verbessern. Dazu gehören auch Reifen im 22-Zoll-Format. Vorne steht der Cyrano auf Pneus der Dimension 265/30 ZR 22 und hinten auf Walzen der Größe 305/25 ZR 22. Allein die Rad-/Reifenkombination schlägt mit fast 10.000 Euro zu Buche.
Bild: PRIm Innenraum kommen edelstes Leder, Aluminium und Karbon zum Einsatz. Auf Wunsch erhält der Kunde aber alles, was das Herz begehrt, egal ob Klavierlack, Leder oder Alcantara. Mit dem Umbaupreis von rund 64.000 Euro treibt Hamann den Preis des Porsche Panamera Turbo S auf deutlich über 230.000 Euro. Für den Aufpreis kann der Kunde sich auch einen gut ausgestatteten Porsche Boxster für sonnige Tage zulegen.
Bild: PRMit dem Sondermodell "10th anniversary" feiern das Automobilunternehmen Smart und Brabus ihre inzwischen zehn Jahre andauernde Partnerschaft. Die Produktion des Jubiläumsmodell ist auf 100 Exemplare limitiert und basiert auf dem aktuellen Smart fortwo. Unter dem Kunststoff arbeitet ein Brabus-Triebwerk mit 75 kW/102 PS und einem maximalen Drehmoment von 147 Newtonmetern. Diese Leistung reicht aus, um den kurzen Stadtfloh auf 155 km/h zu beschleunigen und in 8,9 Sekunden aus dem Stand die 100 km/h-Marke durcheilen zu lassen.
Bild: PRDer Preis von 32.990 Euro für das Sondermodell beinhaltet zudem eine komplett silberne Lackierung und das Styling Paket mit geändertem Frontgrill und Frontspoiler, Seitenschweller, Heckschürze, graue Leichtmetallfelgen und spezielle, abgedunkelte Scheinwerfer. Im Innenraum herrscht Lederalarm. Die Lederausstattung ist in Schwarz mit roten Nähten gehalten. Die Zierblenden im Innenraum sind in Rot lackiert. Sitzheizung, Audio- und Navigationssystem sowie LED-Tagfahrlicht gehören unter anderem zur Ausstattung des Geburtstags-Smart.
Bild: PRUm dem BMW M3 zu noch mehr Leistung zu verhelfen, haben die Techniker des in Rastatt ansässigen Tuners ATT-TEC GmbH das bayerische Powerpaket mit einem Kompressor-Kit aufgerüstet. Dieser Kit, der mit einem Software-Update verbunden ist, schlägt mit 11.430 Euro zu Buche. Um auch wirklich in den Genuss der dadurch versprochenen Mehrleistung von 100 PS auf 382 kW/520 PS zu kommen, muss der Kunde für den Einbau nochmals in die Tasche greifen und 1.310 Euro für den Einbau auf den Tisch des Händlers blättern.
Des weiteren bietet der Tuner zur Abrundung seiner Tuningaktivität noch eine spezielle Sportauspuffanlage, ein Gewindefahrwerk und einen 20-Zoll-Rädersatz an. Dadurch soll die versprochene Mehrleistung auch sicher auf die Straße gebracht werden.
Bild: PREine zweifarbige Sonderfolierung der Karosserie im Carbondesign soll die Einzigartigkeit des überarbeiteten BMW M3 unterstreichen. Für die komplette Überarbeitung des Sportlers verlangt ATT-TEC den stolzen Preis von 26.573 Euro. Dafür bekommt der Kunde zwar eine Menge mehr Leistung und auch ein ausgesprochen individuelles Gefährt, mit dem er nicht Gefahr läuft, an jeder Ecke einen Zwilling zu treffen, andererseits ist der aufgerufene Preis auch eine stolze Summe, die den Sinn oder Unsinn der Überarbeitung in Frage stellt.
