Forschung auf der Cebit: Ein Trip in die Technik-Welt der Zukunft

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Forschung auf der Cebit: Ein Trip in die Technik-Welt der Zukunft

von Meike Lorenzen

Während Unternehmen mit den Möglichkeiten des selbstfahrenden Autos oder der Analyse großer Daten-Mengen experimentieren, sind große Forschungseinrichtungen und kleine Startups gedanklich oft schon einen Schritt weiter. Wohin die Technik-Reise gehen wird.

Magisch schwebt den Besuchern der Buckingham Palast entgegen. Das Partnerland der Cebit, Großbritannien, begrüßt die Gäste der Halle 9 mit Hologrammen der größten Touristen-Attraktionen Londons. Zum Greifen nah schweben die Gebäude auf einen zu und zeigen die Details der Architektur aus allen Blickwinkeln.

„Wir nutzen diese Technologie bereits im Museen“, erklärt ein Tour-Guide. Die Idee dahinter: Man wolle den Besuchern von Kultureinrichtungen ein möglichst individuelles Erlebnis bieten. Dabei sollen nicht nur echte Hologramme, sondern auch Augmented-Reality-Funktionen auf dem Smartphone dienen. Ziel sei es, dass jeder in den Part einer Geschichte eintauchen kann, der ihn interessiert, statt einer Führung hinterher zu trotten.

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Die Halle 9 ist ein Paradies für alle, die einen Blick in die Zukunft der Technologie werfen wollen. Hier produzieren 3D-Drucker kleine Gebilde aus Plastik und Besucher probieren Cyber-Brillen aus, mit denen sie virtuell eine Achterbahnfahrt erleben können. Auch die großen Forschungsinstitute zeigen gemeinsam mit ihrem meist jungen wissenschaftlichen Mitarbeitern, an welchen Projekten sie gerade arbeiten.

Innovationen Augmented Reality - Die Welt mit neuen Augen sehen

Nokia, Lego und WMF setzen bereits auf Augmented Reality, also technische Lösungen, die die Realität erweitern. Langfristig wird sie unser Leben radikal verändern. Was heute schon möglich ist.

Quelle: Intel

So zum Beispiel das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) aus Kaiserslautern. Der junge Wissenschaftler Bo Zhou erklärt am Stand die intelligente Tischdecke. Dem Forschungsteam ist es gelungen, die Touch-Oberfläche eines Smartphones auf Stoffe zu übertragen. Der Gedanke dahinter: Irgendwann werden die Menschen keinen Computer mehr benutzen, sondern die Umgebung um sie herum zum PC werden und auf unser Verhalten reagieren.

Die Sensorik der Decke ist so genau, dass sie sogar messen könnte, wie viel Butter eine Familie am Abend verbraucht. Daten wie diese ließen sich speichern und zum Beispiel mit einem intelligenten Kühlschrank verknüpfen oder können direkt in einen Diätplan übertragen werden.

„Man könnte das Material auch in einen Teppich integrieren und so tracken, wie sich Menschen in ihrer Wohnung bewegen“, sagt Bo Zhou. Spannend wäre das zum Beispiel bei alten Menschen, um zu überprüfen, ob sie aufstehen oder sich zu lange im Badezimmer aufhalten. Je nach Verhalten und Algorithmus könnte das Verhalten im Notfall an die Verwandten oder eine Pflegestation weitergeleitet werden.

Automatisiertes Fahren

Etwas weiter zeigt das schweizerische Startup Keylemon, was mit der Gesichtserkennung alles möglich ist. Das Scannen und Wiedererkennen der Gesichtszüge ist nichts Neues. Schon heute wird es bei der Passkontrolle am Flughafen eingesetzt und Tablets von Sony und anderen Herstellern lassen sich mit dieser Technologie sichern. Keylemon will mit der Gesichtserkennung nun in der Automotive-Branche punkten.

Dabei denkt das Unternehmen an Zeiten, in denen das automatisierte Fahren Normalität sein wird. Dann sollen zum Beispiel Lkw-Fahrer per Gesichtserkennung überprüft werden, ob sie auch nicht einschlafen oder sich gleich nach hinten in die Koje legen. Denn eines haben die großen Automobilhersteller bereits deutlich gemacht: Die Verantwortung soll auch während des automatisierten Fahrens immernoch beim Chauffeur liegen.

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