Bertrand Piccard: Um die Welt in 15 Tagen

Bertrand Piccard: Um die Welt in 15 Tagen

Das neue Projekt des Abenteurers heißt "Solarimpulse". Angst vor der Herausforderung hat er nicht - seine Vorfahren haben schon ganz andere Dinge gemeistert.

Was haben der Astronaut Buzz Aldrin, Friedensnobelpreisträger Eli Wiesel und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gemeinsam? Die Begeisterung für das Projekt Solarimpulse, das Bertrand Piccard initiiert hat. Im Mai 2011 will er in Dubai mit einem viermotorigen Flugzeug abheben und in 15 Tagen die Welt umrunden – angetrieben von der Kraft der Sonne. Bis auf 12.000 Meter Höhe soll der filigrane Flieger auf seiner Reise steigen, unter anderem den Pazifik und Atlantik überqueren und nach einer Flugstrecke von rund 46.000 Kilometern wieder am Persischen Golf niedergehen.

Piccard weiß, worauf er sich einlässt: Nach drei Jahren Vorbereitungszeit und beim dritten Versuch hatte er im März 1999 als erster Mensch die Welt bei einer Nonstop-Fahrt mit einem Heißluftballon umrundet. Damals hatte er den Briten Brian Jones als Co-Piloten mit an Bord. In der Kabine des Solarflugzeugs wird trotz der riesigen Tragflächen – die so groß sind wie die eines Airbus A380 – nur Platz für einen Menschen sein. Und während damals die Kerosin-Vorräte für den Brenner des Ballons die Flugdauer begrenzten, wird 2011 alles am Wirkungsgrad der Solarzellen und der Speicherfähigkeit der mitgeführten Stromspeicher – Lithium-Ionen-Batterien – hängen. Denn Solarimpulse soll auch nachts fliegen können.

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Dem insgesamt 120-köpfigen, international besetzten Team steht deshalb in den kommenden Jahren eine Menge Arbeit bevor. Bis zum Spätsommer soll in einer Montagehalle in Dübendorf bei Zürich ein erster Prototyp entstehen, der für Testflüge auch während der Nacht genutzt werden soll. 2010 soll mit einem zweiten Solarflugzeug die Überquerung der USA und des Atlantiks versucht werden, ehe im Mai 2011 die Weltumrundung beginnt.

Bang ist Piccard jedenfalls nicht, seine Vorfahren haben schon ganz anderes gemeistert. Großvater Auguste Piccard (1884–1962) war der erste Mensch im Weltraum: 1931 ließ sich der Freund von Albert Einstein und Marie Curie mit einem Ballon in die Stratosphäre transportieren. Später tauchte er mit seinem Sohn Jacques in einem revolutionären U-Boot bis auf 3150 Meter Tiefe. Der heute 85-jährige Jacques Piccard wiederum erlangte später Weltruhm, als er 1960 mit der Trieste im Marianengraben auf den mit 10 916 Metern tiefsten Punkt der Ozeane tauchte.

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