Bild: PRDie britische Sportwagen-Manufaktur Lotus wird zur Paris Motor Show im September 2012 ein weiteres, in Zusammenarbeit mit der Tuningschmiede Mansory entstandenes Fahrzeug präsentieren. Es ist das erste Produkt einer Kooperation, in der Mansory als offizieller Partner für die Veredelung von Lotus-Sportwagen nach speziellen Kundenwünschen auftritt.
Der Edel-Tuner soll künftig in der gesamten Lotus-Familie also Elise, Exige und Evora für die Individualisierung zuständig sein. Beide Unternehmen arbeiten zum Beispiel beim Entstehen des Evora GTE seit geraumer Zeit zusammen und haben jetzt eine Vereinbarung getroffen, wonach das deutsche Tuning-Unternehmen als „Official Customisation Studio“ tätig werden soll.
Bild: PRSicherlich ist der Porsche Panamera im Serientrimm bereits alles andere als schwachbrüstig. Doch der Veredler JE Design setzt noch einen drauf: Durch ein Zusatzsteuergerät für 1.500 Euro kitzeln die Leingartener aus dem Dreiliter-Sechszylinder-Diesel 50 Extra-Pferdchen, womit die Leistung bei 221 kW/300 PS und das Drehmoment bei 650 Nm statt 550 Nm angelangt wäre. Beim 4,8-Liter-Biturbo-Benziner liegen 441 kW/600 PS statt 368 kW/500 PS und 840 Nm statt 700 Nm an. Kostenpunkt für das Bauteil: 2.000 Euro.
Bild: PRDoch auch an das Äußere des Stuttgarter Gran Turismo haben die Tuner Hand angelegt. Beispielsweise legen sie ein Aerodynamikpaket auf. Die Frontschürze für 3.332 Euro soll die Luftanströmung der Ladeluftkühler verbessern. Sie beherbergt auch das LED-Tagfahrlicht und die -Blinker. Passend dazu finden sich auch noch Seitenschweller für 1.547 Euro im Programm. Wer den ausfahrbaren Flügel am Heck durch einen feststehenden ersetzen möchte, ist mit 1.547 Euro dabei. Die Heckschürze zum Preis von 3.332 Euro beherbergt einen Diffusor und eine abnehmbare Abdeckung, die es erlaubt, die optional bei Porsche erhältliche Anhängerkupplung weiterhin zu nutzen. Auf Wunsch kann mit der Schürze sogar die Serienauspuffanlage weiterverwendet werden.
Mit dem Karosserieprogramm "Cyrano" macht Tuner Hamann aus dem eher zurückhaltend gestylten Porsche Panamera einen brutal anmutenden Hingucker. Und damit die Optik auch den Tatsachen entspricht, haben die Hamänner auch gleich noch unter der Motorhaube Hand angelegt. Statt 405 kW/550-Turbo-PS sorgen jetzt 443 kW/603 wilde Pferde für gewaltigen Vortrieb. Zum Basispreis von 168.987 Euro verlangt der Tuner dann allerdings noch einen Zuschlag von happigen 64.000 Euro für den Komplettumbau.
Für den Preis bekommt der Kunde eine Leistungssteigerung von 53 PS aus dem V8-Zylinder-Turbomotor. Damit soll der Viersitzer in 3,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten und nach 12,4 Sekunden 200 km/h schnell sein. Als Höchstgeschwindigkeit geben die Oberschwaben 315 km/h an. Neben der reinen PS-Leistung überzeugt der Hamann-Panamera auch mit dem gewaltigen Drehmoment von 870 Newtonmetern, das zwischen 2.500 Umdrehungen und 4.500 Umdrehungen anliegen soll.
4. Premium-Wahn
Wer sich für Kompakt- und Kleinwagen auch nur im entferntesten interessiert, dem ist den den vergangenen Jahren eine bestimmte Entwicklung aufgefallen: Die Hersteller packen Extras und Technik aus den oberen Segmenten, also größeren und teureren Fahrzeugen auch in Kleinstwagen und die so genannte Golf-Klasse. Vom Nutzen der unterschiedlichen Features abgesehen, zahlt der Kunde dafür aber immer zweimal.
