Computer: TouchSmart und Eee Top im Test

Computer: TouchSmart und Eee Top im Test

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Asus EEE Top

Der TouchSmart PC von Hewlett-Packard und Asus‘ Eee Top sind kaum dicker als LCD-Monitore und per Finger zu steuern. Thomas Kuhn hat ausprobiert, ob das Bedienkonzept des iPhone auch zu PCs passt.

Eigentlich hätte ich einen solchen Rechner von Apple-Chef Steve Jobs erwartet: Flach und elegant wie die Design-Ikone iMac und so intuitiv per Fingerzeig über das Display zu steuern wie das iPhone. Warum auch immer – Jobs hat den Auftritt der Konkurrenz überlassen. Nachdem Todd Bradley, der Chef der PC-Sparte von Hewlett-Packard, im Sommer in Berlin noch einen Prototypen präsentierte, ist der Touch‧Smart PC IQ800 genannte Rechner inzwischen für knapp 1900 Euro erhältlich.

Er vereint in seinem klavierlack-schwarzen, nur wenige Zentimeter tiefen Gehäuse die komplette Technik eines Hochleistungs-PCs sowie ein 56-Zentimeter-Breitbild-Display, dessen Qualität manchem Flachbildfernseher zur Ehre gereichen würde. Aber mehr noch als durch seine ungewöhnliche Bauform besticht dieser All-in-One-Computer durch sein Bedienkonzept: Die Maus hat ausgedient, der Rechner wird über den berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert. Ähnlich wie beim iPhone starten auch beim TouchSmart große, verschiebbare Symbole die Programme, öffnen Fotodateien oder ermöglichen das Blättern im digitalen Musikarchiv.

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Frisch im Handel ist auch Asus’ erster All-in-One-PC, der sich ebenfalls übers Display steuern lässt. Sein Name – Eee Top ET 1603 – erinnert an Asus’ preiswertes Mini-Notebook Eee PC. Nur knapp 550 Euro kostet der seit Ende November verfügbare sensible Flachmann. Lohnt sich der Kauf des teuren HP-High-End-Rechners, oder kommt man auch mit dem Preisbrecher von Asus hin? Ein Vergleich soll die Antwort liefern.

HP Touchsmart PC

HP Touchsmart PC

Für seinen stolzen Preis ist der HP-PC auch erstklassig ausgestattet. Jede Menge Rechenpower steckt in dem Gerät: ein Intel-Doppelprozessor, eine 500-Gigabyte-Festplatte, ein vier Gigabyte fassender Arbeitsspeicher und die besonders leistungsstarke 64-Bit-Variante von Microsofts Betriebssystem Vista. Hinzu kommt ein Kombi-Empfänger für analoges und digitales Antennenfernsehen. Er macht aus dem Mega-Monitor ein TV-Gerät mit erstklassiger Full-HD-Auflösung.

Ob beim Blättern durch die Urlaubsbilder oder beim Wechsel der Programme, stets reagieren die Infrarot-Sensoren am Display prompt und exakt auf jede Eingabe. Vor allem beim Sichten von Fotos oder der Auswahl der Lieblingshits mithilfe der speziell entwickelten TouchSmart-Bedienoberfläche macht das Wischen übers Display richtig gute Laune. Dass der Rechner allerdings nur Bilder und Musik von der eigenen Festplatte abspielt, trübt den Genuss. Trotz Verbindung über das eingebaute WLAN-Modul des Rechners haben sowohl das TouchSmart-Fotoalbum als auch die Jukebox-Software den Zugriff auf meine Medien beharrlich verweigert, die auf einer Festplatte im Heim-Netzwerk gespeichert sind.

Das klappte auch beim Eee Top nicht. Auch er besitzt zwar eine speziell für die Fingerbedienung konzipierte Programmoberfläche. Aber beim Aufruf digitaler Medieninhalte kann die Software mit dem Unterhaltungswert und der Funktionsvielfalt des TouchSmart nicht mithalten. Da macht sich die deutlich spartanischere Ausstattung des Eee Top bemerkbar: 40-Zentimeter-Monitor, Strom-Spar-Prozessor, 160-Gigabyte-Festplatte, ein Gigabyte Arbeitsspeicher und nur Windows XP statt des Nachfolge-Betriebssystems Vista.

Fazit: Fürs anspruchsvolle Multimedia-Vergnügen ist HPs TouchSmart erste Wahl. Wer den digitalen Flachmann aber primär als eleganten und handlichen Zweit-PC zum schnellen (dank integriertem WLAN-Modul ebenfalls schnurlosen) Zugriff aufs Web oder zum Bearbeiten von E-Mails einsetzen möchte, ist auch mit dem günstigen Eee Top von Asus bestens bedient. Wie fürs iPhone gilt aber auch für Eee Top und den TouchSmart PC: Zum Tippen längerer Texte ist der Bildschirm ungeeignet. Im Gegensatz zu Apples Handy ist das bei den Flach-PCs aber kein Problem: Mit den beiliegenden Tastaturen nämlich arbeiten die Design-Rechner bei Bedarf wie jeder Standard-Computer.

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