Bluetooth Smart: Das unbekannte Feature des neuen iPhones

Bluetooth Smart: Das unbekannte Feature des neuen iPhones

, aktualisiert 07. November 2011, 09:50 Uhr
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Apple Store in San Francisco. Das neue iPhone 4S verfügt über eine Technologie namens Bluetooth Smart zur Strom sparenden Kommunikation mit anderen Geräten.

Quelle:Handelsblatt Online

Das neue iPhone 4S von Apple hat eine kleine, bislang wenig beachtete technische Neuerung, mit der es zumindest eine Zeit lang alleine in der Smartphone-Welt dasteht. Es ermöglicht die Kommunikation mit anderen Geräten.

New YorkDas aktuelle iPhone 4S von Apple kann mit einer neuen Art von Funkchips kommunizieren, die beispielsweise in Uhren oder Pulsmessern eingebaut werden. Die Technik nennt sich „Bluetooth Smart“, wie die hinter dem Standard stehende Industrievereinigung Bluetooth Special Interest Group erklärte. Geräte, die diesen Standard verwenden, sollen auch entsprechend gekennzeichnet werden.

Die „Bluetooth Smart“-Chips verbrauchen so wenig Energie, dass für ihre Stromversorgung einfache Knopfzellen ausreichen, wie sie auch in Uhren zum Einsatz kommen. Es gibt zwar noch wenige Geräte, die den neuen Standard unterstützen, aber das dürfte sich wohl bald ändern, da die Einsatzmöglichkeiten riesig sind.

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Die japanische Elektronikfirma Casio kündigte für Ende Dezember eine Uhr an, die „Bluetooth Smart“ eingebaut hat. Die Uhr kann mit einem entsprechend ausgestatteten Smartphone kommunizieren und den Träger durch Tonsignale oder Vibration informieren, wenn neue E-Mails oder Anrufe eingehen. Eine Uhr, die genau das kann, brachte zwar Sony Ericsson schon vor fünf Jahren heraus, aber sie nutzte nur das herkömmliche Bluetooth, war schwer und die Batterie schon nach drei Wochen am Ende.

Die norwegische Firma Nordic Semiconductor erklärte, einer ihrer „Bluetooth Smart“-Chips werde in einen Gürtel eingebaut, der den Puls des Trägers messen und zum Smartphone senden könne. Andere mögliche Einsatzgebiete für „Bluetooth Smart“ sind Sensoren für die Blutzuckermessung bei Diabetikern, in Häusern könnten Sensoren überwachen, ob alle Fenster geschlossen und wie die Temperaturen seien, erklärte Suke Jawanda, Marketingchef der Bluetooth Special Interest Group.

Neben dem iPhone werde auch das in Kürze erscheinende neue Razr-Smartphone von Motorola Mobility „Bluetooth Smart Ready“ sein, erklärte Jawanda. Auch einige Notebooks sind demnach schon „Bluetooth Smart Ready“, können also mit den Chips kommunizieren.

„Bluetooth Smart“ wurde von Nokia entwickelt und damals „Wibree“ genannt. Die Technik wurde dann an die Bluetooth Special Interest Group weitergegeben, um die Verbreitung zu fördern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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