Warum, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Fahrzeug-Restwerte. Das darauf spezialisierte Prognoseintitut Bähr & Fess Forecasts stellt fest: Ausstattungen, selbst hochwertigste, verfallen im Preis schneller als das Basisfahrzeug. Die Experten aus Saarbrücken rechnen unter anderem aus diesem Grund die Ausstattungen aus ihren Prognosen („Was ist das Neufahrzeug x in vier Jahren wert?“) extra heraus.
Bild: PressefotoQualmende Reifen stinken, oder? Nicht unbedingt: Kumho kann auch anders. Angeblich äußerst beliebt bei asiatischen Kunden sind die Duftreifen des japanischen Herstellers. Bislang gibt es nur die Duftnote Lavendel, geplant sind aber Orangenblüte, Rosmarin und Jasmin. Zur Technik: Die Reifen verströmen ihren Duft sobald eine bestimmte Wärme der Reifen erreicht ist und das sogar in einem Umkreis von ca. zehn Metern. Im Reifen eingearbeitet sind hitzeresistente Öle, die dann den Lavendelduft verströmen. Die Reifen basieren auf dem Modell Ecsta HM KH31. Der Duft bleibt laut Hersteller für mindestens ein Jahr erhalten. Die Firma hat übrigens auch den Coloured Smoke Tire entwicket. Das Highlight für Tuningfreunde verqualmt bei durchdrehenden Antriebsrädern wahlweise rot, blau oder gelb. Eine Zulassung ist noch offen, die Pneus könnten bei Angebern zu übertrieben rasanten Ampelstarts führen. (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium; eigene Recherche)
Bild: PressefotoDer Reliant Robin, der dreirädrige Kompaktwagen war im England der 70er Jahre mal so beliebt, dass er zum größten Glasfaserverbraucher Englands wurde und in Sachen verkaufte Autos mit Kunststoffkarosse sogar die Corvette überholte. Für viele war er mit seinen 30 PS aber ein rollendes Verkehrshindernis, denn da er unter 450 Kilo wog, durfte er in Großbritannien mit einem Motorradführerschein gefahren werden und wurde auch so besteuert. Dass sich das Modell schon früh bei Öko-Fans aber nie auf der Rennstrecke durchsetzte, mag an der Kippneigung liegen. Siehe Top Gear.
Bild: PressefotoDer Messerschmitt Kabinenroller war der einzige Neuwagen mit einer eigenen Bedienungsanleitung für den korrekten Einstieg des Fahrers (durchs Dach). In dem Handbuch heißt es: "Vor dem Öffnen der Haube überzeugen Sie sich, ob rechts des Fahrzeugs auch genügend Platz ist. Haube langsam anheben und nach rechts überkippen, bis Lederriemen straff gespannt ist. Nun wie folgt Platz nehmen: Sitz hochschwenken, Lenkung leicht nach rechts einschlagen, rechten Fuß in Fahrzeugmitte setzen, Platz nehmen, linken Fuß hineinsetzen, beide Füße nach vorn setzen. Jetzt mit beiden Händen an den schrägen seitlichen Rahmenrohren abstützen und Sitz nach vorne schwenken lassen." (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium)
Bild: PressefotoNissan will sein Elektroauto Leaf tatsächlich zu einem Reiskocher machen. Indirekt. Denn das Elektro-Auto des viertgrößten japanischen Herstellers soll zum Strom-Zwischenspeicher werden, mit dem sich im Notfall auch eine Mikrowelle betreiben lässt. Bislang kann der Wagen schon kleinere Gadgets wie Smartphones bis 100 Watt Leistung "befeuern", diese soll auf 1.500 Watt steigen, sagte kürzlich Yoshikazu Nakamura, Chef der Elektroauto-Sparte von Nissan gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Was hierzulande spaßig klingt, hat nach Ansicht der Entwickler einen ernsten Hintergrund: Wenn, wie im März in Japan, nach Naturkatastrophen die Stromversorgung zusammenbreche, könnten die Batterien der Elektroautos als otaggregate angezapft werden, heißt es bei Nissan. Ob man das als Verkaufsargument so im Showroom hören wird, darf bezweifelt werden.
