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Cebit 2014: Das Duell der Drucker

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Drucker sind billig wie nie. Doch Druckerpatronen kosten fast so viel wie ein neues Gerät.

von Thomas Kuhn

Jahrzehntelang war der Markt zementiert. Laserdrucker dominierten die Büros, Tintengeräte das Privatkundengeschäft. Das ist vorbei, mit Hochdruck übernimmt die Tinte immer mehr Druckjobs auch in Unternehmen. Wie kommt's?

Wenn es eine Branche gibt, die das alte Rockefeller-Konzept - verschenke das Öllämpchen und werde mit dem Ölverkauf zum Milliardär - perfekt in die IT-Welt übertragen hat, denn sind das die Hersteller von Tintenstrahldruckern. Deren Gerätepreise kannten im vergangenen Jahrzehnt eigentlich nur eine Richtung: nach unten. Das teure Erwachen kam für die Käufer der Printer dann meist umso schmerzhafter, wenn die mitgelieferten Tintenpratronen leergedruckt waren und der Kauf der ersten Ersatztinten anstand. Denn die waren mitunter sogar teurer als die Drucker beim Erstkauf.

Druckerpatronen & Co. Alles Abzocke?

Kaffeekapseln für 40 Cent das Stück, Druckerpatronen so teuer wie der Drucker selbst, Staubsaugerbeutel, die in kein anderes Modell passen. Zocken die Hersteller den Verbraucher wirklich ab?

Quelle: imago/imagebroker

Dass die Hersteller mit dem Geschäftsmodell bei Unternehmenskunden keine Chance hatte, wo die Zahl der täglich oder wöchentlich ausgedruckten Dokumente schnell mal in vierstellige Höhen schießt - und oft noch weit darüber hinaus, das ist kaum verwunderlich. Lange hat das in der Branche dennoch kaum jemanden motiviert, etwas daran zu ändern. Denn die Märkte und Technologien, waren sauber aufgeteilt: Die Tinte dominierte den privaten Einsatz, die Laser die Büros.

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Doch die einst so fest gefügten Grenzen gelten nicht mehr. Heute sind die lange deutlich teureren Laserdrucker, die durch hohe Druckgeschwindigkeit, Dokumentenechtheit und - vergleichsweise - niedrige Seitenpreise für den Unternehmenseinsatz prädestiniert waren, massiv günstiger geworden. Die Technik ist, auch, für Privatkäufer bezahlbar. Zugleich aber - das zeigen auch die Ausstellungsstände vieler Druckerhersteller auf der CeBIT - erobert sich eben auch die Tinte mit Hochdruck neue Einsatzfelder im Geschäftsumfeld. Egal, ob Brother, Epson oder Hewlett-Packard, fast alle der wichtigen Spieler haben inzwischen Bürodrucker auf Tintenbasis mit ganz unterschiedlichen Leistungswerten im Portfolio.

Denn die in der Vergangenheit despektierlich "Tintenpisser" genannten Geräte bringen gegenüber der Lasertechnik einige Vorteile mit, die zunehmend ins Gewicht fallen. Allen voran, glänzen sie mit exzellenten Energieverbrauchswerten. Denn anders als bei Laserdruckern, bei denen speziell die Fixiertrommeln, die den Tonerstaub quasi aufs Papier bügeln, benötigen die Tintengeräte keinen Strom zum Aufheizen.

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