Bildung und Forschung: Von China lernen, heißt siegen lernen

Bildung und Forschung: Von China lernen, heißt siegen lernen

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Chinesischer Student

Während in Deutschland der Fachkräftemangel weiter zunimmt, wächst der Bildungsstand in China noch schneller als die Wirtschaft. Wenn wir nicht mit den Tabus unserer Mitfühlpädagogik brechen, werden wir in der globalen Wissensgesellschaft bald staunend zuschauen statt mitzuspielen.

Wäre Armin Krawisch jung und Single, er wäre in Shanghai. Doch er ist 46 Jahre, Wissenschaftler, sorgender Familienvater – und so umgibt ihn deutsche Verwaltungstristesse in ihrer trostlosesten Form. Krawisch arbeitet in der Zentrale der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn, aus seinem Fenster blickt er in einen rechteckigen Innenhof, die Wände weiß getüncht, gleichförmig blicken ihn die hohlen Fenster ringsum an. Der Fleck Himmel ist gerade groß genug, dass es keiner der umgebenden Bäume ins Blickfeld schafft.

So bleibt Krawisch nichts, als ab und an von Shanghai zu träumen. Für ihn ist die Stadt schon heute, was sie aus seiner Sicht bald für die ganze Welt werden wird: Sehnsuchtsort der jungen Generation, das New York des beginnenden Jahrhunderts. Zumindest für Wissenschaftler: „Die Chancen, die China deutschen Forschern bietet, sind inzwischen attraktiv und international wettbewerbsfähig“, sagt Krawisch. Auch wenn die Bezahlung noch nicht an westliche Standards heranreicht, Personalausstattung und Kompetenz des wissenschaftlichen Nachwuchses seien in China ausgezeichnet. Er muss es wissen, denn der in Bonn promovierte Zellbiologe war die vergangenen drei Jahre in China, um für die DFG die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Forschern zu koordinieren. Bei der Gründung der Koordinationsstelle im Jahr 2000 ging es um eine Art wissenschaftliche Entwicklungshilfe, heute ist man froh um den einzigartigen Brückenkopf zur wissenschaftlichen Elite von morgen.

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Hoher Studierendenzuwachs

Forschungsparadies China? Klingt nach plumper Propaganda aus dem Reich der emsigen Betriebsamkeit, das sein Wirtschaftswunder weniger genialen Erfindungen als perfekten Kopien verdankt. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: In keinem Land gibt es inzwischen mehr Studenten als in China, beim Bildungswettbewerb Pisa landeten Schüler aus Shanghai zuletzt mit Abstand auf dem ersten Platz. Auch die Zahl der Veröffentlichungen in international anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften ist bereits die zweithöchste der Welt. 2013 soll China hier bereits die USA überholen, prophezeit das britische Forschernetzwerk „Royal Society“.

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