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Chrome-Seite herabgestuft: Google bestraft sich selbst

Quelle: Handelsblatt Online

Wer sein Google-Ranking durch Link-Einkäufe zu verbessern sucht, wird von dem Suchmaschinenbetreiber gnadenlos abgestraft. Eine Regel, die Google jetzt auch auf sich selbst angewendet hat.

Für Google bedeutet der Fall eine gute Gelegenheit, öffentlich ein Exempel zu statuieren. Quelle: dapd
Für Google bedeutet der Fall eine gute Gelegenheit, öffentlich ein Exempel zu statuieren. Quelle: dapd

New YorkNach einer missglückten Werbekampagne, die gegen Googles Richtlinien verstieß, bestraft sich der weltgrößte Suchmaschinen-Betreiber selbst. Die offizielle Homepage des Browsers Google Chrome wurde für zwei Monate im Suchindex heruntergestuft und taucht dadurch bei bestimmten Suchanfragen nicht unter den Top-Ergebnissen auf.

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Ein Dienstleister hatte bezahlte Blog-Einträge mit Werbung für Chrome ins Netz gebracht. Davon enthielt mindestens ein Artikel auch einen Link zu Googles Chrome-Seite, der auf die Position im Suchindex durchschlug. Google missbilligt Werbung für Websites durch gekaufte Links und greift dann meist mit einer Herabstufung von Websites oder der Verbannung aus dem Suchindex durch.

Der zuständige Google-Manager Matt Cutts erläuterte am Mittwoch, der Konzern habe lediglich Videoanzeigen schalten wollen, am Ende seien dabei aber die bezahlten Blogeinträge herausgekommen. Nach Recherchen des Fachblogs „Searchengineland“ sieht es danach aus, als hätte die von Google beauftragte Werbeagentur eine weitere Firma eingeschaltet, die auf „gesponserte Blogeinträge“ spezialisiert ist.

Obwohl nur in einem Fall ein Verstoß gegen die Google-Richtlinie festgestellt worden sei, werde die Webseite www.google.com/chrome für 60 Tage in dem Suchindex herabgestuft, kündigte Cutts über das Online-Netzwerk Google+ an. Wenn man jetzt etwa nach dem Begriff „Browser“ sucht, taucht Chrome nicht mehr vorne auf. Vor der Herabstufung stand die Chrome-Website auf Platz eins.

Googles Vorgehen gegen sich selbst ist hart. Andererseits bietet der Fall dem Unternehmen eine gute Gelegenheit, öffentlich ein Exempel zu statuieren. Google sendet so ein deutliches Zeichen in Richtung Linkeinkäufern, ohne Beschwerden fürchten zu müssen, es nutze seine Marktmacht, um Wettbewerbern zu schaden.

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