CeBIT: Wie die IT-Konzerne die Krise zur Chance machen wollen

CeBIT: Wie die IT-Konzerne die Krise zur Chance machen wollen

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Asus Eee PC

Intels Aufsichtsratschef Craig Barrett hat in seiner jahrzehntelangen Karriere schon einige Krisen erlebt, die letzte Anfang des Jahrtausends, als er noch Vorstandschef des weltgrößten Chipherstellers war.

„Man kann sich nicht aus einer Krise heraussparen – sondern ganz im Gegenteil: Diejenigen, die jetzt investieren, gehen gestärkt aus ihr hervor“, lautete Barretts Mantra damals wie heute. Das verkündete der grauharige 67-Jährige gestern als Technologie-Botschafter auf der CeBIT-Eröffnungsveranstaltung. Heute wiederholte er es bei Pressekonferenz von Intel.

Immerhin, Barrett weiß, wovon er spricht: Nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000 war er es, der als einer der wenigen IT-Chefs die Ausgaben hoch hielt und in seine Fertigung investierte. In der Folge gewann Intel Marktanteile zurück, die der kleinere Wettbewerber AMD dem Halbleiterprimus zuvor abgerungen hatte. Heute agiert Barrett-Nachfolger Paul Otellini ganz im Sinne seines Ziehvaters – allein in diesem Jahr will Otellini neun Milliarden Dollar in die Hochrüstung der Chipwerke stecken, der höchste Wert überhaupt in der 40-jährigen Firmengeschichte von Intel.

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Innovationen als Mittel gegen die Krise

Auch der taiwanesischen Notebook-Hersteller Asus setzt trotz Krise auf Fortschritt. „Innovationen sind die DNA von Asus“, sagt Unternehmensgründer und Chairman Johnney Shih. Shih gilt als Vater der so genannten Netbooks – einer seit etwas mehr als einem Jahr erhältlichen Kategorie ultrakleiner, leichter und kostengünstiger Notebooks. Mit dem von Asus im Oktober 2007 unter dem Namen EeePC vorgestellten Gerät hat Shih ein komplett neues Marktsegment geschaffen; fast jeder namhafte PC-Hersteller hat inzwischen vergleichbare Mini-Laptops im Angebot. Bisher profitiert Asus als Vorreiter besonders von dem Boom: Während das Wachstum im weltweiten PC-Geschäft im vierten Quartal 2008 mit knapp einem Prozent auf das niedrigste Niveau seit 2002 fiel, setzte Asus fast 70 Prozent mehr Geräte ab. 

Sogar beim Marketing haben die Asiaten – möglicherweise beflügelt durch den geschäftlichen Erfolg – ihre Zurückhaltung abgelegt. Auf der proppevollen Pressekonferenz in einem dunklen Raum im Erdgeschoss des CeBIT-Konferenzzentrums (Kommentar einer Pressesprecherin eines deutschen Softwarehauses: „Bekämen wir den Saal doch mal so voll“) zeigt Shih die neuen Modelle seiner EeePC-Notebooks. Präsentiert werden sie im Blitzlichtgewitter von Carolin Ruppert, Viertplatzierte beim letztjährigen TV-Wettbewerb „Germany's Next Topmodel“. Die blonde Schönheit schwebt auf grauen High-Heels im kurzen, apricotfarbenen Kleidchen durch den Raum. Shih: „Sie sehen – wir haben gleich mehrere Top-Models.“

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