Cebit 2016: Telekom kooperiert mit Nfon

Cebit 2016: Das Internet wird zur Telefonzentrale

Telekom kooperiert mit Nfon


Inzwischen aber ändert sich das. Zum einen, weil für den größten Teil der deutschen Bevölkerung (und der Unternehmen) ausreichend Bandbreite verfügbar ist. Zum anderen, weil schnelle Internetzugänge nochmals drastisch im Preis verfallen sind. Und nicht zuletzt, weil auch innovative Startups in der Zwischenzeit eigene Technik entwickelt haben.

Eines davon ist das Unternehmen Nfon aus München, das mit seiner Internet-Telefontechnik bereits mehr als 10.000 Unternehmen in Deutschland und im europäischen Ausland - vom Freiberufler-Büro bis zum internationalen Konzern - bedient. Die Technik ist so stabil, dass die Deutsche Telekom wenige Tage vor der Cebit erst eine Kooperation mit Nfon angekündigt hat und die Technik der Münchener nun in einer speziell für Kleinunternehmen konzipierten Version unter dem Namen DeutschlandLAN Nfon vermarktet. 

Digitalisierung in Deutschland Gabriel will digitalen Thinktank für Bundesregierung gründen

Zentrale Kompetenz statt verteilte Zuständigkeiten: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will eine neue Digitalagentur schaffen. Zur Eröffnung der heutigen Cebit konkretisiert er seine Pläne für die neue Behörde.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will eine neue Digitalagentur schaffen. Quelle: AP

Das Einsteigerpaket schaltet Festnetz- und Mobiltelefone (via App) zum Pauschalpreis von 5,95 Euro über einen internetgestützten Kommunikationsdienst zur virtuellen Anlage zusammen und ermöglicht das Management der Anschlüsse übers Internet.

Und auch Konkurrent Vodafone hat die Begeisterung fürs Thema wieder neu entdeckt. Am Messevortag stellte Vodafones designierter neuer Chef der Geschäftskundensparte, Alexander Saul, die Neuauflage des eigenen IP-Centrex-Angebotes vor.

Der neue, gemeinsam mit dem US-Anbieter BroadSoft entwickelte, Dienst ist noch umfassender als das neue Einsteigerangebot von Telekom und Nfon. Beim neuen Angebot One Net Business sind Mobiltelefone direkt ins Netz integriert und ermöglichen die Nutzung der Verknüpfungs- und Kommunikationsfunktionen auch ohne Einsatz einer eigenen App. Dazu kommen Optionen zur digitalen Zusammenarbeit, wie Instand-Messaging-Funktionen, Audio- oder Videokonferenzen, die via One Net Business unter einer Oberfläche nutzbar sind.

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Zu welchen Preisen, und vor allem wann genau Vodafone den neuen Dienst startet, ist noch offen. Aber wenn die Technik wie versprochen funktionierte, wär das lästige Jonglieren mit einer Vielzahl von Passwörtern und Zugangscodes für die parallelen Kommunikationswege dann womöglich tatsächlich überflüssig.

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