CeBIT: Die neuen iPhone-Konkurrenten

CeBIT: Die neuen iPhone-Konkurrenten

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Toshiba TG01 und Blackberry 8900: Konkurrenz für das iPhone

Mobilfunkunternehmen starten die nächste Netzgeneration. Mit dem neuen Turbogang (HSPA plus) wird das mobile Internet so schnell wie der Festnetzanschluss daheim.

München hat es besser. Nicht nur was Alpenblick und Wies’n angeht – auch beim schnellen Surfen sind die Bewohner der Bayern-Metropole vorn. Im Sommer startet hier deutschlandweit der erste Test der neuen Generation des mobilen Internets. Der Handykonzern O2 will dann in seinem Münchner Netz Datenübertragungen von bis zu 28 Megabit pro Sekunde möglich machen.

Damit wären die O2-Kunden mit ihrem Mobilfunkgerät achtmal schneller im Internet unterwegs als bislang – und sogar schneller noch als im Festnetz über den Online-Turbo DSL 16.000. „Wir machen das Internet in München erstmals wirklich mobil“, sagt O2-Deutschland-Chef Jaime Smith Basterra. In der zweiten Jahreshälfte soll das Angebot auf den Markt kommen; zu den normalen UMTS-Tarifen.

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Neun Jahre nach der spektakulären Versteigerung der UMTS-Lizenzen wird die Vision des mobilen Netzes endlich Realität: Bald schon surfen wir via Handy oder Laptop so schnell wie im Büro oder zu Hause. Basterras Testlauf an der Isar ist nur der Anfang. Weitere Regionen werden folgen. Erster Schritt ist der Netz-ausbau auf den sogenannten HSPA-plus-Standard. Das lässt sich ohne großen Aufwand erledigen. Die Anbieter müssen nur die UMTS-Technik ihrer Funkmasten erweitern. Neben O2 wollen auch T-Mobile und Vodafone noch in diesem Jahr die neue Technik testen.

Katalysator für den Erfolg des schnurlosen Internets aber sind die Smartphones, jene westentaschentauglichen Zwitter aus klassischem Handy und Computer. Die bekanntesten Vertreter sind das iPhone von Apple und der Blackberry. Die jüngste Generation dieser Multimediahandys, die Hersteller wie Nokia, Research in Motion, Toshiba oder HTC vor wenigen Tagen auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt haben, wird auch auf den CeBIT-Messeständen in Hannover für Aufsehen sorgen.

Mehr Tempo und attraktive Telefone

Mehr Tempo, attraktive Telefone und weiter sinkende Tarife: Es ist dieser Dreiklang, auf den die Mobilfunkbranche ihre Hoffnung setzt. „Wir rechnen bis zum Jahresende bundesweit mit knapp 23 Millionen UMTS-Nutzern“, prognostiziert August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. „Das wären mehr als 20 Prozent aller Handyanschlüsse.“

Die neuen Breitbandgeräte sind zudem ersehnte Wachstumstreiber. Denn bei gewöhnlichen Handyverträgen erwartet die Branche im laufenden Jahr günstigenfalls Stagnation. Damit wiederholt sich in der mobilen Welt, was Festnetzanbieter seit Jahren beobachten: Eine steigende Nachfrage nach schnellem Internet und den damit verbundenen neuartigen Online-Angeboten kompensiert ein schrumpfendes klassisches Geschäft und sorgt sogar für Wachstum.

Im Kleinen ist das genau der Effekt, auf dessen heilsame Wirkung für die deutsche Wirtschaft auch Bund, Länder und Industrie mit ihrer milliardenschweren Breitbandstrategie setzen.

Wie sehr attraktive Geräte und preisgünstige Tarife den mobilen Internet-Konsum beflügeln, zeigt die Studie „Mobile Web Watch 2009“ des Beratungshauses Accenture: Danach gehen 41 Prozent der Besitzer von Telefonen mit berührungsempfindlichem Touch-screen wie etwa des Apple iPhone bereits täglich mobil ins Internet. Bei den Nutzern eines Mobilfunk-Pauschaltarifes sind es sogar knapp 60 Prozent.

Keine Killer-Anwendung

Die Killer-Anwendung, das einzigartige Erfolgsangebot für alle mobilen Internet-Surfer, wird es nicht geben. „Die Anwendungen werden sich stark nach Zielgruppen unterscheiden“, sagt Nikolaus Mohr, Telekommunikations-Spezialist bei Accenture. „Speziell jüngere Kunden übertragen ihr Verhalten aus dem stationären ins mobile Internet und nutzen Musik-Downloads oder soziale Netzwerke auch unterwegs.“

Geschäftskunden dagegen können ihr Büro nun quasi in in die Tasche stecken und das mobile Internet für das Arbeiten unterwegs nutzen. Sie führen große Teile der Kommunikation über Smartphones und Laptops, gleichen Daten ab, bearbeiten Dokumente oder lassen sich per Navigationssoftware zum nächsten Termin führen.

Dabei wird der schnelle Mobilfunk auf Dienstreisen doppelt zur Alternative zum DSL- oder WLAN-Anschluss im Hotel. Denn auch preislich unterbietet das mobile Web die Internet-Tarife vieler Geschäftshotels längst. Während Hoteliers für den Zugriff aufs WLAN bis zu 15 Euro pro Tag auf die Rechnung schreiben, gibt es die mobile Internet-Flatrate für das Notebook bei T-Mobile & Co. schon ab 25 Euro im Monat.

Vor ein bis zwei Jahren galt auch das Doppelte noch als Schnäppchen.

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