Cebit 2016: Warnung vor dem Herzinfarkt

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Cebit 2016: Der Mensch als Datenlieferant

Warnung vor dem Herzinfarkt

Das italienische Unternehmen XMetrics baut einen kleinen Kasten, der am Hinterkopf des Schwimmers befestigt wird. Von dort ermittelt das Gerät die Zahl der Schwimmzüge, welchen Schwimmstil der Sportler gerade ausübt und wie effizient er das das tut. Damit nicht genug, ein Kopfhörerinformiert den Schwimmer über seine Parameter und erlaubt ihm so noch im Wasser Veränderungen an seiner Technik vorzunehmen.

Was den Schwimmern recht ist, ist den Läufern nur billig. Mehrere Hersteller bieten Einlegesohlen an, die die Druckverteilung beim Laufen ermitteln. Zum einen soll so die Kalorienzahl genauer bestimmt werden als durch die Messung der Herzfrequenz. Zum anderen sollen körperliche Ungleichgewichte so zu erkennen sein. Das Unternehmen Moticon aus München hat Software im Programm, die es Golfern ermöglicht, auf Basis der Daten vom Fuß an ihrem Schwung zu arbeiten. Das Kickstarter-Projekt Carv kümmert sich um den richtigen Schwung der Skifahrer.

Cognitive Computing Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird neu geschrieben

Roboter, die Hotelgäste begrüßen und Computer, die Ärzten assistieren. Selbstlernende IT-Systeme könnten unser Leben verändern. IBM-Manager Dirk Heitmann beschreibt, was hinter „Cognitive Computing“ steckt.

Die Spielregeln für den Einsatz intelligenter Systeme werden neu definiert, schreibt Dirk Heitmann. Quelle: dpa

Doch die meisten Informationen über seinen Träger ermitteln derzeit noch die Fitnesstracker am Handgelenk. Aus den Nachfahren von Perrelets Pedometer sind Uhren, Pulsmesser, Bewegungsmelder und Navigationssysteme in einem geworden.

Zusammen mit Wattmessern fürs Fahrrad, Körperfettwaagen fürs Gewicht und dem Armband, das die Bewegung im Schlaf analysiert, entsteht ein Gesamtbild des Menschen, das ein 24-Stunden-EKG altmodisch wirken lässt.

Noch sind keine zuverlässigen Systeme für die Messung des Blutdrucks als Wearable erhältlich. Und auch die Messung der gegessenen Kalorien via Armband ist noch eine Ausnahme. Sobald diese Daten jedoch ebenfalls genau vermessen werden können, wird aus dem spielerischen Motivationshelferlein ein Diagnosewerkzeug.

Vor allem die Gesundheitsindustrie ist an diesen Daten interessiert. Vom Tagesverlauf mit hohem Puls am Mittag, unruhigem Schlaf in der Nacht und zu viel Kalorien in der Dönerstube - die aussagekräftigen Daten, die Menschen freiwillig aufzeichnen können werden, verraten Muster und Gewohnheiten des Nutzers. Nicht immer zu dessen Vorteil.

Noch sind günstige Tarife in Krankenkassen, die auf der Verwendung von Fitnesstracker-Daten beruhen, die Ausnahme. Auch Ärzte fragen bislang nicht nach den Daten, die der Patient über sein Leben permanent erfasst. Forscher arbeiten dennoch an der Vernetzung aller dieser Informationen. Ziel ist es, schneller die Ursache für eine Krankheit zu ermitteln.

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Ob das so weit kommt, ist noch unklar. Bis zu dem Zeitpunkt, können sich jedoch Trainer an der Datenflut ihrer Fußballer ergötzen, die sogar vor bevorstehenden Herzattacken warnen soll. Torsten Frings ist zumindest nicht allein. Seit 2015 gehört auch ein bekannter Fußballtrainer zu Vexatec, der auch als Investor in das Unternehmen eingestiegen ist - Rekordnationalspieler und Fußballweltmeister Lothar Matthäus.

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