Bild: Wikimedia CommonsDie Heckflosse ist einer der amerikanischsten Auto-Trends überhaupt. Als er nach 11 Jahren 1959 schließlich auch in Stuttgart ankam, wurde der markante Karosserieauswuchs in den Mercedes-Modellreihen W 100 und W 112 (Design: Karl Wilfert) aber in "Peilsteg" umgetauft. Denn ohne Funktion konnte der Design-Schnickschnack, der Mitte der 60er wieder verflogen war, ja in Deutschland nicht bleiben. So wurde behauptet, er diene beim Einparken und Rückwärtsfahren als Orientierungspunkt. Bei Plymouth hießen Heckflossen übrigens "Stabilisierer", und man warb damit, dass die "Steuerkraft bei Seitenwinden um bis zu 20 Prozent abnehmen würde." (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium)
Bild: PressefotoDer 1001 PS starke und mehr als eine Million Euro teure Bugatti Veyron, der von einem acht Liter großen Sechzehnzylinder-Motor mit vier Turboladern bis auf 407 km/h Spitze beschleunigt wird, kann viele Superlative vorweisen. Zum Beispiel eine fünfjährige Entwicklungszeit allein für die Reifen und ein Verbrauch von 100 Litern auf 100 Kilometer bei durchgetretenem Gaspedal. Doch sein Luftwiderstandsbeiwert ist für einen Sportwagen höchstens Durchschnitt. 0,393 bis 0,41 7cw und entsprechen eher den mäßigen Werten eines Subaru Forester (0,36). (Quelle: Hersteller; Wikipedia)
Bild: ampnetDer Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse ist ein Auto der Superlative, bei dem der Kaufpreis zwischen mindestens 1,59 und 2 Millionen Euro noch längst nicht alles. Auch die Unterhaltskosten sind dazu angetan, Normalsterblichen den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Schon die Vollkaskoversicherung schlägt hierzu- lande je nach Schadensfreiheitsrabatt, Regionalklasse und Selbstbeteiligung mit Beträgen zwischen 25.000 und 35.000 Euro zu Buche. Und dann erst die Wartung: Ein Bugatti muss alle 4.000 Kilometer zur Inspektion, alle 16.000 Kilometer wird der Wechsel sämtlicher Felgen empfohlen.
Allein ein Satz der Spezialreifen von Michelin (mit einer Lebensdauer von gerade mal 10.000 Kilometern) kostet rund 25.000 Euro, die große Jahresinspektion mit rund 16.000 Euro hat das englische Magazin "Autocar" ermittelt. Inklusive Sprit kamen die Experten auf jährliche Kosten von umgerechnet rund 250.000 Euro. Da könnte aus einem Traum schnell ein Albtraum werden. Den Preis pro Kilometer rechnet der Besitzer besser gar nicht erst aus. Denn laut Bugatti werden die edlen Gefährte pro Jahr nicht mehr als 1.800 Kilometer weit bewegt.
