CeBIT: Messe im Minutentakt: Der Microsoft-Chef auf Stippvisite

CeBIT: Messe im Minutentakt: Der Microsoft-Chef auf Stippvisite

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Micorsoft-Chef Steve Ballmer auf der Pressekonferenz vor Beginn der CeBIT in Hannover

Es ist wenige Minuten vor 14 Uhr als es vor dem großen Saal im NordLB-Forum auf dem Hannoverschen Messegelände unruhig wird. Gleich beginnt die Auftakt-Pressekonferenz des Softwareriesen Microsoft und erstmals seit 2002 wird Konzernchef Steve Ballmer wieder persönlich in Hannover sein - am Nachmittag als Sprecher vor der Presse, am Abend als Keynote-Speaker bei der Messeeröffnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Gleich ist es 14 Uhr, soll die Pressekonferenz starten. Der Saal ist voll, wer fehlt ist Ballmer. Sicherheitspersonal steht in der Lobby vor dem Saal und schützt den Gast auf den alle warten. Dann, auf die Minute pünktlich, erscheint Ballmer, betritt nahezu unbemerkt von den Journalisten den Saal durch einen Nebeneingang. Währenddessen richten sich alle Augen auf Thomas Mickeleit, Microsofts deutschen Kommunikationschef, der die Präsentation eröffnet - und gleich zu Beginn um Verständnis dafür bittet, dass "Steve nach den Vorträgen für einen limitierten Zeitraum noch ein paar Fragen wird beantworten können".  

Dann spricht der Stargast, exakt 22 Minuten lang, spricht über Microsoft als einen der "vier bis fünf größten Rechenzentrumsbetreiber der Welt" und die Anstrengungen - passend zum Megathema der Messe - den Stromverbrauch der eigenen IT-Infrastruktur zu senken.

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Er erzählt vom neuen Superrechenzentrum, das Microsoft in dem Örtchen Quincy im US-Bundesstaat Washington baut, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Wasserkraftwerk.  

"Da arbeiten wir absolut CO2-neutral", verkündet Ballmer stolz und kündigt gleich im Anschluss an, dass sein Konzern und der deutsche Stromverkäufer Yello in Zukunft spezielle Stromzähler unters Volk bringen wollen, die via Intranet den aktuellen Stromverbrauch auf den heimischen PC übertragen und auf Wunsch die Verbrauchsdaten zur Abrechnung an Yello überspielen.

Die Zähler sind zwar fertig, aber noch lässt der Marktstart auf sich warten. Es wird wohl Herbst werden, bis sich Yello mit allen Stromnetzbetreibern geeinigt hat und seine Zähler an Endkunden verkaufen darf.  

Bis Herbst? So weit denkt Ballmer derzeit nicht. Er ist minutenweise verplant, exakt vertaktet. Unmittelbar nach der Pressekonferenz warten die CIOs der deutschen Bundesländer und des Bundes. Meinungsaustausch ist angesagt, Imagepflege für Microsoft, das sich lange im Linux-Musterland schwer getan hat. Dreieinhalb Minuten, berichtet einer von Ballmers Mitarbeitern seien für den Wechsel von einem zum anderen Auftritt verplant. Dann wartet der Transfer ins Kongresszentrum - zur Generalprobe für die Eröffnungsrede.  

Dort will Ballmer gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, EU-Kommissionschef José Manuel Barroso eines von Microsofts aktuellen Highlights präsentieren: Den "Surface" genannten Tischcomputer, den Benutzer per Berührung der Tischplatte bedienen können. Zumindest rechnerisch könnte es für eine digitale Partie Doppelkopf reichen, zeitlich wohl kaum. Denn selbstverständlich ist auch Ballmers Präsenz bei der Eröffnungsfeier auf die Minute verplant. Bis 21.45 Uhr, heißt es, könne er bleiben. Dann geht's ab zum Flughafen.  

Ballmer muss zurück in die Staaten, irgendwo eine weitere Konferenz eröffnen. Den Auftritt fix verplant und natürlich wieder Minutentakt vertaktet.

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