CeBIT: Netbooks: Neues Design, mehr Funktionen

CeBIT: Netbooks: Neues Design, mehr Funktionen

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Produktmanagerin Elma Liu mit einem Eee PC T91 von Asus

Die handlichen Netbooks waren der Überraschungserfolg der Computerbranche im vergangenen Jahr. Jetzt legen die Hersteller nach und präsentieren auf der CeBIT ihre in Designer oder Funktion erweiterten Geräte. Ein Überblick über die Neuheiten.

Der Auftritt von Asus-Chef Jerry Shen auf der Cebit 2008 war mehr Versuch als Versprechen: Man hoffe, mit dem neuen Niedrigpreis-Notebook EeePC einen neuen Markt zu erschließen, so Shen vor Jahresfrist.

Inzwischen ist klar: Asus' Vorstoß ins Low-Cost-Segment hat der gesamten Notebook-Branche das Wachstum gerettet. Die ebenso kompakten wie günstigen Rechner verkauften sich wie frische Brötchen. Mit den entsprechenden folgen für die Branche: Von Asus über LG und MSI bis Hewlett-Packard gibt es kaum noch einen PC-Hersteller, der nicht einen eigenen Kompaktrechner im Angebot hätte.

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Auf dieser CeBIT gehen die Anbieter nun in die zweite Runde. Und setzen zunehmend auf optische oder funktionale Differenzierung - denn das Thema “klein” allein reicht nicht mehr, um sich mit dem Taschen-Rechner vom Wettbewerb zu differenzieren. Zumal Microsoft, als Lieferant des Betriebssystems – des eigentlich längst verrenteten Windows XP – die Hardware-Ausstattung der Netbooks weit gehend limitiert: mehr als ein Gigabyte Arbeits- und 160 Gigabyte Festplattenspeicher sind nicht drin.

Integrierte UMTS-Funkmodule

Und so präsentiert beispielsweise EeePC-Erfinder Asus auf der Messe erstmals sein neues Designer-Stückchen EeePC Seashell 1008 HA, ein in ein edles Weiß mit einem Stich ins Perlmuttene gehülltes Mini-Notebook, technisch vergleichbar den aktuellen EeePCs, aber eben auch 'was für's Auge. Der Preis steht noch nicht fest.

Konkurrent MSI, Hersteller der WIND-Netbooks – der Name steht für wireless internet device, schnurloses Internet-Gerät – hat seine Taschen-Rechner in zwei Richtungen weiter entwickelt: Während die Modelle U110 und U115 mithilfe des neuen besonders stromsparenden Atom-Prozessors N280 und Flash-Festspeicher statt (oder neben) einer regulären Festplatt auf lange Akkulaufzeit optimiert sind, bietet das Modell U120 mobilen Internet-Zugriff unabhängig von DSL-Anschlüssen oder WLAN-Netzen.

Möglich macht das das integrierte UMTS-Funkmodul, das als schnurloses Modem für die Mobilfunknetze fungiert - sich allerdings beim Dauereinsatz als zusätzlicher Konkurrent um die begrenzte Akkukapazität entpuppt. Nicht umsonst stattet MSI den Rechner ab Werk mit einem leistungsstärkeren Sechs-Zellen-Akku aus. Der soll immerhin fünf Stunden Arbeitszeit ermöglichen. Ab Ende März sollen das neue Mobilfunk-Netbook verfügbar sein, der Preis dürfte bei rund 500 Euro liegen.

Auf integrierten Mobilfunk als Zusatzfunktion setzt auch Konkurrent Acer, der seinem ersten funkvernetztn Netbook, dem mit einem 22-Zentimeter-Display ausgerüsteten Modell Acer One A150X/3G, in den kommenden Wochen den größeren Bruder folgen lässt, das Modell D150/3G, das neben dem Mobilfunk-Chip ein 25-Zentimeter-Display besitzt. Der ebenfalls mit einem Sechs-Zell-Akku und dem energiesparenden Prozessor Atom N280 ausgerüstete Rechner wird voraussichtlich zwischen 450 und 500 Euro kosten – oder, wie schon sein Vorgänger, im Verbund mit einem neuen Mobilfunkvertrag für einen Euro bei den Netzbetreibern zu haben sein.

Buntes Niedrigpreis-Segment

Dabei treibt es Acer im Niedrigpreis-Segment recht bunt: Denn den Acer One gibt es neben zurückhaltendem schwarz auch in rotem, blauen und weißen Gehäuse. Noch konsequenter geht Wettbewerber Fujitsu-Siemens zu Werke und bietet für seine Amilo Netbooks verschiedenfarbige Gehäusedeckel zum Nachrüsten und Wechseln an, damit der Käufer die Geräte nach Gusto im  Außenauftritt anpassen kann.

Ein Trend, der sich nach Einschätzung von Robert Perenz, Produkt Manager für Endkunden-PCs  bei Acer, in Zukunft noch weiter fortsetzen wird: „Mittelfristig werden wir beipielsweise im Haushalt nicht mehr einen Computer pro Familie haben, sondern einen pro Nutzer“, prognostiziert Perenz. „Und ähnlich wie beim persönlichen Handy, werden immer mehr Menschen dann ihren Rechner auch individueller gestalten wollen. Konzepte wie etwa Gehäuse , die der Nutzer nach seinem Geschmack in Farbe oder Design anpassen kann, sind eine Option.

Geht es indes nach EeePC-Erfinder Asus, wird es bei Farbvariationen nicht bleiben: Auf der CeBIT 2009 präsentierten die Taiwaner gleich zwei weitere Rechnermodelle, die den Eee-Gedanken preiswerter Computer für den Alltag weiter treiben. Das Kombi-Notebook T101 etwa, das trotz nur 960 Gramm Gewichts einen drehbaren Touch-Bildschirm besitzt. So lässt sich der Rechner entweder als normaler Klapp-Computer nutzen oder – mit um 180 Grad gedrehtem Display – als digitaler Notizblock.

Noch konsequenter aber ist die Reduktion aufs Wesentliche bei Asus' gelungen. Das neue EeeKeyboard ist genau das: Eine elegante Designer-Tastatur, in der die Taiwaner die komplette Computertechnik eines EeePc eingebaut haben. Die muss der Nutzer nur noch via Kabel oder drahtlos an einen Monitor oder das TV-Gerät anschließen – und fertig ist der Computerarbeitsplatz. Preisvorstellung für das EeeKeyboard, das in der zweiten Jahreshälfte in den Handel kommen soll: 500 bis 600 Euro.

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