IBM Deutschland: Alter Hase beim Kooperieren mit jungen Unternehmen

IBM Deutschland: Alter Hase beim Kooperieren mit jungen Unternehmen

von Michael Kroker

Martina Koederitz, Deutschland-Chefin des amerikanischen IT-Giganten IBM, plädiert vehement für das Teilen von Know-how als wichtige Voraussetzung in der gerade aufziehenden digitalen Dekade.

Neben den allgegenwärtigen IT-Trends Big Data und Cloud dominiert vor allem ein Thema die diesjährige CeBIT: Die Szene der Hightech-Startups in Deutschland und ihre Unterstützung durch die etablierten Player der ITK-Szene.

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Einer jener Granden ist IBM: Auf der Messe veranstaltet „Big Blue“ unter anderem die so genannte Startup Ralley. Auf geführten Touren über den IBM-CeBIT-Stand in Halle 2 will der US-Konzern seine speziellen IT-Angebote für Startups, Entwickler und Entrepreneure präsentieren.

Dass IBM damit neu auf einen bereits fahrenden Zug aufspringt, weist IBM-Deutschlandchefin Martina Koederitz im CeBIT-Gespräch mit der „WirtschaftsWoche“ jedoch weit von sich. „Das Teilen von Wissen in Form von Partnerschaften verfolgt IBM bereits seit Ende der Neunziger Jahre, nämlich als wir uns dem Thema Open Source geöffnet haben“, so Koederitz.

IBM, ein alter Hase beim Kooperieren mit jungen Unternehmen sozusagen. Denn ähnlich wie die Bereitstellung von Know-how innerhalb der Open-Source-Community die Basis für neue Innovationen bilde, erfordere die derzeitige Digitalisierung aller Branchen neue Kooperationen über Industriegrenzen hinweg. „Innovationen wie etwa im Bereich Connected Car, also die Vernetzung von Autos, funktionieren nur mit strategischen Partnerschaften“, so Koederitz.

Damit stößt die 49-Jährige ins gleiche Horn wie Martin Winterkorn. Der Volkswagen-Boss hatte in seiner Rede auf der CeBIT-Eröffnungsfeier am Sonntag den Schulterschluss seiner Branche mit der IT-Industrie gefordert, weil sich nur so die intelligente Vernetzung bewältigen lasse.

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Möglicherweise hilft die jetzt anbrechende „digitale Dekade“, wie Koederitz es nennt, dem Standort Deutschland ja auch auf einem weiteren Feld: Der immer noch fehlende oder im Vergleich zu den USA rückständigen Kultur der Unternehmensgründungen. „SAP ist bisher das einzige weltweit erfolgreiche deutsche ‚IT-Start-up‘“, sagt Koederitz. Das ändere sich aber gerade, beflügelt vor allem durch das Internet: „Firmen und Entrepreneure, die gewissermaßen ‚im Web geboren‘ sind, geben sich viel offener als die Unternehmen früher.“

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