Bild: PressefotoDer bislang teuerste Oldtimer: Für einen Bugatti 57 SC Atlantic von 1936, von dem es gerade einmal vier Exemplare gibt, erzielte das Auktionshaus Gooding and Company im Mai 2010 bei seiner Versteigerung in Santa Monica (Kalifornien) ein anonymes Höchstgebot zwischen 30 und 40 Millionen US-Dollar. Der Bugatti gehörte dem US-Sammler Peter D. Williamson und holte 2003 bei dem Concours d'Elegance in Pebble Beach den Titel Best Show Car. Auch Ralph Lauren besitzt einen Bugatti 57SC Atlantic. Über den neuen Besitzer des bei einer Auktion bislang höchstbezahltesten Autos aller Zeiten machte der Chef das Auktionshaus zwar keine Angaben, das Wall Street Journal meldete aber, das Fahrzeug mit der charakteristischen Nieten-Naht im Dach sei bald im Mullinn Automotive Museum in Oxnard (Kalifornien) zu sehen. (Quelle: motor-klassik.de)
Bild: PressefotoDer Duftbaum aus parfümierter Pappe wurde 1952 vom Schweizer Julius Sämann erfunden, der nach Kanada ausgewandert war. Er wollte der Legende nach den beißenden Geruch zuvor transportierter Schafe aus seinem Auto vertreiben. 2009 zählten zu den beliebtesten Duftnoten der Deutschen (in dieser Reihenfolge) Vanille, Sportfrische, Neuwagen und Apfel. (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium)
Bild: Pressefoto1996 läutete der Mercedes SLK als erstes Großserien-Cabrio mit Metall-Klappverdeck einen Trend ein. 2010 lag in der Top Five der am schnellsten öffnenden Cabriodächer der Audi TT Roadster mit neun Sekunden vor dem Porsche Boxster (12 Sek.), dem VW New Beetle (13 Sek.), dem Mini (15 Sek.) und dem Mercedes SL (16 Sek.). Das sind natürlich für geübte Stoffdach-Fahrer, wie z.B. beim Mazda MX-5 keine ernstzunehmenden Zeiten, denn Sie entriegeln zwar per Hand, schmeißen dann das Ding einfach mit Schwung hinter sich, und fahren weiter. Das dauert rund zwei Sekunden. (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium)
Qualmende Reifen stinken, oder? Nicht unbedingt: Kumho kann auch anders. Angeblich äußerst beliebt bei asiatischen Kunden sind die Duftreifen des japanischen Herstellers. Bislang gibt es nur die Duftnote Lavendel, geplant sind aber Orangenblüte, Rosmarin und Jasmin. Zur Technik: Die Reifen verströmen ihren Duft sobald eine bestimmte Wärme der Reifen erreicht ist und das sogar in einem Umkreis von ca. zehn Metern. Im Reifen eingearbeitet sind hitzeresistente Öle, die dann den Lavendelduft verströmen. Die Reifen basieren auf dem Modell Ecsta HM KH31. Der Duft bleibt laut Hersteller für mindestens ein Jahr erhalten. Die Firma hat übrigens auch den Coloured Smoke Tire entwicket. Das Highlight für Tuningfreunde verqualmt bei durchdrehenden Antriebsrädern wahlweise rot, blau oder gelb. Eine Zulassung ist noch offen, die Pneus könnten bei Angebern zu übertrieben rasanten Ampelstarts führen. (Quelle: Thomas Pospiech, Auto - Das große Sammelsurium; eigene Recherche)
Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Tendieren Premium-Hersteller wie Daimler, BMW und Audi dazu, immer mehr Fuhrpark-Fahrzeuge und Leasing-Flotten innen höherwertiger auszustatten, so wird Luxus bald zum Masseneffekt. Laut Bär & Fess ist dies schon seit Jahren der Fall, denn es ist ein gutes Geschäft für die Hersteller. Ein schlechtes aber für die Leasingnehmer und noch mehr für Privatleute.
Denn als Folge lassen sich spartanischer ausgestattete (Privat-)Fahrzeuge nur noch mit hohem Abschlag verkaufen. Im Umkehrschluss können sich immer weniger Privatleute deutsche Premium.Neuwagen leisten. Nicht umsonst gehen schon heute manche Audi-Avant-Modelle zu 70 Prozent an Geschäftskunden. Warum das so ist, zeigt ein einfaches Beispiel: Unser fast voll ausgestatteter Testwagen, ein Audi A4 Avant 2.0 TDI kostet mit den angenehmen Extras an Bord 51.450 Euro. Der Basispreis liegt bei 31.680 Euro.
