Biosprit: Jenseits von Petroleum

Biosprit: Jenseits von Petroleum

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Jenseits von Petroleum

Durch die teure Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff müssen Millionen Autofahrer teures SuperPlus tanken. Nicht einmal dem Klima nutzt die Umstellung.

Gut gemeint ist längst nicht gut gemacht: Die Biosprit-Verordnung, die Mineralöl-, Autoindustrie und Umweltminister Sigmar Gabriel am „Runden Tisch Biokraftstoffe“ für 2009 verabredet haben, droht zur Pleite für Autofahrer und Klima zu werden. Von Januar an soll den Kraftstoffsorten Benzin (sofern überhaupt noch angeboten) und Super zehn Prozent Bioethanol (E10) beigemischt werden.

Der Grund: Aus Mais oder Raps gewonnenes Ethanol ist ein nachwachsender Energieträger, der im Vergleich zu Erdöl weniger Kohlendioxid ausstoßen soll. Doch die Produktion von Biosprit kann den Klimawandel nach aktuellen Untersuchungen in vielen Fällen drastisch beschleunigen, wie zwei aktuelle Studien belegen. Denn allein beim Anbau von Mais, Raps oder Palmöl entstehen oft mehr Treibhausgase als durch die daraus gewonnenen Biokraftstoffe gespart werden.

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Unklar ist zudem, wie viele Autos den Biosprit überhaupt vertragen. Der Verband der Autohersteller glaubt, dass nur 375.000 Pkw-Besitzer auf das teure SuperPlus umsteigen müssen, das bis 2016 weiterhin nur fünf Prozent Ethanol enthalten wird. Doch der ADAC taxiert die Zahl der Autos, die das aggressivere Bioethanol nicht vertragen, auf mehrere Millionen. Jetzt wollen die Autohersteller bis Ende März genauere Zahlen vorlegen. Bis dahin werden die Motoren auf Prüfständen Belastungstests unterzogen – mit einem Kraftstoff, für den es bis heute noch keine Norm gibt.

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