Cebit 2014: Ausländische IT-Konzerne drängen in Auto-Branche

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Cebit 2014: Ausländische IT-Konzerne drängen in Auto-Branche

von Meike Lorenzen

Google, Apple und Co. dringen in das Heiligste der deutschen Wirtschaft vor: die Automobil-Branche. Die deutschen Konzerne müssen aufpassen, dass ihnen das Silicon Valley nicht die Butter vom Brot nimmt. Aber Software-Kompetenz gibt es auch hierzulande.

Auf kaum einer Branche liegen so große Hoffnungen für die Zukunft, wie auf der deutschen Automobilbranche. Wie alle Industrien steckt sie mitten im digitalen Wandel und könnte ein Vorreiter für die Kombination bewährter, deutscher Ingenieurskunst und Software-Kompetenzen sein.

Das wird bei der diesjährigen IT-Messe Cebit in Hannover deutlich. Nicht umsonst sprach VW-Chef Martin Winterkorn auf der Eröffnungsfeier. „Die Automobil- und die Computertechnik sind nicht mehr voneinander zu trennen“, sagte Winterkorn.

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Als Beispiel hatte er „James 2025“ dabei. Das kastenförmige Projekt-Auto feierte auf der Messe Weltpremiere und steht für die Zukunft von Volkswagen, so der Konzern. Das selbstfahrende Auto wurde in Anlehnung an das Cockpit eines Piloten konzipiert. Sobald der Fahrer den Wagen auf „Autopilot“ stellt, zieht sich das Lenkrad automatisch zurück und verkleinert seinen Radius. Dadurch gewinnt der Fahrer deutlich mehr Raum im Auto. Gleichzeitig zeigt das Touchpad im Cockpit statt der Navigation zum Beispiel die Möglichkeit an, eine Telefonkonferenz durchzuführen.

Connected Cars Wenn das Auto selbst Hilfe holt

Vernetzte Autos bieten ungeahnte Möglichkeiten für Hersteller, Zulieferer und Diensteanbieter. Der eCall - Notrufgeräte, die Rettungsdienste bei Autounfällen automatisch benachrichtigen - soll schon 2015 Vorschrift sein.

Elektrisch, automatisiert, vernetzt - in einem modernen Neuwagen sind heute bereits über 50 Computer eingebaut. Sie sorgen unter anderem für die Kommunikation mit dem Fahrer, mit anderen Fahrzeugen oder einer Verkehrsleitstelle und Notrufzentralen. Quelle: dpa

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das autonome Fahren durchsetzen wird“, glaubt Winterkorn. Allerdings werde der Autofahrer, wie auch der Pilot, weiter in der Verantwortung stehen. Daran gehe aus VW-Sicht kein Weg vorbei. Gleichzeitig sei die Autoindustrie nicht alleine in der Lage, die entsprechende Technik zu entwickeln. „Hier braucht es den Schulterschluss mit von IT- und Automobilindustrie“, war Winterkorn überzeugt und schob nach, dass sich die IT-Industrie schließlich auch nicht mit dem Autobau auskenne – ein Seitenhieb auf den amerikanischen Elektroautohersteller Tesla, der an der Börse derzeit einen Rekord nach dem anderen feiert.

Der Schulterschluss wird ganz sicher nicht nur beim Bau der selbstfahrenden Autos benötigt. Das automatisierte Fahren ermöglicht eine neue Gestaltung des Fahrzeuginnenraums. Im Internet surfen, chatten, … all das ist rein technisch heute schon möglich, müssten die Hände nicht am Lenkrad bleiben.

Auch können Daten aus dem Auto geschickt genutzt werden. Schließlich stecke in jedem Fahrzeug heute schon die Rechenpower von 20 PCs, so Winterkorn. Sie speichern Daten, die sich abzapfen lassen. Außerdem ermöglicht der Trend zum digitalen Auto, neue Wege das Fahrzeug gemeinsam mit anderen zu nutzen.

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