Cebit: Steve Wozniak fordert offeneres Apple

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Cebit: Steve Wozniak fordert offeneres Apple

von Meike Lorenzen

Ein iTunes für Android wäre für den Apple-Gründer der richtige Weg. Das ist eine von vielen Aussagen, mit denen Wozniak auf der Cebit in Hannover sein Publikum begeisterte.

Der Auftritt von Steve Wozniak (62) war eines der ganz großen Highlights auf der diesjährigen Cebit in Hannover. Die über 1000 Sitzplätze vor der Center Stage in Halle 8 waren schon 30 Minuten vor Keynote-Beginn voll besetzt. Und weitere Zuhörer drängten sich stehend an den Rand der Halle. Kein Wunder: „The Woz“ ist neben dem verstorbenen Steve Jobs der Gründer eines der reichsten Unternehmen der Welt, Apple. Bereits am 1. April 1976 gründeten die Jugendfreunde den Konzern, der Jahrzehnte später mit Produkten wie dem Mac, iPod, iPhone und iPad unser Nutzerverhalten komplett verändern sollte. Jobs war der erfolgsorientierte Verkäufer und der Kopf, wenn es um Innovationen ging. Wozniak der Hacker, der um die Ecke dachte und so die Ideen Jobs letztlich umsetzte. Ohne ihn wären weder der Apple I noch der Apple II denkbar gewesen.

In Hannover gibt sich Steve Wozniak bescheiden. Im Interview erzählt er, wie er derzeit ohne Breitband-Internet-Anschluss zurecht kommt und zum laden eines Filmes 13 Stunden benötigt. „Wie damals“, sagt er lachend. Nur dass er in den Anfängen des Internets für jedes Bit, das schneller lud, viel Geld ausgegeben hat. „Heute gehöre ich zu den anderen“, sagt er lachend. Privat und beruflich nutzt der Apple-Gründer vor allem das iPhones und sein MacBook Pro. „Computer sind für mich immernoch unglaublich wichtig“, sagt er. Allerdings stehe er heute – wie ein ganz normaler Kunde – in der Schlage, um an die Produkte heranzukommen. „Ich mische mich nicht in das operative Apple-Geschäft ein – und ich frage auch nicht nach Geräten“, sagt der Woz. Dafür gibt es Applaus.
Außerdem kaufe auch für sein Leben gerne kleine Gadgets, um herauszufinden, wie sie gebaut und konstruiert sind. Der bastelnde Nerd steckt immer noch in ihm. Auf diesen Teil seiner Persönlichkeit ist er heute stolz. „Ich habe mal einen ganzen Sommer Solitaire gespielt. Ich kann nicht sehen, dass mir das irgendwie geschadet hätte“, sagt er lachend in Hannover.

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Auch bei Apple habe er sich nie in die Geschäfte einmischen wollen. Weder zu seiner aktiven Zeit im Unternehmen, noch heute. Entsprechend entspannt schaut er auf das Geschehen seiner ersten eigenen Firma, die den Zenit des Erfolges erreicht zu haben scheint. Heftig prasselte die Kritik von Analysten und Anlagern in den vergangenen Monaten auf den Konzern herab. Die Verkaufszahlen der Hardware seien nicht mehr ausreichend hoch, an neuen Innovationen fehle es.

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