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Biomedizin: Opus Dei betreibt Stammzellenforschung in Spanien

Opus Dei betreibt im spanischen Pamplona ein Biomedizinzentrum, in dem auch an Stammzellen geforscht wird. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer neuen Ausgabe (ab Montag am Kiosk).

Geklonte Embryonen im Quelle: SEOUL NATIONAL UNIVERSITY
Geklonte Embryonen im achtzelligen Stadium Quelle: SEOUL NATIONAL UNIVERSITY

Die etwa 87.000 Mitglieder starke katholische Laienorganisation ist bekannt für strenge Regeln. Verhütung, Abtreibung oder die Forschung an Embryonen lehnt sie strikt ab. An adulten Stammzellen wird jedoch im Centro de Investigación Médica Aplicada (Cima), das 2004 von der Opus-Dei-eigenen Universität Universidad de Navarra gegründet wurde, geforscht. Und Gentherapie ist einer von fünf Schwerpunkten des Cima. Sie wird vor allem bei der Bekämpfung von Darmkrebs angewandt.

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Therapeutisches Klonen ist unter den 400 internationalen Forschern in Pamplona zwar offiziell verboten. „Aber es ist ja nicht klar definiert, was darunter genau zu verstehen ist“, sagte Biochemiker Matías Avila Zaragozá gegenüber der WirtschaftsWoche. Dem Cima angeschlossen ist die Biotechfirma Digna („Würdige“) Biotech. Sieben Patente sind bereits angemeldet, 38 weitere in Vorbereitung. Medikamente, die darauf basieren, werden erprobt. In einem Jahr hofft Digna mit dem ersten Mittel auf den Markt zu kommen, einer Salbe gegen eine seltene Art des Hautzerfalls. Danach soll Digna an die Börse gehen. Opus Dei wolle sich daran nicht bereichern, beteuert Uni-Sprecher Jesús Díaz: „Sämtliche Einnahmen werden wieder in die Forschung gesteckt.”  

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.02.2008, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: Stefan Rehder

    Peinlich, peinlich. ihre „exklusive“ Story bestätigt doch nur, was jeder halbwegs aufmerksame Zeitungsleser längst weiß: Christen und auch Katholiken sind nicht per se gegen Forschung, sondern nur gegen eine, bei der Menschen – unabhängig vom Stand ihrer Entwicklung – verzweckt oder gar getötet werden. bei der embryonalen Stammzellenforschung ist genau dies der Fall. Papst benedikt XVi. hat Wissenschaftler mehrfach zur ethisch unbedenklichen Forschung mit adulten Stammzellen ermuntert. Und jetzt regen sich zwei Autoren darüber auf, dass irgendwelche Katholiken ihn beim Wort nehmen? Vielleicht, weil diese belegen, dass man mit ethischer Forschung Erfolg haben kann?

    Was man alles bereits heute mit adulten Stammzellen machen kann, lässt sich übrigens auf www.deine-stammzellen-heilen.de nachlesen.

  • 09.02.2008, 11:01 UhrAnonymer Benutzer: Dr. med. F. Plümmer

    Vielen Dank für den Hinweis!
    in der aktuellen Diskussion um die embryonale Stammzellforschung und die anstehende Debatte im Deutschen bundestag ist das sicherlich ein gutes beispiel dafür, dass Forschung mit adulten Stammzellen erfolgreich ist und letztlich der bessere Weg ist.
    9.2.08 F.P.

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