Übernahme: Warum Apple Tesla kaufen sollte

ThemaApple

Übernahme: Warum Apple Tesla kaufen sollte

von Meike Lorenzen

Hochrangige Apple-Manager sollen Gespräche mit Tesla-Chef Elon Musk geführt haben. Nun spekuliert die Branche, ob der i-Konzern beim Elektroautobauer einsteigen könnte. Was an den Gerüchten dran ist.

Wenn zwei große Technologiekonzerne sich miteinander austauschen, wird die Branche hellhörig. Aktuell richten sich alle Augen auf Apple und Tesla. Der i-Konzern scheint sich massiv für den Elektroautohersteller zu interessieren. Nach einem Bericht des San Francisco Chronicle traf sich Adrian Perica bereits Anfang 2013 in Apples-Hauptquartier mit Tesla-Chef Elon Musk. Perica ist bei Apple für die Zukäufe des Unternehmens verantwortlich. Nun überschlagen sich die Vermutungen, dass Apple sogar bei Tesla hätte einsteigen wollen.

Befeuert werden die Spekulationen durch weitere Gerüchte, wonach sogar Apple-Chef Tim Cook bei dem Treffen in Cupertino dabei gewesen sein soll. Doch einen offiziellen Deal zwischen den beiden Unternehmen hat es bisher nicht gegeben. Auch worüber sich Adian Perica und Elon Musk wirklich unterhalten haben, ist bisher unklar. Vielleicht ging es nur um Kooperationen, den Kauf einer Sparte oder personelle Fragen. Weder Tesla noch Apple haben sich bisher zu den Spekulationen geäußert.

Anzeige

Dennoch ist ein so hochrangiges Treffen zwischen Apple und Tesla spannend. Denn der Autobauer könnte für Apple tatsächlich eine wichtige Rolle spielen. Die Innovationen der Smartphone- und Tablet-Branche haben den Automobilmarkt grundlegend verändert. Immer stärker preschen die großen Kommunikationsunternehmen vor. Erst auf der Hightech-Messe CES in Las Vegas hat Google angekündigt, sein mobiles Betriebssystem mehreren Autoherstellern zur Verfügung zu stellen. In den neuen Modellen von Audi, General Motors, Honda und Hyundai wird künftig Android verbaut. Das neue Bündnis heißt Open Automotive Alliance und soll daran arbeiten, das Betriebssystem auf die Bedürfnisse im Auto anzupassen.

Moderne Cockpits Warum wir bald mehr mit unserem Auto sprechen werden

Navigation, Telefonie, Nachrichten, Soziale Medien - was auf den kleinen mobilen Helfern geht, wollen immer mehr Kunden auch im Auto nutzen können. Eine Herausforderung für die Autobauer.

Quelle: Presse

Damit gelingt es Google sein Betriebssystem Android nach dem Siegeszug auf Smartphones und Tablets auch im Automobilsektor stark zu platzieren. Die Marktforschungsfirma Gartner schätzt, dass zum Jahr 2020 mehr als 80 Prozent alle Neufahrzeuge in den etablierten Märkten vernetzte Geräte sein werden. Und bereits 2017 könnte jeder vierte Autobauer Geld mit im Fahrzeug abgeschlossenen E-Commerce-Geschäften machen wird.

Auch Apple will von diesem Boom profitieren. Entsprechend kündigte Konzernchef Tim Cook bereits auf der vergangenen Entwicklerkonferenz WWDC an, das mobile Betriebssystem iOS stärker in Fahrzeugsysteme integrieren zu sollen. Für den italienischen Autobauer Ferrari hat Apple bereits das sogenannte Infotainment-System im Cockpit entwickelt. Grundlage für die Technologie sind die Spracherkennungs-Software Siri und das iPad Mini.

Dass Apple nun mit Tesla spricht, ist unter diesem Vorzeichen nicht ungewöhnlich. Die Unternehmen gelten beide als innovativ, modern und mit einem starken Fokus auf Design. Schon einige Analysten haben über die Vorteile einer Kooperation der beiden Unternehmen geschrieben. Im vergangenen Oktober sorgte Adnaan Ahmad, Analyst der deutschen Investmentbank Berenberg, mit einem offenen Brief an Tim Cook für Wirbel. Darin zeigte der Branchenkener, dass Apple mit dem Kauf von Tesla ein langfristiges Umsatzwachstum beschert würde, dass das Unternehmen mit Smartphones und Tablets allein kaum erreichen wird.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%