Vielen potenziellen Neuwagen-Käufern sind die Preise längst zu abgefahren. So schreibt Handelsblatt Online-Leser "danke_dir" im Forum: "Sie bauen am "Geld vorbei". Ein Dacia Logan MCV kostet als LPG in Vollausstattung mit Überführung gerade mal rund 13.000 Euro. Sorry, aber wenn ich da deutsche Autos ansehe, vergehts mir. Und Qualität hin oder her: 3x länger hält ein vergleichbar großer VW auch nicht. Im Gegenteil, was ich mit VW schon an Motorfehlern und Elektronikfehlern durchmachen musste, ist eine glatte Frechheit. VW= VOLKSwagen. Ich glaube das Volk haben die schon lange aus den Augen verloren."
Was indirekt in dieser Kritik steckt, ist der Trend zu mehr Firmenkunden. Privatkunden machen im Schnitt laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer nur noch 40 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Sie sind aber das ertragreichste Geschäft. Die 60 Prozent Firmenkunden bringen den Herstellern deutlich weniger Marge.
- Seite 1: Die großen Tricks der Autobauer
- Seite 2: Keine ESP ohne Lederlenkrad
- Seite 3: SUVs machen Parkhäuser eng
- Seite 4: Wenn alle Luxus haben müssen
- Seite 5: Des Fahrers kleine Helferlein
- Seite 6: Wenn sich "Zwillinge" im Preis unterscheiden
- Seite 7: Die (gedopten) Könige der Statistik
- Seite 8: Ein bisschen mehr geht immer














- als Spam melden
- antworten

- als Spam melden
- antworten

- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen03.09.2012, 18:24 UhrAnonymer Benutzer:Derstahldoctor
tja das "unverzichtlich wichtige" Wirtschaftswachstum ist zu unserer neuen Religion geworden. Da müssen sich die Systemsklaven eben anpassen, und mehr Geld für mehr Unsinn der nicht Zufrieden macht ausgeben. Wer das Spiel etwas besser verstehen will, dem empfehle ich den Film Moving Forward auf Youtube. Ich lebe heute freier, glücklicher und Zufriedener. Jetzt habe ich endlich mehr Zeit da ich weniger Arbeiten muss und auch mehr Geld da ich es nicht mehr für den ganzen Blödsinn ausgeben muss der mir angeblich noch gefehlt hat. :-)
01.09.2012, 21:01 UhrAnonymer Benutzer:sagauchwas
völlig richtig
01.09.2012, 20:59 UhrAnonymer Benutzer:Ottavo
Bravo, dass sich die WiWo als Wirtschaftsblatt traut, auf diesen Unsinn hinzuweisen!
Üblicherweise sind es gerade Journalisten, die mir ständig suggerieren, dass ich ohne einen PS-Protz mit Lederausstattung, Xenonlicht und allem möglichen Schnick und Schnack, kein vollwertiger Mensch bin. Man bedankt sich halt gerne beim Sponsor, der einem den tollen Neuwagen zum ausgiebigen Testen zur Verfügung stellt. Sollte man später mal ein eigenes Auto erwerben müssen, winkt gewiss ein fabelhafter Preisnachlass. Und da ist ja auch noch das wichtige Anzeigengeschäft …...
Das gilt im Übrigen auch für viele Gazetten, denen eher Linkslastigkeit vorgeworfen wird.
Ich gebe zu, man kann sich diesem Quatsch leider nicht ganz entziehen – aber als Innenstadtbewohner einer Großstadt, helfen mir die Verhältnisse, auf dem Teppich zu bleiben.