Cebit 2014: Microsoft arbeitet in Sachen Big Data mit dem Mittelstand zusammen

Cebit 2014: Microsoft arbeitet in Sachen Big Data mit dem Mittelstand zusammen

von Meike Lorenzen

Die Macht der Daten scheint für viele Industrien die letzte Möglichkeit, die Produktivität noch zu steigern. Warum das so wichtig ist, betonte die Krones AG in Hannover.


Big Data ist für viele Hightech-Unternehmen und Konferenzen zum Buzzword geworden. Für die Krones AG sind die Möglichkeiten der komplexen Datenanalyse hingegen bares Geld wert. Christian Rott, Chef des mittelständischen Maschinenbauers aus der Oberpfalz, hat sich bei der Umsetzung dieser Herausforderung nun Hilfe bei Microsoft gesucht. „Als Maschinenbauer liegen unsere Kompetenzen nicht so sehr in diesem Bereich“, gab er mit tief bayrischem Akzent offen auf der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Unternehmen im Rahmen der Cebit 2014 in Hannover zu.
Krones ist Weltmarktführer, wenn es um das Abfüllen von Getränken in Falschen geht. Die gigantischen Maschinen aus Süddeutschland sind für Coca Cola, Pepsi, Heineken und andere globale Schwergewichte im Einsatz. „Es ist für uns wichtig, dass in Echtzeit Informationen zwischen uns als Anlagenlieferant und den Herstellern ausgetauscht werden“, sagt Rott in Hannover.

Plattform Industrie will bei Big Data führend werden

Die deutsche Industrie will bei Big Data aufholen. Eine Plattform mit dem Namen "Smart Data Innovation Lab" soll die Daten der Unternehmen sammeln und auswerten, um so die Konkurrenz aus den USA auf Abstand zu halten.

huGO-BildID: 31482263 This undated photo provided by Facebook shows the server room at the company's data center in Prineville, Ore. The revelations that the National Security Agency is perusing millions of U.S. customer phone records at Verizon and snooping on the digital communications stored by nine major Internet services illustrate how aggressively personal data is being collected and analyzed. (AP Photo/Facebook, Alan Brandt) Quelle: AP


Bisher habe man vor allem reaktiv gehandelt. Ging eine Maschine kaputt, musste der Kunde sich melden und die Reparatur konnte in Angriff genommen werden. Ehe Ersatzteile bestellt und die Reparatur umgesetzt war, vergingen Tage – mit erheblichen Verlusten für den Kunden. Das soll sich künftig ändern. „Wir wollen proaktiver auf die Kunden zugehen“, sagt Rott. Und genau dabei sollen umfassende Big Data-Analysen helfen. „Es wäre ideal, wenn wir nicht erst nach ein paar Tagen erkennen würden, welcher Fehler zum Ausfall der Maschine geführt hat, sondern in Echtzeit“, so der Krones-Chef. Somit könnte das Ersatzteil schon auf dem Weg sein, ehe der Kunde sich überhaupt beschwert hat.
„Wir müssen diesen Service liefern. Denn nur so können unsere Kunden noch ihre Effektivität steigern“, sagt Rott. Die Margen am Markt werden immer geringer. Inzwischen bestimmen Tempo und Flexibilität der Getränkehersteller das Geschäft.

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