Autotest : Was der neue Audi A6 taugt

Autotest : Was der neue Audi A6 taugt

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Audi A6 7.Generation

von Franz W. Rother

Rennfahrer Johannes Stuck unterwegs im Audi A6 der siebten Generation, der mit Quattro-Antrieb, Sechs-Zylinder-Diesel und Internet-Trick punkten soll.

Lange war die Hackordnung klar. Ein Manager, der auf sich hielt, fuhr selbstverständlich im Mercedes zum Büro. Ein 5er-BMW ging als Dienstwagen für Jungdynamiker noch durch. Aber ein Audi A6? Der ging gar nicht – Siegertypen sahen anders aus. Bis weit in die Neunzigerjahre blieb der biedere A6 ein blasser Außenseiter. Inzwischen aber hat sich das Blatt gewandelt: Mercedes, BMW und Audi liefern sich hierzulande ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Poleposition im wichtigen Flottengeschäft. Noch führt BMW knapp vor Mercedes und Audi. Doch mit dem neuen A6 setzen die Ingolstädter zum Überholen an. Kann das gelingen? Eine ausgiebige Testfahrt rund um München soll die Antwort liefern.

Man muss den Neuen und seinen Vorgänger schon nebeneinander stellen, um die Veränderungen bei der mittlerweile siebten Generation zu erkennen. Wer einen Aufbruch der Audi-Designer in eine frechere Formensprache erhofft hatte, wird enttäuscht. Aus 100 Meter Entfernung habe ich jedenfalls Probleme, den A6 vom größeren A8 oder vom kleineren A4 zu unterscheiden: Die Familienähnlichkeit ist speziell in der Seitenansicht sehr stark. Mit 4,92 Metern ist das neue Modell zwölf Millimeter kürzer als der Vorgänger, dafür aber 19 Millimeter breiter. Vorne ist der Überhang etwas kürzer und das Dach etwas niedriger, ja. Aber das erkennt bei einem A6 in freier Wildbahn nur ein Experte. Der Kühlerschlund ist so groß wie eh und je, dafür sind die oberen Kanten des Grills nun leicht abgeschrägt.

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Sein und Schein

Mehr vom Fortschritt künden die LED-Leuchten vorn, die technische Wunderwerke sind: Tagfahrlicht, Kurvenlicht, Allwetter-, Nebel- und Fernlicht – für jede Strecke und praktisch jede Verkehrssituation halten die LED-Strahler eine Lösung bereit. Xenon war gestern, H4-Licht nur eine Notlösung. Und dort, wo früher die Nebellampen kauerten, lauern nun Radar- und Infrarot-Sensoren auf ihren Einsatz. Ich bin beeindruckt. Das gilt auch für das Interieur, das bei unserem Testwagen mit Leder und Echtholz ausgekleidet war: schöner Wohnen auf Rädern. Alles fügt sich wunderbar zueinander, die Materialien sehen sehr hochwertig aus und fühlen sich auch so an. Businessclass? Das hier ist eigentlich schon die First. Elektrisch sind die Sitze ruck, zuck! in Position gebracht, auf Knopfdruck surrt der acht Zoll große Monitor des Navigationssystems aus dem Armaturenbrett. Das Kartenbild aus Google Earth zeigt mir dort meinen Standort, eine rote Linie weist mir in -Sekundenschnelle den Weg in die City. Pack mer’s.

Zündschlüssel drehte mein Vater in jungen Jahren. Heute lässt der Fahrer seinen Schlüssel in der Hosentasche und drückt zum Starten des Motors einen Zündknopf. Warum die Innenraumdesigner den aber beim neuen A6 jenseits des Schalthebels auf der Beifahrer-seite positioniert haben, ist mir ein Rätsel. Über jeden Zweifel erhaben ist dafür der Sechs-Zylinder-Diesel, der per Knopfdruck zum Leben erwacht: vibrationsarm und leise, dafür ausgesprochen dynamisch im Antritt. Schon nach wenigen Sekunden ist Tempo 100 erreicht – und nach oben noch jede Menge Luft. Die Maschine wurde so gut gekapselt und der Fahrgastraum zu so gut gedämmt, dass man das Gefühl für die Geschwindigkeit verliert. Ich tue jedenfalls gut daran, den Tachometer im Auge zu behalten. Verfügt der Wagen wie unser Testgefährt über ein Head-up-Display, das Geschwindigkeitsangabe, Wegweiser samt dem aktuellen Tempolimit auf die Frontscheibe projiziert, brauche ich dafür nicht mal den Blick von der Fahrbahn zu nehmen.

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