Kommentare zu: Zuchterfolge ohne Gentechnik

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5 Kommentare
  • 11.11.2009, 20:12 UhrAnonymer Benutzer: Klaus Böhringer

    bravo.Henikoff/Tacke haben Monsanto und co eingebremst.Vergewaltigende,artgrenzenignorierende Gentechnik war gestern.Die Zukunft der Agrogentechnik heißt Tilling.Hoffentlich wird diese "natürlichere" Gentechnik die anderen,widernatürlichen und hochriskanten Horror-Geschöpfe verhindern,bevor sie auch Europa noch irreversibel kontaminieren können.

  • 16.11.2009, 12:59 UhrAnonymer Benutzer: Klaus Ammann

    Auch ich gratuliere zu den neuen Tilling-Erfolgen. Allerdings bin ich dagegen, nun die Gentech als Horror-Technologie zu verdammen, denn es ist wissenschaftlich längst bewiesen, dass bezüglich der molekularen Prozesse kein Unterschied zu erkennen ist zwischen natürlicher Mutation und gentechnischen Veränderungen, wie die vielen Arbeiten des Nobelpreisträgers Werner Arber gezeigt haben. Zitate liefere ich gerne auf Anfrage. Auch ist längst klar, dass genomische Veränderungen bei klassischer Zucht in der Regel grösse sind als bei transgenen Sorten, auch hier liefere ich gerne wisssenchaftliche Publikationen. klaus.ammann@ips.unibe.ch

  • 18.11.2009, 21:59 UhrAnonymer Benutzer: Eckehard Manschek

    Das ist die Lösung. Zuchterfolge ohne fremde Gene.
    Dies ist wie Züchtung durch Auslese, nur viel schneller.
    Monsanto und co können einpcken.

  • 02.12.2009, 17:10 UhrAnonymer Benutzer: Stefan Rauschen

    Übersehen wird bei der ganzen Sache folgendes: die chemisch induzierten Mutationen treten nicht gezielt im Genom der Pflanze auf, sondern ganz zufällig. Man sucht nur letztlich nach Mutationen in bestimmten Genen, und selektiert die Pflanzen daraufhin. Was mit den anderen Mutationen geschieht, braucht nicht untersucht werden, weil es sich ja nicht um einen GVO, sondern um eine konventionell gezüchtete Pflanze handelt.
    Daher dürfen diese Pflanzen auch direkt im Freiland angebaut werden - es sind "konventionelle" Pflanze. Und das, obwohl vollkommen unklar ist, was sonst so im Genom eigentlich durch die Mutagenese passiert ist. Veröffentlichungen zeigen, dass Mutationen mit Raten von 1 in 300 Kilobasen auftreten können. Das heisst letztlich, dass in einer Pflanze mehrere hundert wenn nicht gar tausende Mutationen aufgetreten sind, die gar nicht untersucht werden.

    Das steht dann im Gegensatz zur gentechnisch veränderten Pflanze, die sehr genau untersucht wird, in Hinblick auf die integration des Fremdgens, der Expression, des Einflusses auf das restliche Genom (Stichworte: Transkriptomanalyse).

    Stellt sich hier die Frage, warum die durch Ethylmethansulfonat (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethylmethansulfonat) ausgelösten Mutationen sicherer sein sollen, als andere Eingriffe ins Genom.

    Als Kommentar am Rande: Pflanzen werden gegen insekten resistent gemacht, in denen man ihnen ein Gen aus dem bodenbakterium bacillus thuringiensis einsetzt, das für ein bestimmtes jeweiliges Protein verantwortlich ist, das spezifisch auf Gruppen von Schädlingen wirkt.
    insektengene spielen bei der Veränderung von Pflanzen da keine Rolle.

  • 04.07.2010, 19:04 UhrAnonymer Benutzer: David

    Zumindest etymologisch bedeutet Gentechnik doch die manipulation der Genen, oder? Jede Technik, die zu eine "unnatürliche" Veränderung der Erbguts verursacht, sollte doch als Gentechnik bezeichnet werden. Obwohl es in der Methode anders ist, sehe ich hier kein Unterschied ob die Veränderung per Mutagenese oder per gezieltes Einbau eines fremdes Genes aus biotischer Herkunft... Nicht schlimmer, aber eben auch nicht besser...

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