Computermesse: CeBIT: Freie Plätze und U-Bahnkontrollen

Computermesse: CeBIT: Freie Plätze und U-Bahnkontrollen

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Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover dürfen schon einmal Pressevertreter die Messehallen besuchen (Archivbild)

Die weltgrößte Computermesse CeBIT öffnet morgen ihre Pforten. Bis kommenden Sonntag werden 4300 Unternehmen aus 69 Ländern ihre Innovationen präsentieren. WirtschaftsWoche-Redakteur Michael Kroker hat sich am Vortag schon einmal umgesehen.

Allen Unkenrufen zum Trotz fahre ich gerne auf die CeBIT – in diesem Jahr zum nunmehr 13. Mal. Denn auch wenn virtuelle Tools wie Xing, ICQ oder Twitter helfen, sich elektronisch mit geschäftlichen Partnern zu vernetzen – den persönlichen Kontakt ersetzen können sie dann aber doch nicht. Und gerade eine Messe wie die CeBIT bietet einem die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Aufwand in einem kurzen Zeitraum viele Business-Kontakte zu pflegen.

Wobei deren Zahl durch die rückläufigen Anzahl an Ausstellern in den vergangenen Jahren zugegebenermaßen ebenfalls schwindet. Den Schwund an Ausstellern und Besuchern merkt man inzwischen freilich auch an anderen Dingen: So bin ich heute morgen per ICE nach Hannover gereist – normalerweise ein erster Stresstest noch weit vor Messebeginn. Doch heute: Weit gefehlt. Selbst Reisende ohne Reservierung haben noch einen Sitzplatz gefunden. Früher hätten die sich ab Ruhrgebiet mit anderen Reisenden im Gang zwischen den Sitzreihen gegenseitig auf den Füßen gestanden.

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Anderes Beispiel ist die ÜSTRA, der lokale Nahverkehrsbetreiber: Früher war der Tag vor dem offiziellen Messebeginn quasi eingemeindet – mit hoher Taktrate U-Bahnen, welche eine Vielzahl von Ausstellern und Journalisten aufs Messegelände schaufelten. Dieses Mal fahren die Bahnen der Linien 8 und 18 in ihrem üblichen Zehn-Minuten-Takt, so dass man auch mal was länger auf den Anschluss warten muss. Mehr noch: Als meine U-Bahn dann endlich kommt, um mich von meinem privaten Quartier in der Hannoveraner Südstadt zur Messe zu bringen, ist diese so leer, dass ich sofort einen Sitzplatz finde.

Die ÜSTRA wiederum scheint der Leere zumindest ein bisschen was abgewinnen zu wollen: Auf halbem Weg zur Messe steigen Kontrolleure ein. U-Bahn-Kontrollen während der CeBIT? Nie gehört – bisher. Zum Glück hab' ich auf mein Bauchgefühl gehört und mir vorher ein Ticket gezogen.

Das freilich haben längst nicht alle getan: So sind die ersten CeBIT-Besucher 40 Euro los, noch bevor die Messe überhaupt begonnen hat. Ein schlechtes Omen?

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